Frage von fettschwanzmaus, 275

COEO Inkasso durch Klarna - wegen zweimal 4,99 €?

Hallo,

ich beziehe ein Spotify Abo für 4,99 € im Monat, das über Klarna monatlich bezahlt wird. Ich habe es leider in den letzten zwei Monaten einfach verpasst zu bezahlen, da mir (Studentin) gekündigt wurde und zudem privat leider einiges drunter und drüber gegangen ist. Ich habe bei Klarna angerufen, daraufhin wurde die Frist vom 16.06. verlängert zum 15.07. und die Mahngebühren (zweimal 4,95 €!) gestrichen. Ich habe nun am 19.07. die Hauptforderung (2x 4,99 + 2x4,95, da ich ja überfällig war und weiß, dass Klarna die Mahngebühren nachfordert, + 4,99 für den aktuellen Monat) beglichen. Wollte im Onlinekonto nachsehen, ob es schon bei Klarna angekommen ist. Da trifft mich der Schlag... beide Forderungen (4,99 € + 4,99 mit zweimal Mahngebühren) an COEO-Inkasso abgetreten!

Also Klarna angerufen, meine Lage geschildet, auf Kulanz gehofft - nix da. Es hieß, sie hätten die Forderung an COEO abgegeben und damit jetzt nichts mehr zu tun (???). COEO angerufen - in der Zentrale lag tatsächlich eine Akte im System wegen Spotify vor, obwohl noch kein Brief angekommen ist, ich wurde weitergeleitet, und die überaus nette Dame am Telefon sagte mir, "sie wüsste nicht, wo ich angerufen habe" (seltsam, habe zweimal gesagt bei IHNEN und zwar in der Zentrale...), aber SIE hätte nichts im System und bevor nicht der Brief da ist, könne sie sowieso nichts tun, und wenn er da ist, muss ich auch bezahlen.

Ich bin jetzt natürlich stinksauer, dass da keiner mit sich reden lässt und wegen so einem Pipifax sofort mal Inkasso eingeschaltet wird um die Kosten... mal sehen... zu verdreifachen? Was kann ich tun? Wenn Klarna die Forderung abgetreten hat, ist dann nicht COEO der neue ""Gläubiger"" (habe ja bezahlt, zu spät aber mit wirklich großzügigen Mahngebühren von fast 10 € bei einem Streitwert von 2x4,99 ...) und dürfte gar keine Inkassokosten erheben?

Ich habe Angst, dass, wenn ich die Inkassokosten nicht zahle, die Kosten irgendwann horrend hoch sind und ich am Ende das Zwanzigfache zahlen muss... ich habe allerdings auch momentan so wenig Geld, dass es mir auch um 20 € Inkassokosten unendlich leid täte... was kann ich jetzt noch tun?

Liebe Grüße

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von franneck1989, 228

Die Inkassogebühren sind ohnehin nicht durchsetzbar und werden auch nicht eingeklagt.

Alles nur heiße Luft.

Daher ruhig bleiben und mit Verweis auf die bereits getätigte Zahlung die Forderung gegenüber dem Inkasso zurückweisen.

Kommentar von fettschwanzmaus ,

Muss ich also nicht vor Gerichtsvollzieher o.ä. Angst haben? Eine gute Freundin hatte ebenfalls mit Klarna und COEO-Probleme (aufgrund einer Retoure) und musste nach sechs Monaten zähneknirschend bezahlen...

Kommentar von lindakeim ,

Mein Anwalt hat mir gesagt das bei Bezahldienstleistern wie Klarna keine Inkassogebühren eingeklagt werden. Hatte vor 2 Jahren ebenfalls Ärger mit klarna  und ich habe nicht gezahlt.Damals hies das Klarna Inkassobüro nicht coeo sondern Indent oder so ähnlich

Kommentar von franneck1989 ,

Nein. Man darf sich nur nicht tot stellen und Post vom Amtsgericht (Mahnbescheid) ignorieren. Wer sich so anstellt, hat halt irgendwann einen rechtskräftigen Titel an der Backe. Das kann man aber leicht vermeiden: Sollte tatsächlich ein Mahnbescheid kommen, dann einfach fristgerecht auf dem Formular widersprechen. Die Rechtsbehelfsbelehrung steht dort auch nicht zum Spaß...

Kommentar von fettschwanzmaus ,

Dankeschön! Kann ich da denn auch widersprechen, wenn die Ursprungsforderung gerechtfertigt ist und tatsächlich zu spät beglichen wurde?

Kommentar von kevin1905 ,

Ja kannst du. Es sind dann aber neben der Hauptforderung ggf. noch Verzugszinsen und Mahngebühren zu begleichen.

Antwort
von Turbomann, 213

Wenn du es vergessen hast dann kommt es schon vor, dass viele solche Forderungen an andere Inkassofirmen verkaufen, dann wirst du dich mit denen herumärgern müssen.

Wenn du bezahlt hast, dann mache eine Kopie von der Einzahlung und schicke es weg und bitte um Bestätigung, dass keine Forderungen mehr kommen.

Kommentar von fettschwanzmaus ,

Danke! Aber ist es nicht so, dass das Inkassounternehmen, wenn jetzt selbiges der Eigentümer der Forderung ist - wie von Klarna behauptet -, überhaupt keine Inkassogebühren fordern darf?

Kommentar von mepeisen ,

Korrekt. Wenn verkauft, dann darf das Inkasso keine Gebühren mehr einfordern.

Kommentar von franneck1989 ,

Hier wurde nichts verkauft. COEO wird nur mit dem Einzug der Forderung beauftragt.

Kommentar von fettschwanzmaus ,

Ich habe letztens mit einem Klarna-Mitarbeiter im Chat gesprochen. Der meinte, es täte ihm sehr leid, ihm seien aber die Hände gebunden, da COEO jetzt der Inhaber der Forderung sei und Klarna nichts mehr damit zu tun hätte...

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