Frage von Mullemaus2604,

COPD/Lungenemphysem - Wie endet es schlimmstenfalls?

Hallo! Meine Mutter hat COPD / Lungenemphysem. Wir haben es erst vor einem halben Jahr erfahren und seit dem geht es stetig bergab. Sie hat ein Sauerstoffgerät und benutzt es 16 Stunden am Tag/Nacht. Sie ist inzwischen so schwach, dass sie kaum noch von einem Raum zum anderen gehen kann. Selbst der Gang von der Haustür zum Auto ist ein Marathon für sie. Ich bereite sie inzwischen psychisch auf den Rollstuhl vor. Wir haben nun Pflegegeld beantragt. Inzwischen habe ich die Überlegung getroffen, sie bei mir aufzunehmen. Bevor ich da aber weitere Schritte einleite, möchte ich gerne wissen, wie es schlimmstenfalls enden kann. So kann ich für mich selbst entscheiden, ob ich überhaupt in der Lage wäre (psychisch gesehen) die Pflege zu übernehmen. Danke für Eure Antworten im Voraus.

Hilfreichste Antwort von toto1971,

hallo......erstmal hast du meinen respekt verdient. kümmer dich um deine mutter so gut es geht.schenke ihr zeit zum reden,spielen,sei einfach nur da. meine mam hat mir den ernst dieser krankheit leider lange verschwiegen und ist daran verstorben. aus rücksicht auf mich hat sie mir nur die hälfte gesagt wie schlimm es ist. diese krankheit ist schneller und heimtückischer als jeder virus. diese woche hatte ich meine eigene erfahrung mit dieser geerbten krankheit. sie ist leider vererblich und sehr schmerzhaft. ich wünsche dir eine tolle zeit mit deiner mam. geniesse sie. ich habs versäumt,aber dafür hatte ich die "BESTE" mutter der welt. mit lieben grüssen toto

Kommentar von Mullemaus2604,

Vielen lieben Dank für die offene und ehrliche Antwort. Leider hat man bei meiner Mutter inzwischen auch einen Lungentumor und Metastasen entdeckt. Wir geben die Hoffnung nicht auf, akzeptieren aber auch die Tatsache, dass ihr Leben schon sehr bald zu Ende sein wird. Lieben Dank für die vielen Hilfestellungen.

Kommentar von Mullemaus2604,

Lieber Toto, leider ist meine Mutter inzwischen auch verstorben (am 31.05.2010), aber ich muss sagen, dass sie auch für mich die "BESTE MUTTER DER WELT" war und ich sie schmerzlich vermisse. Nochmals Danke für Deine offenen Worte und liebe Grüsse.

Antwort von Uzzopgi,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Die Psyche macht viel aus in solch einer Situation. Du kannst nicht so extrem viel tun als sie zu unterstützen das sie zumindest einmal vor die Tür ... (ob im Rollstuhl wenn es gar nicht mehr geht). Ich glaube Menschen spüren es wenn nicht mehr vorwärts geht. Mein Vater hatte auch Copd. Gegen den Sauerstoffmangel hatte er das hier genommen http://www.sauerstoffaufnahme.biz/ und es hatte etwas geholfen. Das ist aber eigentlich gar nicht dafür gedacht aber man kann es rezeptfrei kaufen.

Antwort von Eratya,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Letal / Tod

Ein Lungenemphysem ist leider eine sehr fiese Erkrankung. Man kann nur hoffen, dass eine Spenderlunge gefunden wird.

Kommentar von losstoppos,

Vermutlich wird nicht danach gesucht.

Antwort von dani110480,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo, Meine Mama hatte ein Lungenemphysem und wurde immer schwaecher,mueder und anders zu mir,halt nicht mehr so wie frueher.Sie hat kaum noch gegessen und war 24 stunden am sauerstoff.Nur noch Atemnot.Sie starb niedergebaeugt am boden mit ihrer Pumpe.Sie sah friedlich aus.Ich hoffe sie hatte keine schmerzen und keine Atemnot.Ich glaub sie ist eingeschlafen weil sie nicht mehr genug Sauerstoff hatte.Es ist eine traurige krankheit.Sie war nicht nur meine Mutter auch noch meine beste Freundin.Ich vermisse sie und bin einerseits froh dass sie sich nicht mehr quaelt.So jemanden zu sehen den Du liebst ist sehr hart...........Lasse mich fuer aat testen.

Antwort von Oeynhausen204,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

http://www.copd-selbsthilfe.de/ da können sie dir bestimmt deine Fragen eantworten. Ich würde deine Mutter zu dir nehmen, suche dir aber einen Selbsthilfe gruppe um dich genau über die Krankheit und den Hilfmitteln der Pflege zu informieren denn COPD verläuft bei jedem anders. Die Hauptsache ist du bist körperlich und auch psychisch stabil genung. Ich drücke dir die Daumen das du die Kraft dazu hast.

