Frage von Kersimausi76, 82

Chef verkürzt heimlich den Takt am Fließband - zulässig?

Bei meinem Mann in der Arbeit wird am Fließband gearbeitet. 14 Takte für 1 Stapler. Der Takt 30 Min. Hierbei ist keine Zeit, auch nur zur Toilette zu gehen. Der Chef, wie vermutlich überall. .. immer am treiben... " was ist los - warum geht's nicht schneller". Ein Puffer soll quasi aufgebaut werden. Dann fällt auf, daß seit Tagen oder Wochen irgendwie alles schneller läuft.

Nachfrage beim Vorarbeiter negativ. Nein, genau 30 Min. & zeigt den PC was eingestellt ist...

aber erst als eine Firma, die den Takt einstellt Klarheit gab, wurde der Vorarbeiter nervös.  Dahinter sind Sekunden angegeben, die den tatsächlichen Takt angeben sagte ein Mitarbeiter der externen Firma.

Also 1800 Sekunden für 30 min. Das wurde heimlich geändert. 3.5 min pro Takt. Den Chef darauf angesprochen... " das geht euch gar nichts an, sagt der Vorarbeiter... " Der Takt ist ja mit Videos vorab mehrfach gestoppt worden und jetzt muß jeder 16 x am Tag, jeden Takt in 26.5 Min erledigen, statt 30 !!  damit die Firma am Tag jedem Akkordarbeiter 1 Stunde mehr (schneller) aus den Rippen leiert kann? Wie soll das auf Dauer gehen? Mit noch nicht mal 35 Jahren täglich nach der Arbeit total kaputt?  Freizeit und Familie und Gesundheit systematisch kaputt gemacht. Hauptsache Profit. Drauf angeredet... wusste der Vorarbeiter natürlich nichts von der Sekunden Einstellung.

Antwort
von Othetaler, 22

Was sagt denn der Betriebsrat?

Bei Taktzeiten hat der ein gewichtiges Mitspracherecht.

Antwort
von MrMiles, 52

Freie Marktwirtschaft.

So blöd es klingt - solange die Gesetzte zu den Arbeitsumständen eingehalten werden, darf "der Chef" einstellen was er möchte. Jedem Mitarbeiter, dem sein Job nicht gefällt steht es frei, bei einer anderen Firma anzufangen.

Kommentar von Walum ,

Außer wenn der Arbeitstakt vertraglich fixiert ist. Dann reden wir über Betrug.

Kommentar von MrMiles ,

Wenn das vertragllich festgehalten wurde und der Vorarbeiter die Taktung manipuliert hat, dann ist auf jeden Fall ein Schadensersatz drinne.

Ist nur allgemein eine persönliche Frage ob man gegen seinen Arbeitgeber klagen möchte.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community