Frage von MadlinBlack, 170

Chronisches Nierenversagen beim Hund...noch Hoffung?

Bei unserem 5 jahre jungen Terriermix wurde eine chronische Niereninsuffizienz vom Tierarzt diagnostiziert. Der Arzt gab ihm einige Spritzen und ein Diätfutter speziell für Nierenkranke Hunde. Unser Tierarzt meinte, dass es dem Hund nun erstmal besser gehen müsste und man nach einigen Tagen die Blutwerte nochmals untersucht. Heute waren die Werte deutlich besser...doch unserem Hund geht es elend!! Er kann kaum noch alleine grade stehen, kann beim pinkeln kaum das Bein heben, er will nicht fressen! Er ist einfach total schwach. Ich habe wirklich Angst und frage mich, ob er noch eine Chance hat oder es besser ist sich mit dem Gedanken des Abschieds abzufinden? Er ist nicht mehr der selbe, aufgeweckte Kerl der er sonst immer war. Ich weiß dass die Schäden an den Nieren irreperabel sind, doch unser Arzt meinte dass viele Hunde noch lange mit der Krankheit leben durch Hilfe der richtigen Ernährung. Ich will nicht Lebewohl sagen müssen...

Antwort
von JomitRudel, 112

Also 1.

Dass es ein chronisches Nierenversagen ist, deutet darauf hin, dass der Schaden bleibend ist. Aber es beschreibt noch nicht das Ausmaß der Einschränkung der Nierenfunktion. Mit einem leichten oder mittleren Grad kann man noch lange gut leben, wenn man sich an Diät und Trinkmenge hält.

Deshalb 2.: Was eher wichtig wäre zu wissen, ist wo es herkommt. Es gibt alle möglichen Ursachen, von denen einige fortschreitend sind (also in der Prognose schlecht), andere aber bei korrekter Behandlung nicht.

Daher wiss ich nicht ob die Beschwerden von der eingeschränkten Nierenfunktion oder ursächlichen Erkrankung kommen, oder auch eine Nebenwirkung der Therapie sind die aber vorbeigeht.

Das Spezialfutter nehmen viele Hunde wohl erstmal schlecht auf, weil geschmacklich nicht so prall, gewöhnen sich aber dran. Das mit dem Geschmack muss aber so sein, weil die Inhaltsstoffe an die Nierenfunktion angepasst sind.

Sprich diese Themen doch mit dem Tierarzt an, der kann dir bessere Infos speziell zu eurem Fall geben.

Antwort
von douschka, 101

Gib nicht auf, hole eine zweite Meinung ein. Mach auch den Versuch mit einem sehr versierten Tierheilpraktiker, denn das ist manchmal der letzte Strohhalm.

Mit industriell gefertigten speziellen Diätfutter habe ich Probleme. Es ist nicht so gut wie angepriesen.  Ein nierenkranker Hund benötigt sehr hochwertiges Eiweis, was in Muskelfleisch vorhanden ist. je frischer alle Zutaten, um so besser.
Schau mal hier:http://www.barfers.de/barf_nierenerkrankungen.html

Lass Dein Bauchgefühl und Deinen Hund entscheiden wann der Abschied kommt. Dein Hund sagt es Dir mit seinem ganzen Körper und vor allem mit den Augen.

Loslassen ist das Schwerste für jeden Tierhalter. Ein Tier könnte sich leichter ergeben, wenn es ohne "Verantwortung" ist.

Wenn die Zeit zum Abschied naht, sage ich zu meinen Tieren, dass sie gehen dürfen, ich sie nicht aufhalte und ohne sie alles so bleibt wie es ist. Danke ihnen für die gute gemeinsame Zeit. Fast ein Ritual abends vorm Schlafen, was mir und dem Tier den unausweichlichen Gang leichter macht, der ja noch nicht zeitlich bestimmt ist.

Keiner will Lebewohl sagen, aber mit Anschaffung ist es irgendwann Programm. Schlimmer wenn das Tier Dich überleben würde und seine Zukunft ungesichert wäre.

