Frage von pascalhi7, 3.181

COEO Inkasso in Verbindung mit Klarna?

Hallo,

ich habe am 08.02.2016 eine Warenlieferung von Zara.com erhalten. Die Bezahlung habe ich über eine Rechnung (über Klarna) abgewickelt. Wie dem so ist habe ich auf mehrere (2) Mahnungen nicht reagiert weil ich es schlichtweg vergessen habe und Klarna hat danach das ganze an das Inkasso Unternehmen COEO weitergeleitet. Die Hauptforderung ohne die Mahnkosten oder Inkassogebühren betrug 175,80€.

Nachdem der erste Brief von COEO kam bin ich zur Bank gefahren und habe die Hauptforderung ohne die Mahnkosten/Inkassogebühren überwiesen. Kurzzeitig war Ruhe und nun kam der nächste Brief mit dem Titel "2. und l e t z t e Mahnung". Er sagt aus, dass noch eine Gesamtsumme von 81,04€ zum Bezahlen aussteht.

Und hier besteht förmlich mein Problem. Ich habe im Internet gelesen, dass man die Briefe von COEO zurückweisen soll, damit diese nicht berechtigt sind einen Schufa-Eintrag zu erlassen, und außerdem solle man den Betrag nicht überweisen. Außerdem solle man sich auch telefonisch nicht dazu äußern da die Gespräche aufgenommen werden.

Der Betrag von 81,04€ soll spätestens zum 25.04.2016 überwiesen werden. Nun weiß ich nicht was ich machen soll. Soll ich alles zurückweisen oder den Betrag einfach bezahlen (Was die schlimmere Alternative wäre)?

Ich bin rechtlich nicht so schlau, deswegen dachte ich mir, dass ich mal lieber hier nachfrage.

Liebe Grüße

Pascal

Antwort
von kevin1905, 2.708

Ich verstehe dein Ansinnen nicht ein Unternehmen zu bezahlen, dass du nicht beauftragt hast.

Wenn du dich in Verzug befunden hast, schuldest du Klarna allerdings die Mahngebühren (maximal 2,50 € pro Brief und die Zinsen).

Du solltest bei Zahlungen immer angeben wie sie zu verrechnen sind, denn sonst gilt § 367, Abs. 1 BGB

  1. Kosten
  2. Zinsen
  3. Hauptforderung.
Antwort
von franneck1989, 2.416

An wen hast du überwiesen? Hast du im Verwendungszweck angegeben dass mit der Hauptforderung zu verrechnen ist?

Kommentar von susanne2102 ,

ich habe an Klarna überwiesen. Mit allen 3 Rechnungsnummern, die offen waren, das waren 3 Rechnungen á 5,97. Auf die Überweisungen habe ich alle 3 Rechnungsnummern geschrieben und dahinter je 5,97 Euro. Das ist doch eindeutig. Ich habe bereits mehrfach hingeschrieben, heute kam diese Antwort: Wir kommen zurück auf Ihre Mitteilung vom 02.08.2016 und teilen Ihnen Folgendes mit:

trotz eindeutigem Hinweis auf der Originalrechnung, dass Zahlungen zu Rechnungen einzeln und unter Angabe des angebenden Verwendungszwecks zu überweisen sind, haben Sie drei Rechnungen zusammen bezahlt.

Somit konnte nur ein Betrag von 6,99 EUR auf die hier anhänge Forderung zur Rechnungsnummern am 09.04.2016 verbucht werden; der Restbetrag wurde auf eine andere Rechnung verbucht (1416973290430).

Aufgrund der Tatsache, dass Sie durch Ihre fehlerhafte Zahlung in Verzug geraten sind, haben Sie gemäß §§ 286, 288 BGB den hieraus resultierenden Schaden, der insbesondere durch unsere kostenpflichtige Inanspruchnahme entstanden ist, zu erstatten.

Vor diesem Hintergrund dürfen wir Sie bitten, die Forderung in Höhe von 81,38 EUR ausschließlich unter Verwendung der Aktennummer bis zum 09.09.2016 zu zahlen.

Was mach ich nun?

Antwort
von EXInkassoMA, 2.428

Die Überweisung ging an klarna direkt und der inkassoladen fordert nur noch die Inkassogebuehren? 

