Frage von AJuergen, 128

Christen und Muslime gemeinsam beten?

Evangelisch und Katholisch haben nach einen langen Weg zueinander gefunden, können gemeinsam beten . Können Sunniten und Schiiten das auch ?

Und können Christen und Muslime auch gemeinsam beten ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nowka20, 32

das können alle menschen, die keinen fanatismus im herzen haben

Kommentar von AJuergen ,

Du hast es auf den Punkt gebracht . Ja das ist wohl wahr .

Aber werden die Menschen jemals so weit kommen ?

L.G.

Kommentar von nowka20 ,

wenn die menschen ihre probleme mit sich selber abmachen können, statt sie in die welt hinauszutransportieren (in kriegen) wird die zeit dafür reif sein

bei einer entsprechend großen menschenanzahl wird das in ca. 1000 jahren der fall sein

Antwort
von Chaoist, 40

Können Sunniten und Schiiten das auch ?

Ich bin sicher dass sie das können, wenn sie wollen, denn der Streit zwischen den Beiden dreht sich ja nicht um Allah.

Und können Christen und Muslime auch gemeinsam beten ?

Das ist sicherlich schon etwas schwieriger, weil die Gebete an sich vollkommen anders ablaufen und andere Worte beinhalten, ...
Aber auch hier muss ich sagen, dass es sicherlich zu schaffen ist, wenn man als oberstes gemeinsames Ziel den Frieden setzt.

Übrigens: Das gab es schon einmal. War es Johannes Paul II? Ich denke so. Da wurden unterschiedliche christliche ( griechisch, russisch, etc ) + islamische + jüdische "Glaubensführer" + Vertreter von Stammesreligionen, Buddhisten und weiß der Teufel was noch, zum gemeinsamen Gebet in den Vatikan geladen. Und das hat auch statt gefunden :)

Kommentar von AJuergen ,

Echt ? Da habe ich noch nie was von gehört . Aber das würde doch den Frieden auf der Welt dienen 

Kommentar von Chaoist ,

Das Weltgebetstreffen für den Frieden ist ein interreligiöses Treffen von hohen Geistlichen verschiedener Religionen in der italienischen Stadt Assisi, das zum ersten Mal am 27. Oktober 1986 auf Einladung Papst Johannes Pauls II.
veranstaltet wurde. In den Jahren 1993, 2002 und 2011 folgten drei
weitere. Die Weltgebetstreffen waren eine Folge der Erklärung Nostra Aetate des Zweiten Vatikanischen Konzils über die Haltung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen im Jahre 1965.

Quelle - Wikipedia : https://de.wikipedia.org/wiki/Weltgebetstreffen

Es ist genau der Weltfireden das erklärte Ziel dieser Aktionen. Leider gibt es einige fundamentalistische / erzkonservative ChristInnen die darin eine Sünde und die Anbetung des Teufels, man könnte sagen eine "satanische Messe" sehen. Begründet wird dies hauptsächlich mit dem Grundsatz, dass es nur einen wahren Gott gäbe, und alles andere sei Götzenverehrung und Teufelsanbetung. ( Weil alles was nicht von Gott ist, der inneren Logik nach vom Teufel sein muss. )

Antwort
von suziesext06, 17

solang die hohen sunnitischen Autoritäten predigen, dass man die Schiiten im Dschihad zuerst totschlagen muss, bevor die Ungläubigen dran sind - solang wird es wohl weder gemeinsames Wallfahren noch gemeinsames Beten geben.

Und zwischen Christen und Moslems? Wozu soll das gut sein? Es geht ja wohl auch nicht um das DASS, sondern WORUM man gemeinsam beten/bitten soll? Und es ginge auch zuallererst darum, was man unter BETEN gemeinsam verstehen will.

Im Islam ist Beten der Ausdruck der Unterwerfung unter ein festgelegtes Gottesbild, also ein ostentatives Glaubensbekenntnis - das gemeinschaftliche Bittgebet wie im Christentum ist im Sunniten-Islam ne reine Privatsache.

