Frage von marilein91, 54

Chef will Resturlaub auszahlen, obwohl ich das nicht will?

Hallo zusammen :)

Ich habe kurzfristig eine wichtige und notwendige OP am 15.12. wodurch ich 1-2 Wochen danach krankgeschrieben sein werde.

Eigentlich hätten wir ab dem 21.12. Betriebsferien, also Urlaub. Die Tage würden ich dann ja zurück bekommen wegen der Krankmeldung.

Jetzt kam die zuständige Mitarbeiterin (Frau vom Chef wohlbemerkt) zu mir und meint mir die ersten 3 Tage (21.,22.,23.12.) vorzuschreiben und zwar soll ich am 02.12. frei nehmen weil da Maler kommen und am 13.und 14.12. zwei Tage vor der OP, am 12.12. soll ich aber noch arbeiten kommen.

Habe dann gefragt ob es nicht sinnvoller ist ab dem 12.12. komplett frei zu nehmen, weil es ja blöd ist für den einen Tag dann arbeiten zu kommen. Ihre Antwort: "nee, dann kannst du ja noch Sachen abschließen vor den Betriebsferien" .. kann ich am Freitag davor doch auch?!

Und sollte ich wirklich 2 Wochen krankgeschrieben sein, will mein Chef mir die dann noch anfallenden 4 Tage auszahlen. Ich sagte dann dass ich bei all den Abzügen doch nichts davon übrig halte und ich sie lieber mit ins neue Jahr nehmen möchte. Daraufhin meinte Sie "nein das wollen wir nicht".

Ich bin stinksauer. Das ganze Jahr 2016 hatte ich exakt 1 Woche am Stück Urlaub, alles andere wurde immer und immer abgelehnt aus den unterschiedlichsten Gründen. Und jetzt das !

Und meine 2 Wochen für Juli 2017 wurde auch jetzt bereits abgelehnt weil wir streng genommen da Urlaubssperre haben da wir ein Saisonbetrieb sind. Alle anderen haben da aber immer Ausnahmen und kriegen in der Saison frei.

Mein Chef stellt sich stur vermutlich, anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Ich habe einen Partner für den ich frühestens in 2 JAHREN wohlbemerkt meinen Job hier kündigen muss und wegziehe, da er 180 km entfernt wohnt. Und das passt ihm natürlich nicht weil ich seine beste Mitarbeiterin bin.

 

 

Antwort
von FrauFanta, 12

Man hat einen gesetzlichen Anspruch auf 2 Wochen zusammenhängenden Urlaub. Allerdings:Du hast keinen Anspruch darauf, Urlaub mit ins neue Jahr zu nehmen. Die Regelung das bis 31.3 Urlaub genommen werden kann, ich eine kann - Regelung, keine Verbindlichkeit

Antwort
von CharaKardia, 40

Wenn es aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, den Urlaub bis zum Jahresende zu nehmen, dann ist Auszahlen sicher die bessere Alternative, als ihn völlig entschädigungslos zum Jahreswechsel zu verlieren. Im Einzelfall kommts natürlich darauf an, was dein Arbeitsvertrag sagt. Mancherorts kann man ihn auch bis zum März des Folgejahres oder unbefristet mitnehmen.

Kommentar von 1234swen ,

Wenn es aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, den Urlaub zu nehmen, wird der nicht gestrichen, sondern ins nächste Jahr übernommen. Außerdem ist aus betrieblichen Gründen den Urlaub nicht zu genehmigen, seeeehr schwer nachzuweisen, denn Urlaub des Arbeitnehmers ist das Risiko des Arbeitgebers.

Kommentar von marilein91 ,

die OP ist halt kurz vor unseren Betriebsferien sodass ich sie danach nicht mehr nehmen kann, da das Jahr dann vorbei ist.

Daher werden die Urlaubstage ja gutgeschrieben weil ich nach der OP 1-2 Wochen krankgeschrieben sein werde. Die 3 Tage der 2. Woche will er mir nun vorschreiben wie und wann ich sie in den nächsten Wochen nehmen soll. und die 4 Tage die ja bishe rnur mit ? anfallen will er auszahlen und nicht mit übernehmen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn es aus betrieblichen Gründen nicht möglich ist, den Urlaub bis zum Jahresende zu nehmen, dann ist Auszahlen sicher die bessere Alternative, als ihn völlig entschädigungslos zum Jahreswechsel zu verlieren.

Wie 1234swen schon richtig geschrieben hat, darf Urlaub, der aus dringenden betrieblichen Gründen im Anspruchsjahr nicht genommen werden konnte, ins Folgejahr übertragen werden; das gilt auch für Urlaub, der wegen Erkrankung nicht mehr rechtzeitig genommen werden kann!

Eine Auszahlung von Urlaub ist nur dann erlaubt, wenn er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr genommen werden kann.

Antwort
von MKausK, 34

Nein Urlaub steht dir zu...nur aus Überstunden angehäufte Urlaubstage darf er auszahlen...Urlaub dient der Gesundheit .

Kein Urlaub = Körperverletzung

Antwort
von kordely, 9

Dein Chef will nicht, dass du kündigst. Denn du sollst darüber sprechen, dass du wegen seiner Hartnäckigkeit kündigen willst. Wenn er dich anwenden will, dann musst er mehr dir gestatten. Wenn du das nicht willst, dann wirdt du kündigen, und wenn er damit nicht einverstandet wird, dann wirst du streiken.

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