Frage von Deathinity, 70

chemische Rechnung (Mol-Rechnung)?

Den ersten Teil verstehe ich, aber wie berechne ich das Volumen? Hier die Aufgabenstellung:

Elementarer Wasserstoff kann durch Reaktion von Zink mit Salzsäure (HCl) hergestellt werden. Als Nebenprodukt entsteht Zink(II)Chlorid. Wie viel Gramm Wasserstoff entsteht aus 100g Zink? Wie viel mol sind das? Welches Volumen nimmt dieses Gas ein?

ca 3 g wasserstoff und ca 1,5 mol wasserstoff.

aber wie berechne ich das volumen? sind es nicht 22,4l ?

Antwort
von PeterKremsner, 67

Wasserstoff hat als Dichte: 0.0899 kg/m³

Somit ist dein Volumen: V = 0.003kg/0.0899 kg/m³ = 0.03337 m³ = 33.37dm³ = 33.37l bei 273K

Du kannst natürlich auch mit der Molaren Dichte rechnen.

Kommentar von Deathinity ,

die dichte ist aber nicht gegeben, aufgabe muss ohne dichte berechnet werden. angeblich kommen ca 34,25l raus.

Kommentar von PeterKremsner ,

Dann weis ichs leider nicht.

Wir hatten in der Schule zwar auch solche Angaben aber da wurden bestimmte Parameter einfach vorausgesetzt dass man sie kennt, bzw nachschlagen kann.

Wie gesagt mir würde nur noch das Molare Volumen einfallen.

Kommentar von Deathinity ,

man nimmt die mol anzahl ca 1,5 und muötipliziert diese mal 22,4

Kommentar von PeterKremsner ,

Dann rechnest du über das Molare Volumen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Molares_Volumen

Expertenantwort
von vach77, Community-Experte für Chemie, 70

Welches Volumen das Gas einnimmt, kanst Du ohne weitere Angaben nicht berechnen.

PeterKremsner hat (richtigerweise) die Dichte zur Lösung verwendet, aber diese ist nicht gegeben.

Du willst das molare Volumen Vm verwenden, aber das ist auch nicht gegeben. Dieses muss übrigens nicht Vm = 22,4 L/mol sein. Bei Zimmertemperatur wäre Vm = 24,5 L/mol.

Kommentar von Deathinity ,

es sind die idealen bedingungen, also 22,4l/mol. man muss die ca 1,5 mol H2 mit den 22,4l/mol multiplizieren. dann bleibt nur ca 34,25 mol über.

Antwort
von Matz84, 28

Man kann, gerade in der Schule, bei solchen Aufgaben eigentlich immer idealas Gasverhalten annehmen (wenn es nicht extra anders verlangt wird).

Beim idealen Gas ist es egal welcher Stoff vorliegt, denn eine bestimmte Stoffmenge (nicht Masse!) nimmt immer dasselbe Volumen ein. Dabei ist dies aber noch abhängig von Temperatur und Luftdruck.

Die ideale Gasgleichung lautet: V=n*R*T/p (V Volumen, n Stoffmenge, p Druck, T Temperatur, R universelle Gaskonstante).

Berechnet man das Volumen für bestimmte Werte von T und p bei n=1mol, ergeben sich folgende Werte für das molare Volumen:

p= 101,325 kPa und T=273,15K (0°C): V=22,4 l/mol (Normbedingungen)

p= 1 bar und T=273,15K (0°C): V=22,7 l/mol (Standardbedingungen IUPAC)

p= 101,325 kPa und T=298,15K (25°C): V=24,5 l/mol

p= 1 bar und T=298,15K (25°C): V=24,8 l/mol

Was davon gewählt wird kommt in der Praxis, wenn man es richtig rechnen will, natürlich auf die vorhandenen Bedingungen (vorliegendes T und p) an (Volumen über die ideale Gasgleichung berechnen).

In der Schule ist es meist üblich, wenn überhaupt keine extra Angaben vorliegen, die Normbedingungen (22,4 l/mol) zu verwenden. Im Zweifelsfall nochmal nachfragen, was bei euch üblich ist.

Dir soll aber bewusst sein, dass das molare Volumen eines idealen Gases immer von T und p abhängt, rechnest du mit einem anderen T und p (und gibst die Werte an), ist das genauso richtig (für dieses T und p).

Und auch wenn die Dichte des Gases (Masse pro Volumen) angegeben ist (wie bei einer anderen Antwort), so ist auch die natürlich abhängig von der Temperatur und der angegebene betrag lässt sich nicht universell verwenden.

Bei dir wäre das Volumen dann bei idealem Gasverhalten und Normbedingungen bei n=1,5 mol:

V=1,5 mol * 22,4 l/mol = 33,6 l

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community