Kommentar von AJuergen ,

Ich meinte um des Friedens willen und des gemeinsam zusamen leben , uns Christen hat hat es ja gut getan . Ich komme ja noch aus einer Zeit als Evangelisch und Katholisch sich  mit Vorurteilen gegenüber Standen . komischer weise hatten aber beide Seiten die selben Vorurteile  . Habe da so meine Eigenen Erfahrungen als Kind gemacht. 

L.g

Kommentar von suziesext06 ,

ja, versteh dich schon, wäre ja schön. Aber zwischen Evangelen und Katholen gibts ja ne objektive gemeinsame Ausgangsbasis für sowas, während die sunnitischen Autoritäten eine fast krankhafte Abgrenzung der Rechtgläubigen von den Ungläubigen fordern - kein Händedruck, kein Gruss, keine Fraternisierung.

Denkbar wäre so ein gemeinsames Gebet evt mit Aleviten oder auch Sufis, die den Koran rein symbolisch/spirituell auslegen und einer verinnerlichten Religionspraxis anhängen.

Antwort
von wildcarts2, 14

Klar KANN jeder miteinander beten, aber ob er es WILL ist eine andere Frage.

Das Ev/Kat zusammengefungen hätten, wäre mir übrigens neu. Sie tun zwar so, als wären sie Freunde, sind es aber nicht.

Da Gebete nur Selbstgespräche sind, ist es sowieso egal. Und da Religionen grundsätzlich Absolutheitsanspruch erheben, können sie auch nie zusammenfinden. Damit würden sie ihren Zweck zunichte machen.

Religion wurde erfunden, um eine Volksgruppe von anderen abzugrenzen und ein Elitedenken zu erzeugen. Damit wurden Herrschaftssysteme aufgebaut.

Da jede Religion ihren eigenen Gott hat, wäre ein gemeinsames Gebet unlogisch. Viele denken, Moslems, Juden und Christen würden den selben Gott anbeten, aber das ist unsinn.

Selbst innerhalb einer Religion werden unterschiedliche Götter angebetet, auch wenn sie sich auf die selbe Quelle beziehen. Denn wenn es der selbe Gott wäre, dürfte es keine Unterschiede in dessen "Willen" geben.

Kommentar von AJuergen ,

In einem muss ich dir völlig recht geben von oben her ist es nicht gewollt sie würden ihre Macht verlieren . 

Aber unter Menschen ist das möglich zumindest bei uns Christen das habe ich selber erlebt , meine Eltern Evangelisch  sind in einer Katholisch geprägten Gegend gezogen  .  ich habe viele Freunde gefunden . Und habe mit erlebt wie die beiden Kirchen sich angenähert haben bis zum gemeinsamen Gebet  . Mal in der Ev. mal in der Kath . Kirche . Hat lange gedauert aber immerhin.

Also möglich ist viel , aber wir werde ja schon als Kinder in eine Ecke gedrängt . 

Antwort
von Eselspur, 58

Hat der Papst 1986 in Asissi gemacht und dann 1993, 2093 und 2011.
Natürlich können es auch Sunniten und Schiiten, wenn sie nur wollen!
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltgebetstreffen

Kommentar von nachdenklich30 ,

Offiziell hat der Papst eine Veranstaltung organisiert, bei der die Miglieder der unterschiedlichen Religionen jeder für sich um Frieden gebetet haben, zwar gemeinsam in Assisi, aber immer in streng getrennten Räumen. Mit dem Ziel, dem Vorwurf der Religionsvermischen von vorneherein den Boden zu entziehen.

Kommentar von Eselspur ,

Soweit ich weiß stimmt das in dieser Ausschließlichkeit nicht. Die Gebete waren sowohl getrennt als auch gemeinsam. http://www.rpi-virtuell.net/workspace/CFF7AB46-2FDA-475C-A6C7-3F92D3174C51/Krieg...

Woher hast du deine Information?


Kommentar von nachdenklich30 ,

Ich habe das damals aufmerksam verfolgt und auch die innerkirchliche Kritik zur Kenntnis genommen, die dem Papst Religionsvermischung vorwarf.
Nach meiner Erinnerung war das der Grund, dass auf ein strenges Nebeneinander geachtet wurde.

