Habe eine Freundin die nach dem Tod ihrer Mutter vor einem Jahr seitdem in psychischer Behandlung( Krankenhaus) ist, die Ärzte haben festgestellt das sie chronisch suizidal ist und wissen eigentlich auch nicht mehr weiter. Seit einem Jahr lebt sie eigentlich gar nicht mehr, sondern existiert nur noch, hat aber keine Absichten sich umzubringen...hat nur einfach kein Spaß´am Leben. Wie kann ich damit umgehen, da ich weiß das ich ihr nicht helfen kann bzw. nicht weiß wie ich ihr helfen kann...

Schwierige Frage und schwietrig, darauf zu antworten. Ich würde raten, sei für sie da und versuch sie immer wieder, zu interessieren, vielleicht auch dadurch, dass du sie in dein Leben einbeziehst. Denk aber auch an dich! Du musst dein Leben auch noch leben können. Alles Gute!

Akzeptiere die Situation wie sie ist und mach Dir bewusst das Du dafür nicht verantwortlich bist.

Ich erkenne mich in Stücken wieder! Versuche eine kompetente Psychotherapie zu organisieren! Genau da bin ich jetzt dran!
hmm, nur wenn sie schon seit einem Jahr in Behandlung ist, teilweise sogar mehrere Monate auf der geschlossenen Station, müssen nicht die Ärzte wissen was das Beste für sie ist? Wie soll ich eine kompetente Psychotherapie erkennen, wenn ich mich in dem Bereich überhaupt nicht auskenne? wie machst du das?
MrsShinobi am 7. August 2008 22:43 Ein Arzt ist nicht gleich der andere, und ein Psychotherapeut auch nicht gleich der andere. Sprich, es kann sein, daß dieses Ärzte- und Psychologenteam im Krankenhaus, in dem jetzt Deine Freunde drin ist, für sich nicht so gut geeignet ist, sie einfach mit ihren Methoden keinen Zugang zu ihr finden. Würde an Deiner Stelle Deiner Freundin den Vorschlag machen, mal die Klinik bzw. Psychotherapeuten zu wechseln, und ein neues Umfeld mit neuen Therapieansätzen anfangen. Finde das sowieso ziemlich blöde, jemanden als "chronisch suizidal" abzustempeln und ihn mit dieser Diagnose quasi fast schon aufgeben. Es lohnt sich immer zu kämpfen. Manchmal dauert es eben nur "etwas" länger und der Weg ist steiniger. Deine Freundin hat Unterstützung verdient, laß sie jetzt nicht im Stich und sei einfach für sie da. Manchmal muß man gar nicht viel sagen oder tun. Es reicht manchmal auch schon, sich einfach zu der Person hinzusetzen, ihre Hand zu nehmen und zusammen zu schweigen.

1 Jahr ist ja immer so ein Richtwert für die Bewältigung des Verlusts eines Menschen. Aber die Menschen sind verschieden und jeder braucht unterschiedlich Zeit. Das kann sehr viel länger dauern. Häufig wird man stigmatisiert, wenn man nicht nach einer gewissen Zeit wieder " auf den Beinen" ist. Das erschwert alles noch, weil man sich allein und unverstanden fühlt. Vielleicht solltet ihr eine Trauergruppe suchen. Wie alt ist sie denn? Hat sie noch mit ihrer Mutter zusammen gewohnt?
sie ist jetzt 21 geworden und sie hat nicht mehr mit ihrer mutter zusammen gewohnt, aber eine sehr "kaputte" bindung zu ihr gehabt, durch eine schwere kindheit... die krankheit entstand nicht nur durch den tod der mutter, das war nur der auslöser, sondern auch durch traumatische erlebnisse in der kindheit und jugend...
Meisttollerant am 7. August 2008 21:26 Diese Stigmatisierung ist mir nur all zu bekannt. Es kommt dann immer: Reiß dich mal zusammen. Ich kann es schon nicht mehr hören.

