Mit dem Codex aimentarius habe ich mich allein schon berufsbedingt intensiv beschäftigt. Es geht nicht um ein Vitaminverbot, es geht auch nicht um die EU, sondern um die UN. Im Wesentlichen geht es um die "Nahrungsergänzungsmittel". Ich selber propagiere diese in bestimmten Fällen bei meinen Patienten. Tatsache ist aber, dass ein mittlweie nicht mehr durchschaubarer Wald an teilweise echt miesen Produkten auf dem Markt ist. Der Codex alimentarius geht auf eine von der UN eingesetzte Beratergruppe zurück, die EMPFEHLUNGEN für die Mitgliedsstaaten entwickeln sollten. Und das haben sie. Leider, und sicher nicht aus Zufall, sitzen in dieser Gruppe nur Leute aus den Pharmariesen und nicht von den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln drin. Da diese Gruppe nur empfehlen kann, ist der Vorwurf "Vitaminverbot" nicht haltbar und schon gar nicht 2010. Tatsache ist, dass 2001 das EU-Parlament und der EU-Ausschuss für Gesundheit in etlichen Punkten der Empfehlung des Codex alimentarius eben nicht gefolgt ist. Insofern ist das Dementi der Frau Aigner (deren Partei ich nicht liebe) richtig.
Es hat keine Konsequenzen für den einzelnen. Es gibt kein Verbrechen, also muss man sich auch nicht wehren. Von einem Genozid kann erst recht nicht die Rede sein.
Wir sollten uns, gerade wenn wir uns als alternativ verstehen, davor hüten, jede Verschwörungstheorie zu übernehmen, die sowieso meist aus rechtsradikalen Kreisen kommt und wenn nicht daher, dann von Scientology. Es könnte dazu führen, dass man auf einmal nicht mehr ernst genommen wird und sich im falschen Lager wiederfindet.
Danke für diesen Link - eine wohltuend objektive Abwägung von Fakten und möglichen Auswirkungen ! DH !