Contra Argumente für Benotung im Reliunterricht?

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5 Antworten

Ich wüsste nicht welche.

In jedem Fach muss eine kriterienorientierte Bewertung von Leistungen stattfinden, ich gehe davon aus, dass es kritisiert wird, weil jeder einen anderen Draht zu seiner Religion hat und die Ansichten hierbei oft individuell sind.

Das schützt aber nicht vor Bewertung, auch in Religion muss man sich an Fragestellungen halten und diese dann beantworten, sei es durch pures Fachwissen oder durch eine begründete eigene Meinung.

Das einzige Contra wäre vielleicht, ich zweifle daran selber, dass hierbei ein Erwartungsbogen für eine gewisse Meinung und Ansicht aufgestellt wird, dementsprechend wird verhindert, dass man in diesem Fach seine eigenen Ansichten entwickeln bzw. darlegen. Diese Gefahr ist aber auch in anderen Fächern vorhanden.

LG

Ich wüsste da kein Contra, Religion als Fach in der Schule ist stumpfes auswenig lernen. Niemand zwingt einen an etwas zu glauben, es wird nur erklärt woran andere eventuell glauben und warum. Ich sehe daran keine Nachteile für irgendwen, ist ein netter Zusatz und eine Gratisnote ohne viel zu tun.

Religion kann man, wie vieles andere auch, unter verschiedenen Aspekten betrachten:

Zum einen kann Religion als Wissensgebiet betrachtet werden. Du kannst Religionsgeschichte lernen, dir Wissen zu verschiedenen Religionen aneigenen, Exegese betreiben uvm.. Dieses Wissen kann abgeprüft und bewertet werden.

Reiligion beinhaltet zum anderen aber auch viele ethische und moralische Aspekte. Diese zu beurteilen und zu bewerten ist äußerst schwierig, denn da geht es unter Umständen um sehr Persönliches und Biographisches, es geht um Haltungen und Meinungen. Diese Seite von Religion ist meiner Meinung nach nicht bewertbar, denn kein Mensch hat das Recht, persönliche Erlebnisse und Haltungen mit Wertskalen zu versehen. Das wäre anmaßend und u.U. abwertend.  Man kann darüber diskutieren und verschiedener Meinung sein, aber man kann sicher keine Schulnoten daraus ableiten.

Solange es um Vermittlung von Wissen geht, gibt es keine Kontraargumente. Entstehung der Religionen, Inhalte ihrer Lehren, historischer Kontext, Reformation, Kirchenlehrer, eventuelle archäologische Ausgrabungen....das gehört zur Allgemeinbildung.

Völlig unzulässig wäre es aber, den Glauben oder die religiöse Praxis der Schüler zu benoten.

Unser Lehrer weiß zum Beispiel ganz genau, dass keiner von uns das später brauchen wird. Und trägt er allen immer ne 1 ein und lässt uns im Reli Unterricht machen, was wir wollen. Religion ist im Vergleich ein recht unwichtiges Fach, da sollte man die Benotung gleich lassen, da viele Diskussionen meist Geschmacks- und Ansichtssache ist.

Kommentar von Btsch
15.11.2016, 22:09

Oha...So einen Lehrer hätt ich auch gerne 😣 Wir nehmen mehr Geschichte in Religion durch als Religion an sich. Die Bibel haben wir seit Jahren oder sogar noch nie benutzt 😂

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Kommentar von Rocker73
15.11.2016, 23:58

Was für ein super Lehrer, kriegt Geld für garnix und ihr verschwendet bei ihm eure Zeit...

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