Die Uhren des Lebens laufen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Habe Kraft und gute Nerven. Alles Gute



Kommentar von MadlinBlack ,

Mein lieber Anton ist leider heute morgen von uns gegangen....es ist kaum zu glauben, der Schmerz unendlich...dennoch...ich denke es ist nun besser so. Ich habe in seinen Augen keinerlei Lebensmut und Kraft gesehen. Ich glaube er wollte gehen, hat nur so lange gekämpft für uns, seine Menschen. Er war am Ende nur noch ein Häufchen Elend...nun ist er erlöst und an einem besseren Ort. Er ist in den Armen meiner Mutter eingeschlafen 

Ruhe in Frieden kleiner Chaot...

Kommentar von douschka ,

Mein aufrichtiges Beileid. Dieser Verlustschmerz hat keine Worte.

Es ist nur ein paar Monate her als mein Hund über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Er fehlt mir so sehr und es vergeht kein Tag ohne Gedanken an ihn. Er durfte in Würde sterben. Vllt. treffen wir uns irgendwo und irgendwann wieder. Die Lücke, welche er hinterlassen hat, kann nicht gefüllt werden. Seine Hündin genießt nun alle Aufmerksamheit und ist erleichtert, nicht mehr auf ihn aufpassen zu müssen. Fehlen tut er auch ihr, nur anders. Fühl Dich umarmt.

Expertenantwort
von shark1940, Community-Experte für Hund, 71

Es gibt Hoffnung - aber Du mußt schnell sein und es kostet etwas.

Suche nach einem Tierheilpraktiker, der mit Homöopathie und mit Wala Produkten arbeitet. Es gibt eine Nierenkur und Mittel, die Dein Hund ein Lebenlang einnehmen muß.

Die Nieren werden nicht mehr besser - aber man kann einen weiteren Zerfall aufhalten.

Ich weiß von was ich spreche - hatte einen Hund und eine Katze mit CNI.

Aber Du muß schnell handeln.

Und sollte Dein Hund Trockenfutter bekommen - sofort wechseln auf Naßfutter oder Rohfutter - denn Trockenfutter ist schädlich vor allem bei Hunden, die CNI haben.

Kann Dir gerne weitere Infos geben bei Interesse. Schick mir eine PN.

Antwort
von Aliha, 91

Was ist dir wichtiger? Dein Wohlergehen oder das deines Hundes?  Willst du ihn leiden lassen nur weil du nicht loslassen kannst?

Antwort
von EySickMyDuck, 76

Oh Mann... Das mit 5... Obwohl ich bei so Sachen wie Mitgefühl eher in Richtung Trockeneis anzusiedeln bin kann ich nachvollziehen was gerade in euch vorgeht. Hab mich auch schon von einigen "Freunden" verabschieden müssen.
Ich drück euch auf jeden Fall fest alle Daumen die ich auftreiben kann das der kleine das wieder auf die Reihe bekommt...
Aber egal was noch kommt und wie du auch entscheidest es denk dabei nur an deinen Hund. Deine Gefühle dürfen dabei keinerlei Rolle spielen...

Antwort
von Schneeflocke88, 90

Ich weiß nicht, ob er in einer Tierklinik nicht besser aufgehoben wäre, wenn es ihm so schlecht geht?

Trinkt er? Pieselt er?

Auch wenn viele meinen werden "lass ihn erlösen", denke ich, dass der Hund noch sehr jung ist und auf jedenfall alles versucht werden sollte..

Kommentar von MadlinBlack ,

Er trinkt, er geht auch raus in den Garten um alle Geschäfte zu erledigen. Allerdings ist das jedesmal grauenvoll anzusehen, weil er sich regelrecht nach draußen schleppt... Ja, ich denke auch an eine Klinik...

Kommentar von Schneeflocke88 ,

Seit wann geht das denn schon?

Ich würde ihn echt in eine Klinik bringen. Alleine um ihm Flüssigkeitsinfusionen zu geben. Die haben dort einfach andere Möglichkeiten, als ihr Zuhause...

Antwort
von juliavoo, 74

Geh mal zu einem anderen Tierarzt und schau, was der sagt.

Ich verstehe, dass du Angst hast und nicht Abschied nehmen willst, hab selber einen Hund, aber wenn der Hund so leidet, dann sollte man das Beste für ihn tun. Also einschläfern. Auch wenn es sehr sehr traurig ist. :-(

Aber geh auf jeden Fall zu einem anderen Tierarzt und frag nach seiner Meinung.

Wünsche dem Hund das aller Beste!

Antwort
von marina2903, 33

die hoffnung soltte nie sterben

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