Falls ja dann bist Du aus dem Schneider denn inkassogebuhren werden im Zusammenhang mit einem onlinebezahldienst nicht eingeklagt. 

Forderung schriftlich zurück weisen

Coeo schiebt noch ein Schreiben eines RA nach

Mental vorbereiten


Antwort
von susanne2102, 2.110

Ich habe dazu auch eine Frage. Ich habe bei einer Firma was bestellt und dies ging auch über Klarna. Die 3 Rechnungen habe ich auf einer Überweisung mit Angabe der 3 Rechnungsnummern überwiesen. Nun bekomme ich ein Schreiben von COEO mit einer Restforderung von 78 Euro, da ich die Rechnungen nicht einzeln überwiesen habe. Ist das rechtens?

Kommentar von Lillra86 ,

Hallo ich habe das selber Problem.... Wie bist du vorgegangen hast du bezahlt ? Lg

Kommentar von susanne2102 ,

ich habe bis jetzt noch gar nicht bezahlt. Die schicken mir ständig Schreiben. Hab schon zweimal ne Kopie der Überweisung hingeschickt. Aber das interessiert die nicht.

Antwort
von Lookser, 2.012

Da wirst Du nicht raus kommen!

Zara hat die Forderung an ein Inkassounternehmen abgetreten .

Das Inkassounternehmen darf Dir die Inkassogebühren nach der Rechtsanwaltsgebührentabelle berechnen. Solltest Du diese nicht zahlen und auch nicht reagieren, wird das Inkassounternehmen einen Titel beim Gericht beantragen und im schlimmsten Fall Dein Konto pfänden.

Und die Gerichtskosten für den Titel musst Du dann auch tragen.


Kommentar von pascalhi7 ,

Eigentlich hat Klarna doch die Forderung an das Inkassounternehmen übergeben? 

Außerdem heißt es im Internet auch das Internetbezahldienste in Verbindung mit Inkassounternehmen nicht durchsetzungsfähig sind.

Grüße

Kommentar von Lookser ,

Viel Glück

Kommentar von kevin1905 ,

Zara hat die Forderung an ein Inkassounternehmen abgetreten .

Wenn das wahr wäre, würden sie hier einen gewerbsmäßigen Betrug begehen, da sie Inkassokosten fordern.

Wenn Coeo Forderungsinhaber, aka Gläubiger wäre, würde es die Forderung in eigener Sache bearbeiten und für niemanden eine Rechtsdienstleistung erbringen. Man kann nicht Gebühren verlangen, wenn man sich selbst beauftragt.

Das Inkassounternehmen darf Dir die Inkassogebühren nach der Rechtsanwaltsgebührentabelle berechnen.

Das ist richtig, das macht sie aber noch lange nicht erstattungspflichtig.

Ein Inkassobüro erbringt im Massengeschäft nicht die gleiche Rechtsdienstleistung wie ein Anwalt, daher wären die Gebühren entsprechend zu kürzen (0,3 Schreiben einfacher Art).

Dazu kommt noch, dass ein Inkassobüro keine Mittel hat, die der Gläubiger nicht auch hat. Es bietet daher keinen Mehrwert, also liegt bei Bemühung ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht des Gläubigers vor (§ 254 Abs. 2 BGB).

Im Masseninkasso wird ferner regelmäßig auf Erfolgsbasis oder Flatrate gearbeitet. Beides dürfen Rechtsanwälte nicht. Ergebnis ist, dass dem Gläubiger durch die Bemühung des Inkassobüros keine Kosten entstehen und wo es keinen bezifferbaren Schaden gibt, gibt es auch keine Grundlage einen ersetzt zu verlangen.

Solltest Du diese nicht zahlen und auch nicht reagieren, wird das
Inkassounternehmen einen Titel beim Gericht beantragen und im
schlimmsten Fall Dein Konto pfänden.

Man kann keine Titel beantragen.

Man kann das gerichtliche Mahnverfahren (§§ 688 ff ZPO) einleiten, wenn man gewillt ist die 32,- € dafür auszulegen.

Dem Mahnbescheid kann der Fragesteller mit einem Kreuz widersprechen und damit das Mahnverfahren beenden.

Dann bliebe nur die Klage, ohne Aussicht auf Erfolg aufgrund o.g. Gründe.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Besser kann man es nicht erklären 

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