Frage von goltf, 46

Chemie: warum Lithium als Elektrodenmaterial?

Lithium soll laut den Chemiebüchern ein interessantes/ hervorragendes Elektrodenmaterial für den Minuspol in Batterien sein, da es von allen Metallen das niedrigste Elekrodenpotenzial (-3,04) und die kleinste Dichte (0,53) hat. Doch warum genau eignen sich eine kleine Dichte und ein niedriges Elektrodenpotenzial?/ warum wären ein höheres Potenzial und eine höhere Dichte nicht angemessen für Batterien? LG

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von PWolff, 17

Die Energie, die eine galvanische Zelle abgeben kann, ist (bis auf innere Verluste) das Produkt aus ihrer Spannung und der Ladung, die sie umsetzen kann.

Für die Spannung einer galvanischen Zelle kommt es auf die Differenz der (Redox-)Potentiale der beiden Elektroden an. Je höher das Potential der einen und je niedriger das der anderen Elektrode ist, desto größer die Spannung.

Die umsetzbare Ladung ist proportional der Anzahl der Ionen mal Anzahl der ausgetauschen Elektronen - für jede Elektrode auszurechnen; das Minimum hiervon bestimmt die umsetzbare Ladung.

Zum Thema Dichte hat Bevarian schon einiges gesagt.

Allerdings müsste man zum Vergleichen die Dichte von Lithium mal der Anzahl der ausgetauschten Ladungen (1, da Li -> Li⁺ + e⁻) vergleichen mit z. B. der Dichte von Magnesium mal der Anzahl der hier ausgetauschten Ladungen (2, da Mg -> Mg²⁺ + 2 e⁻), also 0,53 * 1 mit 1,74 * 2.

Offensichtlich hat auch hierbei Lithium immer noch die Nase vorn.

Antwort
von Chefelektriker, 28

Schaue Dir die elektrochemische Spannungsreihe an,die erklärt vieles.

Antwort
von Bevarian, 16

Da das Lithium verbraucht wird, muß möglichst viel in die Batterie reingsteckt werden, damit sie lange genug hält - und das ohne, daß die Batterie soviel wiegt wie ein Bleiakku...

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten