Frage von TraumfaengerxD, 21

Chemie: Hilfe bei Elektronegetivität und Verbindungen?

Hallo Community,

ich gebe Chemienachhilfe für eine Freundin, aber ihre Aufgaben heute überfordern mich total, weil ich das Thema nicht richtig verstanden habe, als ich es hatte. Also, es geht darum, dass sie eine Arbeit schreibt über Elektronegativität und chemische Bindungen. Aber die Bindungen sind viel zu kompliziert. Im Internet habe ich auch schon recherchiert, aber keine Antwort gefunden. Es geht um Aluminiumhydrogensulfat. Ich habe dazu die Formel Al(HSo4)3 [also die Zahlen unten] gebildet. Aber ich bin mir nicht sicher ob das stimmt. Dafür bin ich zu 90% sicher das diese Verbindung ein Salz ist und daher eine Ionenbindung ist. Stimmt das soweit? Das Problem ist, dass sie als nächstes angeben soll, in was für Ionen die Ionenverbindung zerfällt, wenn sie in Wasser gelöst werden. Was ist damit gemeint!?

Und könnte mir vielleicht netterweise noch jemand sagen, was von CaF2 ; HI ; Salpetersäure ; O3 : Magnesiumnitrid ; Fluorwasserstoff ; SO2 ; Galliumoxid ; Kohlenstoffmonooxid ; NH3 ; Ammoniumhydrogenphosphat ; Phosphorpentachlorid und Tetrachlormethan Moleküle sind? Ich steige durch diese Verbindungen nicht mehr durch. Bitte helft mir! Echt, wär euch auf ewig dankbar.

[Das ist übrigens keine Hausaufgabe.]

Liebe Grüße und vorläufiges Danke

TraumfaengerxD

Antwort
von Glycin94, 21

Ist doch ganz klar die Aufgabe: In welche Ionen dissoziert das Salz.

Das ist einmal Hydrogensulfat und Aluminium-Kation (um es mal einfach auszudrücken, für hier reicht es). Diese besitzen in Lösung zudem eine Solvathülle, hier in Wasser eine Hydrathülle. Zudem wird Enerige benötigt, um das Gitter des Ions zu brechen (Gitterenergie), Hierbei wird aber auch Energie frei, wenn sich die Wassermoleküle um die Ionen legen, die Hydratationsenergie.

Um zu ermitteln, ob es sich um ein Molekül handelt, oder um eine Ionenverbindungen, so ist eine kleine Faustregel hilfreich. Ist die Elektronegativitätsdifferenz zwischen zwei unterschiedlichen Elementen größer als 1,7 , so kann man von einer Ionenverbindung ausgehen. Alles kleiner als 1,7 dementsprechend eine (polare) Atombindung (H-Cl z.B.). Für 0 gilt eine Atombindung, immer zwischen zwei gleichen Elementen (C-C, H-H).

Als Beispiel Calciumfluorid CaF2:
EN (Ca) = 1,0    EN (F) = 4,0      Differenz: 3,0

Somit kann man von einer Ionenverbindung ausgehen.
Die Faustregel ist nur oberflächlich und es gibt viele Ausnahme, besonders bei den Nebengruppen. Doch für einfache Verbindungen kann man sie anwenden.
Als weitere Stütze sei gesagt, dass Metalle (I,II Hauptgruppe außer H2) mit Nichtmetallen so gut wie immer Ionenverbindungen eingehen.

Versuch mal die anderen Beispiele zu lösen und wir schauen mal drüber. :)

Kommentar von TraumfaengerxD ,

Super, danke. Ich dachte das wäre viel komplexer. Aber so wie du es beschreibst, hört es sich total leicht an. Ich versuche den Rest nochmal. Danke :-)

Antwort
von Datbob, 14

Aluminiumhydrogensulfat zerfällt stufenweise; zunächst in Al(3+) und HSO4(-) (schweflige Säure) und dann mit Wasser in H3O(+) und SO4(2-).

Den zweiten Teil verstehe ich nicht genau? Was willst Du über die Verbindungen wissen?

Expertenantwort
von vach77, Community-Experte für Chemie, 21

Deine Vermutung im 1. Abschnitt stimmt. Wenn Du Natriumsulfat gehabt hättest, dann hättest Du in wässriger Lösung frei bewegliche (hydratisierte) Natrium- und Sulfationen. Wie ist es dann in dem Fall, auf den sich Deine Frage bezieht?

Zum 2. Abschnitt solltest Du Recherchen im Internet anstellen. Gebe bei google einfach ein

ammoniak bindungsart

und dann jeweils einzeln die anderen Verbindungen.

Ich hoffe, dass Du jetzt "groß" bei Deiner Freundin ankommst.

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