So heißt es auch in Deinem Link: "Auch diese großartigen Gebete (die der Band vollständig dokumentiert) können allerdings nicht ganz die Problematik beseitigen, dass sie letztlich doch nebeneinander und nicht miteinander gebetet wurden". (Seite 2 - Mitte)

Ich könnte mir vorstellen, dass sich im Kleinen vielleicht doch nicht alle daran gehalten haben. Aber das weiß ich halt nicht.

Kommentar von Eselspur ,

Es ist natürlich bis zu einem gewissen Grad Definitionsfrage, was "gemeinsam beten" heißt. Der Mufti hat keinen Psalm gebetet und der buddhistische Geistliche nicht eine Sure aus den Koran, stimmt. Aber wenn ich im Geiste der andacht und des Gebetes einen Menschen zuhöre, wie er in seiner Tradition betet und in der Intention übereinstimme - wenn auch nicht in seinem Wortlaut - würde ich das nicht ein "jeder für sich Beten" nennen.

Antwort
von Strassraider, 73

Zu personenabhängig. Der eine kann es sich bestimmt vorstellen (oder hat es sogar schon gemacht), der andere nicht. Aber ich bin mir relativ sicher, dass das bei den meisten nicht funktionieren wird.

Antwort
von hummel3, 41

Theoretisch ist sicher das Eine wie das Andere möglich. - Aber eben nur theoretisch. Praktisch halte ich gemeinsame Gebete nur zwischen höchst gebildeten und toleranten Einzelexemplaren der jeweiligen religiösen Gesellschaften für möglich.

Gemeinsame Gebete von Christen und Muslimen sind noch schwieriger, denn Muslime haben einen anderen Gott! - Sie beten zu dem Einen - Christen nach dem falschen Verständnis der Muslime dagegen drei Göttern. Bei solchen Grundsatzunterschieden geht kaum etwas zusammen.

Kommentar von Garfield0001 ,

beten heißt reden. und ich kann doch dann mit einem Moslem beten - er zu seinem und ich zu meinen Gott :-)

Kommentar von hummel3 ,

Wenn du es besser zu wissen glaubst, probiere es doch einfach aus!

Kommentar von KaeteK ,

Würde ich niemals machen - Man kann nur einem Herrn dienen..Der Islam ist nicht von Gott...

Kommentar von AJuergen ,

Ja so könnte es doch gut Funktionieren . Manchmal habe ich den Eindruck , die Menschen würden es aber die Glaubens Führer nicht , um ihre Macht nicht zu verlieren 

Kommentar von Nunuhueper ,

Garfield, Du bist für den Muslim ein unreiner Kafir, er würde das nie zu lassen.

Antwort
von Nunuhueper, 24

Nein, deshalb gibt es ja verschiedenen Religionsgemeinschaften. 

SIe separieren sich aufgrund ihres unterschiedlichen Gaubens.

Gemeinsamkeiten sind höchstens gedanklich möglich.

Selbst das gemeinsame Abendmahl der Katholiken und Evangelischen verstößt gegen das vom Papst bestätigte Verbot. Sie tun es dennoch, eine nicht selbstverständliche Ausnahme.

Der Islam in sich ist so zerstritten, dass so etwas  nicht vorstellbar ist.

Gemeinsames Beten der Christen mit Muslimen wird von den Christen manchmal als ein Zeichen der Toleranz gesehen, Muslime aber lehnen das ab.

Kommentar von AJuergen ,

Glaubst du das sich die Menschen das ewig gefallen lassen ?Der jetzige Papst setzt ja schon viele neue Zeichen . Ist es nicht möglich das die Menschen sich die Bevormundung von oben nicht mehr gefallen lassen , und verstehen das es nur einen Gott gibt.

Dieser Papst hat sich ja sogar mit den Patriach der Ortodoxen getroffen . 