Leider gibt es psychisch kranke Menschen, die austherapiert sind und denen dann oft nicht mehr zu helfen ist, da sie selbst gar nicht gesund werden wollen und Hilfe nicht annehmen wollen oder können. Wenn du etwas für deine Freundin tun möchtest, dann besuche sie öfter, unternehm etwas mit ihr um sie aus ihrer Lethargie herauszuholen. Vielleicht ist auch ein Wechsel der Klinik hilfreich. Gib bitte nicht auf, sie braucht dich mehr denn je, auch wenn sie es vielleicht nicht zeigt. Viel Glück!
MrsShinobi am 10. August 2008 13:58 Der Begriff "austherapiert" sollte meiner Meinung nach gar nicht existieren.
Lena101 am 10. August 2008 18:06 Das ist schlimm, du hast Recht. Aber zu einer Heilung von psychischen Krankheiten gehört unbedingt, dass der Patient gesund werden will. Wenn er in der Therapie nicht mitarbeitet, ist sie hoffnungslos, daher der Ausdruck. Da haben die Krankenkassen allerdings auch ein Wort mitzureden.

Wie die Vorredner beschrieben. Noch etwas: der Trauerprozeß kann oft über Monate anhalten.
versuch etwas mehr kontakt zu ihr herzustellen versuch ihr zu zeigen das das leben weitergeht und mach ihr klar das du sie brauchst vlt kommt sie dann irgentwann darüber hinweg

Ein Arzt ist nicht gleich der andere, und ein Psychotherapeut auch nicht gleich der andere. Sprich, es kann sein, daß dieses Ärzte- und Psychologenteam im Krankenhaus, in dem jetzt Deine Freunde drin ist, für sich nicht so gut geeignet ist, sie einfach mit ihren Methoden keinen Zugang zu ihr finden. Würde an Deiner Stelle Deiner Freundin den Vorschlag machen, mal die Klinik bzw. Psychotherapeuten zu wechseln, und ein neues Umfeld mit neuen Therapieansätzen anfangen. Finde das sowieso ziemlich blöde, jemanden als "chronisch suizidal" abzustempeln und ihn mit dieser Diagnose quasi fast schon aufgeben. Es lohnt sich immer zu kämpfen. Manchmal dauert es eben nur "etwas" länger und der Weg ist steiniger. Deine Freundin hat Unterstützung verdient, laß sie jetzt nicht im Stich und sei einfach für sie da. Manchmal muß man gar nicht viel sagen oder tun. Es reicht manchmal auch schon, sich einfach zu der Person hinzusetzen, ihre Hand zu nehmen und zusammen zu schweigen.

Ein Arzt ist nicht gleich der andere, und ein Psychotherapeut auch nicht gleich der andere. Sprich, es kann sein, daß dieses Ärzte- und Psychologenteam im Krankenhaus, in dem jetzt Deine Freunde drin ist, für sich nicht so gut geeignet ist, sie einfach mit ihren Methoden keinen Zugang zu ihr finden. Würde an Deiner Stelle Deiner Freundin den Vorschlag machen, mal die Klinik bzw. Psychotherapeuten zu wechseln, und ein neues Umfeld mit neuen Therapieansätzen anfangen. Finde das sowieso ziemlich blöde, jemanden als "chronisch suizidal" abzustempeln und ihn mit dieser Diagnose quasi fast schon aufgeben. Es lohnt sich immer zu kämpfen. Manchmal dauert es eben nur "etwas" länger und der Weg ist steiniger. Deine Freundin hat Unterstützung verdient, laß sie jetzt nicht im Stich und sei einfach für sie da. Manchmal muß man gar nicht viel sagen oder tun. Es reicht manchmal auch schon, sich einfach zu der Person hinzusetzen, ihre Hand zu nehmen und zusammen zu schweigen.
Vielen Dank!DH