Chef will mich zwingen Aufhebungsvertrag zu Unterzeichen. Was soll ich machen?

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7 Antworten

Warum solltest Du einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen? Ignorier das.

Wenn Dein Chef Dir droht, Dich im September nicht zu beschäftigen, weil er keine Arbeit für Dich hat, kannst Du das vergessen. Egal ob Dein AG Dich arbeiten lässt oder nicht, er muss Dich bezahlen.

Teil Deinem Chef unmissverständlich mit (schau dass es Zeugen gibt, erspart Ärger) dass Du Deinen Arbeitsvertrag erfüllen und im September noch arbeiten willst.

Gibt er Dir dann nichts zu tun, befindet er sich nach § 615 BGB in Annahmeverzug. Er muss Dich dann so bezahlen als hättest Du gearbeitet. Minusstunden kann es nicht geben, nachgearbeitet muss auch nicht werden und eine Verrechnung mit evtl. noch vorhandenen Urlaubsansprüchen geht überhaupt nicht.

Sollte der AG sagen, er hätte keine Arbeit und würde Dich sonst gerne arbeiten lassen, kannst Du ihm den § 615 BGB nennen und ihm auch mitteilen, dass das Betriebsrisiko bei ihm und nicht bei Dir liegt und er Dich also so oder so nach den Vereinbarungen im Arbeitsvertrag bezahlen muss.

Bei so einem "netten" Chef, solltest Du Dein Arbeitszeugnis nach Erhalt aber unbedingt prüfen lassen. Nicht dass der "Herr" sich hier noch rächen möchte.

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Wenn du selbst kündigst oder einen aufhebungsvertrag unterzeichnest, wirst du für 3 monate beim arbeitsamt gesperrt. Am besten wäre es, wenn du mit ihm sprichst, dass er dir eine kündigung ausstellt. Das wird er aber wahrscheinlich nicht machen, da du ansonsten noch evtl ein recht auf abfindung hast, und so wie du deinen chef beschreibst, wird er dir das nicht geben wollen, auch wenn du ihm sagst, dass es dir darum nicht geht sondern rein darum, dass du nicht 3 monate für leistungen beim arbeitsamt gesperrt bist. Weil sagen kann man ja viel und du könntest es dann beim arbeitsgericht einfordern.

Was ich persönlich dir empfehlen würde, nicht kündigen, nicht den aufhebungsvertrag unterschreiben, sondern krank schreiben lassen. Irgendwann wird er dich krankheitsbedingt kündigen müssen. Und du bekommst die ganze zeit geld und krankengeld nach 6 wochen. Ein nachteil an dieser sache ist aber, dass sich dies bestimmt nicht positiv auf dein arbeitszeugnis auswirkt, aber das wird wohl so oder so schlecht ausfallen? Hier müsstest du dann vor gericht klagen falls es negativ ist, oder, dir dein zeugnis fälschen, oder den lebenslauf fälschen und schreiben du bist noch beschäftigter, denn dann hat man noch kein zeugnis, und nach einstellung verlangen sie es in der regel nicht mehr wenn du schon im neuen betrieb arbeitest.

Ja oft ist es nicht so leicht weil es oft unverschuldet negative dinge nach sich ziehen kann für die man nichts kann.

Ein beispiel von mir, ich arbeitete 14 a 6 tage die woche täglich. Also eine 84 stunden woche. Nach etwa 3 jahren wurde es mir zu viel und nach längeren diskussionen mit meinem vorgesetzten kündigte ich schließlich, da sich an meinen arbeitszeiten nichts änderte.

Er war darauf so sauer, dass er falsche dinge in mein arbeitszeugnis schrieb. Zum beispiel der satz "kam zumeist pünktlich". Das bedeutet im prinzip ich wäre einige male zu spät erschienen, was eine lüge ist, denn ich war jeden tag 45 minuten vor arbeitszeitbeginn da. Ich informierte mich beim arbeitsgericht, 7 monate später hätte die verhandlung sein sollen. Für mich ein unding, denn mit solch schlechtem gelogenem zeugnis konnte ich mich nicht bewerben. Und mir dauerte es zu lange bis zur verhandlung. Was will man also machen? Man muss schon fast als ehrlicher mensch straftaten (z.b. Urkundenfälschung) begehen, nur um das arbeitszeugnis auf korrekte sachverhalte abzuändern...und 3 monate überbrücken nochdazu durch die sperrung. Und 4 monate dauerte die herausgabe des zeugnisses überhaupt. Wenigstens ging das unternehmen etwa 1 jahr später in insolvenz :) 

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Unterzeichnete Verträge sind gültig. Willst du einen nicht unterzeichnen ist er nicht gültig - zwingen darf man nicht.

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Kommentar von Mabelle25
17.08.2016, 01:58

Ich werde da auch nix Unterschreiben... Wir haben nen Arbeitsvertrag und der ist gültig.

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ich würde ab Ende August krank werden und bis dahin alles auf Sonnenschein belassen..... Burnout geht immer durch da die wenigsten Ärzte wirklich wissen wie man damit umgeht ...mit den passenden Syndomen holst du Krankenscheine für Monate damit raus..und bis Okt ist das schon gar kein Problem ! 

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Wenn du kündigst hast du eh erstmal eine Sperre was Arbeitslosengeld angeht, deshalb hättest du dich lieber kündigen lassen sollen auf ende September... 

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Kommentar von Mabelle25
17.08.2016, 01:56

Ich habe ab Oktober eine neue Stelle. Trozdem muss ich ja von etwas leben im September und ich sehe nicht ein ALG zu beantragen nur damit der Geizkragen noch paar Euros spart. 

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Niemals selbst kündigen! Lieber krankschreiben und auf Jobsuche gehen.

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Hallö ! NAtürlich was dein Chef da abzieht geht garnicht ! Aber wenn du Gehalt bekommst ist alles Perfekt. Du unterzeichnest deinen Aufhebungsvertrag nicht ! soll er doch machen was er will. Wenn du allerdings nach Stunden bezahlt wirst weiß ich auch nicht weiter :O

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Kommentar von Mabelle25
17.08.2016, 02:00

Hab ein Festbetrag :3 Egal wieviel Stunden ich mache.

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