playswithwolves am 05.09.2009 um 23:40 Uhr
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass wir heutzutage im Zeitalter der Informatik, Computer und digitalen Medien mehr Papier verbrauchen, als zuvor. Man arbeitet zwar meist mit moderner Technik, erarbeitet Dokumente und Datenbanken, sowie Wirtschaftsberichte am PC, obgleich sie dann trotzdem noch zusätzlich ausgedruckt werden.
Erhalte ich diesbezüglich einen falschen Eindruck? Wieso wird u.a. auch behördlicher Parteiverkehr (Schriftverkehr) noch immer nicht digital bearbeitet und abgewickelt? Sind die Ursachen im Sicherheitsbereich zu suchen?
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Ich bin derzeit auf der Suche nach Rat, wie man den Papierverbrauch dem Zeitgeist entsprechend angepasst senken kann, evtl. mit neuen Vorschlägen und Verhaltensweisen. (WICHTIG: Es geht NICHT um Klopapier und Papiertaschentücher!)
Wir verbrauchen viel mehr Papier... Das liegt daran, dass viele nicht gerne auf dem Bildschirm längere Texte lesen möchten. Das hatte ich am anfang auch aber mitlerweile lese ich sogar komplette e-book auf dem Laptop unterwegs.... Es ist reine gewöhnungssache
Ist auch logisch, dass wir mehr verbrauchen. Denn erstens ist Papier billig und zweitens ist es leicht und schnell gedruckt.
Statt 5 mal kann man gleich als Reserve 7 Blätter ausdrucken. Früher war es eine Arbeit, 7 Blatte mit den gleichen Inhalt zu verfassen. Heute ist es kein Problem.
Und der Grund, warum wir es bevorzugen, wenn das fertige Dokument in Papierform ist, ist der, dass wir am Papier viel besser lesen können als am Bildschrim.
Schreiben ist allerdings am PC rationalisierter, weil es schneller geht, einheitlich ist und man nur einmal schreiben braucht und es dann beliebig oft verwenden kann.
playswithwolves am 6. September 2009 00:05 Gute Antwort! Nachvollziehbar aber nicht in jedem Fall sehr vernünftig, nicht wahr?
genau
Damals, also irgendwann um 1980 herum, wurde versucht, möglichst jeder Firma die Umstellung auf Computer schmackhaft zu machen.
Und es war immer und immer wieder die Rede davon, wie viel Papier und Ordner man durch Einsatz des PC einsparen würde.
Heute ist die Anzahl der Akten viel größer als damals. Damals hat man Papier übrigens noch beidseitig beschrieben.
Es gab auch den sogenannten Kurzbrief/Kurzmitteilung usw.
Und heute geht fast nur noch DIN A4-Format.
Eine wirklich schlimme Entwicklung für Mensch und Natur.
playswithwolves am 5. September 2009 23:57 Klasse Antwort, danke. Ich gebe dir vollkommen recht. "Und es war immer und immer wieder die Rede davon, wie viel Papier und Ordner man durch Einsatz des PC einsparen würde." - Irgendwie so etwas habe ich früher auch oft gehört - Das scheint wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis zu sein.

Wir verbrauche mehr weil immer mehr Leute Computer und Drucker haben.
Selbst im Beruf wird oft viel mehr ausgedruckt als früher. Es gibt zwar Betriebe die ihre Aufträge papierlos bearbeiten, aber die meisten tun es nicht. Ich kennen viele Firmen, die jeden Mist aus Sicherheitsgründen ausdrucken. Wir (Dienstleistung) schreiben zwar kaum noch Briefe, aber es wird immer mehr geschrieben per Mail oder mit Computerprogrammen und ausgedruckt.
Man kann zwar immer mehr Online arbeiten auch mit Behörden, z. B. gibt es Gemeinden die Chipkartenleser ausgeben und Onlineprogramme haben, aber dennoch wird immer mehr ausgedruckt.
playswithwolves am 6. September 2009 00:10 DH! "...jeden Mist aus Sicherheitsgründen ausdrucken." - So sieht es wohl aus. Angst ist wieder einmal die treibende Kraft.
Ich verbrauche weniger, ganz klar!
playswithwolves am 5. September 2009 23:47 Lobenswert, aber meines Erachtens leider nicht die Regel, denke ich.

Es wird mehr auf diese Welt Gesch...en!


Genau so ist es.
Mehr Papier! Unter anderem allein schon deshalb weil viele Leute (ich muss zugeben ich eingeschlossen) ein längeres Dokument eben schnell noch mal ausdrucken, wenn ein kleiner Tippfehler drin ist. Früher hätte man zu Tipp-Ex gegriffen und ganz bestimmt nicht alles nochmal getippt ;) Oder Leute machen "Testausdrucke", um zu sehen, ob ein Dokument auf dem Papier so wirkt wie auf dem Bildschirm.
Jedoch wäre die Papiermenge, die ich in meiner Wohnung bedruckt aufbewahre, ohne PC viel höher. Ich brauche viel weniger Bücher, Zeitschriften, Prospekte, Broschüren. Und Broschüren und Prospekte werfe ich eher mal weg - kann man ja alles online nachschauen, sogar schneller.
Das mit dem Behördenkram ist für mich ganz klar hauptsächlich ein Sicherheitsproblem. Wahlcomputern z. B. würde ich nur unter sehr großen Vorbehalten vertrauen.
Noch ein Aspekt: Digitale Dokumente sind viel leichter unbemerkt zu manipulieren als gedruckte.
Nachtrag: Angesichts der mittlerweile langsam ausgereiften E-Book-Reader bin ich doch optimistisch, dass diese den Papierverbrauch senken könnten. In diesen Geräten kommt eine neue Display-Technologie zum Einsatz, die sehr papierähnlich ist. Ganz was anderes als einen langen Text auf einem PC/Laptop zu lesen, und nebenbei brauchen diese Displays nur beim Umblättern Strom, und nicht permanent.
Nachtrag: Angesichts der mittlerweile langsam ausgereiften E-Book-Reader bin ich doch optimistisch, dass diese den Papierverbrauch senken könnten. In diesen Geräten kommt eine neue Display-Technologie zum Einsatz, die sehr papierähnlich ist. Ganz was anderes als einen langen Text auf einem PC/Laptop zu lesen, und nebenbei brauchen diese Displays nur beim Umblättern Strom, und nicht permanent.
Bei Behörden ist z.Bsp das Problem, das Unterschriften noch nicht gesichert übertragen werden können. In ca 5 - 10 Jahren wirst du digital unterschreiben können. Dann hört der Papierkrieg endlich auf. Ich arbeite im Technischen Bereich. Dort sind die Unterlagen auf Servern hinterlegt. Änderungen sind sehr schnell machbar.


Ich denke, das ist einer von vielen Punkten, wenn auch ein wichtiger. Auch ich musste mich erst an das Lesen meiner eBooks am Laptop gewöhnen.