Hier ein paar grundlegende Informationen über Enzyme (die in dieser Form nicht bei Wiki oder sonstwo im Web stehen).
Enzyme sind Eiweißmoleküle, die in der Lage sind, chemische Prozesse zu katalysieren (zu beschleunigen). Man nennt sie deshalb auch Biokatalysatoren. Enzymkatalysierte Reaktionen werden als biochemische Reaktionen bezeichnet.
Um ihre Wirkung entfalten zu können, sind an die Proteine oft noch Metallionen oder andere niedermolekulare Stoffe gebunden. Der hochmolekulare Proteinanteil des Enzyms wird Apoenzym genannt, der niedermolekulare Coenzym. Das zusammengesetzte, funktionsfähige Enzym heißt Holoenzym.
Enzyme kommen im Organismus entweder im Zellplasma oder an Membranen gebunden vor. In geringen Mengen sind sie auch in Körperflüssigkeiten enthalten. Im menschlichen Körper treten sie zum Beispiel bei Krankheiten oft gehäuft in den extrazellulären Flüssigkeiten auf, weil zerstörte Organzellen sie freigesetzt haben. In einer menschlichen Leberzelle sind stets mehrere hundert verschiedener Enzyme aktiv, insgesamt circa 50 Millionen.
Die Regulierung des gesamten Stoffwechsels beruht letztlich auf der Aktivierung, Hemmung und Steuerung von Enzymen sowie ihrer spezifischen Hemmstoffe (Inhibitoren).
Enzyme können chemische Reaktionen beschleunigen, indem sie sich vorübergehend mit einem bestimmten chemischen Stoff (Substrat genannt) oder mehreren davon verbinden. Das Holoenzym hat nämlich eine räumliche Form, welche zur Form eines Substrates oder mehrerer davon passt wie ein Schloss zum Schlüssel. Enzyme stellen also ihren Substraten vorübergehend eine Oberfläche bereit, welche eine ganz bestimmte Reaktion begünstigt. Diese Reaktion kann zum Beispiel die Spaltung eines Moleküls sein, etwa die Spaltung eines doppelten Zuckermoleküls wie Saccharose (ein Traubenzucker-Fruchtzucker-Molekül):
Enzym + Saccharose (hier auch Substrat genannt) ergibt zunächst einen Enzym-Substrat-Komplex , dieser zerfällt rasch wieder und das Enzym geht unverändert aus der Reaktion hervor. Übrig bleiben zwei Spaltprodukte (einfach als Produkte bezeichnet), nämlich Traubenzucker und Fruchtzucker.
Da das Enzym unverändert aus der Reaktion hervorgeht, kann ein einzelnes Enzym kann also eine sehr große Anzahl von Molekülen umsetzen, bevor es seine Wirkung verliert. Enzyme dieser beschriebenen Art werden Hydrolasen genannt (die Endung „–ase“ ist für alle Enzyme kennzeichnend). Zuckerspaltende Enzyme heißen Amylasen, Eiweiß spaltende Proteinasen, Fett spaltende Lipasen und Nukleinsäure spaltende Nukleasen.
Andere Enzyme können beispielsweise - Moleküle zusammenfügen. Dazu benötigen sie im allgemeinen zusätzliche Energie, die sie aus der Spaltung eines ATP-Moleküls beziehen (siehe Skript). Man bezeichnet solche Enzyme als Ligasen (verbindende Enzyme) - Moleküle in eine andere Form umwandeln: Isomerasen - Von Molekülen eine funktionelle Gruppe abspalten: Lyasen - funktionelle Gruppen von einem Molekül auf ein anderes übertragen: Transferasen - Moleküle oxidieren oder reduzieren (Elektronen entziehen oder hinzufügen): Oxireduktasen
Man unterscheidet zwischen Wirkungsspezifität, also der speziellen Wirkung des Enzyms auf sein Substrat, und der Substratspezifität, d. h., seine genaue Passform zum Substrat. Die meisten Enzyme sind sehr spezifisch in der Wirkung, haben aber nicht unbedingt auch eine hohe Substratspezifität. Bis heute sind von den im menschlichen Organismus vermuteten rund 12 000 Enzymen circa 3000 näher bekannt und beschrieben.
Die katalytische Wirkung der Enzyme beruht auf dem Umstand, dass organische Moleküle (Kohlenstoffverbindungen) zwar grundsätzlich miteinander reagieren können, jedoch sich zumeist schon in einem recht stabilen Zustand befinden, der eine spontane Reaktion zunächst einmal verhindert. Obwohl die oben beschriebene Spaltung eines Doppelzuckers zum Beispiel energetisch durchaus möglich ist, kommt sie nur zustande, wenn sich in einer ganz bestimmten Weise das Wasser dabei anlagern kann. Es muss also erst ein bestimmter Zwischenzustand eingenommen werden, um die Sache weiterlaufen zu lassen. Dieser Zwischenzustand stellt sich normalerweise aber nur sehr selten ein.
Soll die Spaltung zahlreicher Doppelzuckermoleküle nun vorsätzlich herbeigeführt werden, so muss zunächst einmal eine bestimmte Menge an Energie, die so genannte Aktivierungsenergie, hinzutreten, um diesen Zwischenzustand mit hoher Wahrscheinlichkeit erreichen zu können. Eine Zufuhr an Energie erhöht ja bekanntlich die Geschwindigkeit der beteiligten Reaktionspartner und ermöglicht somit das Zustandekommen auch von vielen günstigen Ausgangslagen. Durch die exakt passende Oberfläche des Enzyms wird es nun aber nicht mehr notwendig, an Aktivierungsenergie viel aufzuwenden. Die räumlich günstige Zwischenposition für die Spaltung wird auch so erreicht.
thx das ist mal ein anfang
Frag einfach weiter, ich hab noch viel Zeug davon. Kommt grad in der chemie Olymp dran :P