Kommentar von Mullemaus2604,

Hallo! Danke für die Hilfestellung. Werde mich dort nochmals informieren. Meine eigentliche Frage war aber, wie qualvoll es schlimmstenfalls enden kann. Ich weiß z.B., dass man nicht an Ersticken, sondern an Herzversagen stirbt. Aber welche Qualen kann man bis dahin erleiden?

Kommentar von Oeynhausen204,

Hallo, jeder geht mit dieser Krankheit anders um, der eine will weiter Leben der andere vielleicht nicht, weil es auch sehr anstrengend ist mit Atemnot und den vielen Infekten das Leben zu bewältigen. Deine Mutter hat schon Sauerstoff aber nur 16 Stunden besser währen 24 Stunden. Da der Körper kein Sauerstoff speichern kann und wenn die Organe unter eine Unterversorgen leiden dann kann es Probleme geben z.B Herz, Lunge, Leber usw. Achte darauf das deine Mutter eine gute Atemtechnik hat, das heiß versuchen alles auszuatmen das ist nicht immer leicht aber wenn nichts raus geht kann auch kein neuer Sauerstoff rein. Achte auf den CO2 Wert im Blut kann nur vom Lungenarzt fest gestellt werden, wenn der zu hoch ist wird es gefährlich man ist nur müde auch am Tage und schläft immer wieder ein, das kann so weit kommen das man ins Koma fällt, wenn man Glück hat kommt man wieder raus und wenn man es nicht schafft dann kann es im schlimmsten Fall zum Tode führen. Ob es Qualen sind, dass weiß eigentlich nur der Patient selber wie er sie selber empfindet und es kommt auch auf das Stadium an COPD 1-4. Deine Mutter muss ihre Krankheit unbedingt akzeptiert. Du kannst nur mit großem Verständnis ihr und der Krankheit gegenüber soweit beistehen und ihr damit helfen sie zu verstehen wenn es ihr nicht gut geht und ihr dann vieles Abnimmst. Das du und auch deine Mutter sich eine Selbsthilfegruppe vielleicht vor Ort sucht das ist das Beste, da könnt ihr eure Fragen stellen und ihr seht wie andere mit der Krankheit umgehen und es würde deiner Mutter sehr gut tun sich mit anderen zu unterhalten. Ich wünsche euch viel Glück.

Antwort von Nachtflug,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Sie wird immer anfälliger gegen Infekte aller Art. Die weitere Lebenserwartung ist leider sehr gering.

Antwort von DasEllili,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Mit der Zeit nimmt der Druck in den Lungengefäßen zu und das Herz wird dadurch zunehmend belastet. Es kommt zu einer Rechtsherzschwäche (Cor pulmonale)und leider - kann zum Tod führen.

Antwort von losstoppos,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ob du diese Last schultern willst, hängt stark vom aktuellen Alter und der Lebenserwartung deiner Mutter ab. COPD ist auf Lange Sicht natürlich tödlich.

Antwort von marilda,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

kannst auch hier fragen "Gesundheitsfrage.net"

Antwort von Tankgirli,

Mein Papa ist am 17.10.2010 an copd gestorben. Er hat zwei Jahre gegen diese Krankheit mit ihrer finalen hässlichen Fratze angekämpft und natürlich verloren. Er lag drei mal im Koma immer wieder ins krankenhaus . Erselbst hat seine Angst verborgen die man ihn in seinen Augen ablesen konnte. Man stirbt jeden Tag aufs neue wenn man dieser Person hilflos gegenüber steht. Als das Krankenhaus uns anrief und Versicherte er sei friedlich eingeschlafen weil er sich selbst ins koma geatmet hat dadurch das er das kolenmonoxyd nich mehr ausatmen konnte waren wir froh zu wissen das er es nun geschafft hat. Dennoch sucht man auch heute noch nach Antworten ob man etwas verhindern hätte können.... Ob er sich wirklich nicht gequält hat ... Hatte er Angst im seiner letzten Minute .... All diese fragen bleiben unbeantwortet und man klammert an den aussagen der Ärzte er sei friedlich eingeschlafen... Ich wünsche dir viel kraft in dieser schweren zeit......

Antwort von vjb00,

meine geliebte tante wurde auch mit copd diagnotisiert. es ging ihr genau wie deiner mutter. sie wurde zunehmend schwächer, das atmen fiel ihr schwerer und schwerer, sie konnte dann nicht mehr sprechen, ging im spital ein und aus, koma, wieder zurück geholt, immer wieder. sie wurde zu müde, lag nur noch im bett und atmete so gut es ging. heute morgen ist sie in meinen armen gestorben. sie war 56. tut mir so leid...

Kommentar von vjb00,

bitte entschuldige, habe erst jetzt gesehen dass auch deine mutter inzwischen verstorben ist, herzlichen beileid...:-(

Kommentar von Mullemaus2604,

Vielen Dank für Deine lieben Worte. Ein Jahr zuvor ist die Schwester meiner Mutter an Lungenkrebs gestorben. Somit kann ich es auch sehr gut nachvollziehen eine Tante zu verlieren. Wünsche Dir auch mein aufrichtiges Beileid.

Antwort von sandra3483,

meine mutter hatte auch copd sie ist im dezember 2010 daran gestorben.

sie hat 3 jahre gegen die krankheit angekämpf aber nicht geschafft. der zustand wird schlechter werden. meine mutter hat den weg zur toilette nicht mal mehr geschafft.bis dann am 14.12.2010 der anruf aus den krankenhaus kam ihre mutter ist verstorben

Antwort von dani110480,

Hallo,

Meine Mama hatte ein Lungenemphysem fuer lange Zeit,rate jedem sich auf aat testen zu lassen(familie).Es war ein harter Weg.Sie hat abgenommen und weniger und weniger Luft bekommen.Sie war nicht nur meine mutter sondern auch meine beste Freundin.Am morgen hat sie am boden gesessen mit ihrer Pumpe in der Hand und sauerstoff was sie 24 tragen musste und mit dem kopf auf dem tisch.Sie war tod.Du weisst das diese Person sterben wird aber du bist trotzdem schockiert......An alle,es ist quaelend und es kommt zu einem Punkt wo man froh ist dass der Mensch erloest ist.Obwohl der mensch einem immer fehlen wird.Verbring so viel Zeit wie man kann mit dieser Person.Ich hab es leider nicht gemacht weil ich in die usa gezogen bin.....

Antwort von guentzel,

Hallo ich heiße Sascha,bin 38Jahre alt und leide unter COPD Gold 4 Endstadion Auch ich kann dir den Rat geben deine Mutter zu dir zu holen verbringe jede frei Min die ihr habt zusammen das tut ihr gut. Du solltest aber immer mit dem Tot rechnen,versuche dich darauf vor zu bereiten.Hole dir genügend kraft.Lerne zu beobachten und beschütze sie vor ihrer eigenen Aufregung. viel kraft Euch beiden lg Sascha

Kommentar von Mullemaus2604,

Hallo Sascha! Vielen Dank für Deine Antwort. Leider ist meine Mutter inzwischen (wie auch schon oben erwähnt) am 31.05.2010 verstorben. Sie hatte neben COPD Gold 4 ebenfalls einen nicht entdeckten Lungentumor! Dir wünsche ich für Deinen weiteren Lebensweg alles Gute und viel viel Kraft. LG

Antwort von Regina123,

Hallo Mullemaus,

ich habe seit einigen Jahren COPD und auch ich habe seit ende 2008 eine 16 stündige Sauerstofftherapie. Auch für mich wird es manchmal ein richtiger Marathon nur zum Auto oder je nach dem nur auf die Toilette zu gehen. Es gibt verschiedene Arten von COPD. Nun hätte ich noch einige Fragen an dich. 1. Raucht deine Mutter ?? 2. Hat sie vielleicht Übergewicht oder Untergewicht ? 3. wie geht deine Mutter damit um, ich meine seelisch?

Ich denke es wäre nicht gut, wenn du deine Mutter zu dir holen würdest, denn es wird immer schlimmer mit der Atmung, gerade mit Lungenemphysem, dann muss sie sowieso in ein Krankenhaus. Frage aber bitte am besten deinen Hausarzt, der dich sicherlich am besten kennt. Denn es ist für die Angehörigen sehr schwer zu sehen, wie der Betroffene immer mehr nach Luft ringt und du ihm dabei eigentlich nicht helfen kannst. Ich weiss, das sich das jetzt vielleicht für Dich brutal anhören mag, aber lass es lieber bleiben. Will deine Mutter denn zu Dir kommen??

Liebe Grüsse von Regina

Kommentar von Regina123,

Ich möchte noch hinzufügen, das du dich sicherlich auch so um deine Mutter kümmern sollst oder kannst, aber eben nicht rund um die Uhr bei dir, denn du gehst daran seelisch zu grunde, da du ihr nicht helfen kannst.

Antwort von marilda,

Mache dir das Leben nicht noch schwerer. Vielleicht findest du eine Einrichtung wo deine Mutter gut aufgehoben wäre und wo immer Krankenpfleger in der Nähe sind...

Kommentar von Mullemaus2604,

Eine Einrichtung kommt für mich vorerst nicht in Frage und das ist leider auch keine Antwort auf meine Frage!

Kommentar von christa666,

ja die antwort hättest dir sparen können,was bist du eigentlich für ein oberarschloch,hoffentlich krepierst auch ohne mitleid allein, du egosau

Antwort von Grobi310,

Hi, das ist doch die Krankheit, die auch Roland Kaiser hat. Vielleicht kannst du da ja was nachgooglen...der hat jetzt eine neue Lunge bekommen. Ich wünsch gute Besserung, die richtige Entscheidung und viel Kraft.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community