Es würde ein langer Weg sein . Aber was ist deine Meinung zerfällt eher der Glaube in sich , oder vielleicht in ferner Zukunft mal .
 

L.g 

Kommentar von Nunuhueper ,

So Gott will oder Inshallah

Antwort
von nachdenklich30, 23

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

1. Kor 13,13:

Es bleiben Glaube, liebe und Hoffnung, diese drei. Am wichtigsten davon aber ist die Liebe.

Von den Glaubensprinzipien her können die unterschiedlichen Gläubigen im Grunde nicht miteinander beten. Die Unterschiede sind eigentlich zu groß.

Von der Liebe her können sie es. Denn es gibt Wichtigeres als den Glauben: Die Liebe.

Kommentar von AJuergen ,

Die Liebe scheint uns aber  zu Trennen . im Konfirmanden haben wir mal gelernt , ersetzt das Wort Liebe mit Jesus .
Wenn Jesus aber Liebe ist und Gott und Jesus eins . Trennt uns da nicht zu viel den anderen Glauben gegenüber . Wenn dem so ist , könnten wir aber doch Trotzdem zusamen Beten , jeder an das was er Glaubt , und lassen dann den Gott entscheiden wer richtig oder Falsch glaubt . das müssen wir ja nicht entscheiden aber zusammen Beten heißt ja auch zusammen Leben . 

Der Glaube ist das eine und ich möchte es noch erweitern die Kirchen und alle Herscher über  Glauben sind das andere .

Und da hast du völlig recht , die Liebe ist das andere und die könnte alles überwinden .

LG.

Kommentar von nachdenklich30 ,

Für mich ist 1. Kor 13,13 eine zentrale Bibelstelle.

Sie macht in der Aufzählung deutlich, wie wichtig der Glaube ist.

Darum lohnt es sich, um den richtigen Glauben zu streiten.

Und es ist einerseits gut, dass die Kirchen das auch immer wieder getan haben. Da darf man dann auch ehrlich zu all dem stehen, was uns im Glauben trennt und muss dies nicht verheimlichen.

Und doch heißt es ein paar Verse vorher: Selbst wenn Ihr mit Eurem Glauben Berge versetzen könntet, wäre dieser tolle Glaube ohne die Liebe völlig sinnlos, überflüssig und schädlich.

Paulus sagt: Auch der Glaube hat noch eine Instanz über sich, und das ist die Liebe.

Das setzt für das gemeinsame Gebet eine Beziehung der Betenden voraus. Es gibt keine Liebe ohne solche Beziehung.

Und dann die Erkenntnis: Gott hat nicht die Christen oder Juden geschaffenm, sondern die Menschen. Gleichberechtigt ohne auf das Geschlecht zu achten. Und ich sehe nicht ein, warum nicht Menschen als Ebenbilder des einen Gottes in Liebe miteinander beten können sollen.

Antwort
von h3nnnn3, 45

du kannst auch mit nem einhorn beten, wenn du eins auftreiben kannst.

die barriere existiert einzig und allein im kopf und kann nur durch bildung überwunden werden.

Antwort
von KaeteK, 23

Ein Christ betet nicht zu einem Götzen - Mehr muß man dazu nicht sagen. lg

Kommentar von AJuergen ,

Wie meinst du das ? Allah und Gott sind doch die selbe Person , oder sehe ich dass Falsch 

Kommentar von 3plus2 ,

Das ein Engel einen Analphabeten den Q. gelehrt haben soll, wie soll der das behalten und noch aufschreiben, wie

Kommentar von suziesext06 ,

um diesen Transfer glauben zu können, da muss einer schon seine Verstandeskräfte samt aller Plausibilitätskontrollen endgültig auf "offline" geschaltet haben, nicht wahr? So n Glauben geht wohl nur bei Kleinkindern oder sehr realitäts- und bildungsfernen Leuten, und man muss natürlich ständig mit allen nur möglichen Höllenqualen drohen im Fall einer das alles doch so nicht so recht glauben kann.

Kommentar von KaeteK ,

Nein, Allah ist nicht der Gott der Christen, sondern nur ein Götze. lg

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