Frage von DerEchteMarcel, 377

Chemie Landwirtschaft pro u contra?

Hallo, hab bald ein chemie referat und möchte was über die pro und contra argumente bei der chemie in der landwirtschaft nennen. Leider findet man nicht allzu viele im Internet. Wäre nett wenn ihr ein paar Pro o. Contra Argumente hier nennen würdet! Danke :)

Antwort
von Agronom, 293

Düngemittel:

Chemisch synthetische Dünger haben immer einen genauen Anteil an Nährstoffe, daher kann man gezielt auf den Bedarf der Pflanzen düngen. Damit kann man Unterversorgung und damit einhergehende Ertragsminderung minimieren, gleiches gilt für Überdüngung und damit Verluste an Nährstoffen, die dann in unerwünschter Form in Grundwasser, Oberflächengewässer oder die Luft gelangen. Der letzte Punkt kann aber genauso auf chemische Dünger zutreffen, wenn dort über den Bedarf gedüngt wird.

Sie sind einfach und verlustfrei zu Lagern und ebenfalls einfach auszubringen. Wirtschaftsdünger sind genauso wie ihre Nährstoffzsuammensetzung auch in ihrer Konsistenz variabel, was die gezielte Ausbringung erschwert.

Die Nährstoffe sind direkt verfügbar, bei Wirtschaftsdüngern hingegen sind häufig große Teile der Nährstoffe organsich gebunden und werden erst durch mikrobiologischen Abbau pflanzenverfügbar, die Dauer hängt dann von der Witterung ab und so kann man nicht genau gewährleisten, dass sie auch verfügbar sind, wenn sie von den Pflanzen benötigt werden.

Wenn auf Wirtschaftsdünger verzichtet wird, so muss man stärker auf den Erhalt des Humus achten und z.B. immer Pflanzenreste in den Boden einarbeiten.

Pflanzenschutz:

Der chemisch Pflanzenschutz erlaubt schnelle effektive Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten. Damit geht einher, dass in engeren Fruhtfolgen nur "wirtschaftlich wertvolle" Pflanzen angebaut werden können (cash crops) und man sich auf die ertragsstärksten Sorten konzentrieren kann. Dieser Fall ist aber aus ökologischer Sicht negativ zu bewerten, da so die Agrarökosysteme durch mangelnde Artenvielfalt geschwächt werden. Nachteilig können auch Nebenwirkungen auf Nicht-Ziel-Organismen sein

Falls es auf einen Vergleich von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft hinauslaufen soll, sei hier noch angemerkt, dass chemischer Pflanzenschutz ebenfalls im ökologischen Anbau stattfindet: www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/04_Pflanzenschutzmittel/psm_oekoliste-DE.pd...

Kommentar von DerEchteMarcel ,

Danke dir :)

Antwort
von autmsen, 192

Gibt massenweise Pro und Contra. 

Ich habe jetzt mal in die Suchmaske des Browsers eingegeben

chemie in lebensmitteln

Kannst Du auch bei youtube als Suchabfrage nutzen. Da kannst Du dann auch noch vor der Abfrage hinschreiben

arte 

3sat

und bekommst jeweils noch andere Videos angezeigt. 

Richtig ist natürlich dass hier ein anderes Oberthema vorherrscht. Es werden aber viele Bilder gezeigt die Chemie in der Landwirtschaft erst nötig machen bzw. womit die Produktion und Nutzung gerechtfertigt wird. 

Im Archiv von dradio wirst Du sicherlich auch reichlich fündig und findest da dann auch Quellenangaben. 

Wenn Du auf die Idee kommen solltest kurze Ausschnitte oder auch nur Bilder aus dem Netz nutzen zu wollen - es gibt immerhin auch reichlich Graphen dazu und Tabellen mit guter Aussagekraft - 

dann beachte bitte:

Auch einzelne Bilder unterliegen dem Copyright. Eine Nutzung wird aber in der Regel auf Nachfrage für schulische Zwecke erlaubt. 

Bitte immer Quelle nennen. Reicht in einem Referat wenn diese am Ende schriftlich genannt werden. 

Och, ich sehe gerade auf youtube, wenn vor die Abfrage 

telekolleg 

eingegeben wird kommen Videos die Du gut gebrauchen kannst. Denn sie sind anerkannter Unterricht zu einem beachtlichen Teil. 

Du kannst zu jedem Fach und jedem Thema so vorgeben wie von mir beschrieben und wirst reichlich fündig. Bis weit nach dem Abitur. 

Antwort
von Maarduck, 179

Ein Contraargument ist die Verunreinigung des Düngers, vor allem Phosphate, mit Uran.

http://www.umweltinstitut.org/themen/radioaktivitaet/radioaktivitaet-und-gesundh...

Heute muss davor gewarnt werden, dass der 2011 eingeführte Grenzwert von 10 µg Uran pro Liter Trinkwasser nicht mehr eingehalten werden kann. Schuld daran ist der fortwährende Einsatz von Mineraldünger in der Landwirtschaft, im Gartenbau, auf Grünflächen oder in Schrebergärten. Phosphathaltige Düngemittel und auch gekaufte Blumenerde können zum Teil erhebliche Mengen an giftigem Uran enthalten.

Ein Proargument: Durch den Einsatz von Mineraldünger (vor allem Erdalkalioxide) konnte das Waldsterben weitgehend eingedämmt werden. Während der Einsatz von Gülle (in der Landwirtschaft) die Böden immer mehr versauern lässt.

Kommentar von DerEchteMarcel ,

Danke dir :)

Antwort
von OOEler, 161

Pro: mehr Ertrag => mehr Nahrung auf weniger Fläche
Contra: evtl. Gesundheitsschädlich, jedoch nicht wahrscheinlich, da gesundheitsschädliche Dünger und Pestizide schnell vom Markt genommen werden

Kommentar von DerEchteMarcel ,

Danke :)

Kommentar von OOEler ,

bitte

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