Chef der Freundin wurde vor ihr informiert?

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8 Antworten

Was sagt denn der Anwalt? 
Der Chef kann sie nicht einfach so kündigen, schon gar nicht wenn das mit dem Betrugsvorwurf nicht stimmt. Und sowieso wird der Arbeitgeber mit Sicherheit nicht von der Polizei über irgendwelche Anzeigen seiner Mitarbeiter informiert.
Ruft mal bei der Staatsanwaltschaft an und fragt da nach, ob was gegen sie anhängig ist. Aber wenn schon bei der Polizei nichts bekannt ist, wird auch hier nichts gegen sie vorliegen.
Für mich klingt das so, als hätte der sich das ausgedacht um einen Grund zu haben sie zu kündigen.

Ab vor's Arbeitsgericht mit dem Typ.

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Kommentar von Elephant91
02.08.2016, 04:38

Danke für deine Antwort. Der Anwalt sagte, er werde sich mit der Polizei in Verbindung setzen, um zu schauen ob ein Aktenzeichen gegen sie vorliegt.

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Als erstes würde ich sofort zum Arbeitsgericht gehen und eine Kündigungsschutzklage einreichen.

Zweitens würde ich mich umgehend Arbeitslos melden.

Drittens würde ich Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Unbekannt stellen.

Selbst wenn gegen deine Freundin ein Strafverfahren laufen würde, würde das keinesfalls eine Fristlose Kündigung rechtfertigen. Die Meldung beim Arbeitsamt dient nur dazu um ggf. eine längere Verfahrensdauer zu überbrücken und zur Sicherung von Ansprüchen.

Durch die Anzeige wegen Verleumdung wir der ehemalige Chef gezwungen sein zu sagen woher er von den Anschuldigungen erfahren haben will und das führt dann zu einer Überprüfung der Anrufprotokolle in der Telefonanlage. Bringt aber nichts wenn der Anrufer seine Nummer unterdrückt hat.

Am Ende wird das ganze (je nach Beschäftigungsdauer) auf eine nicht unerhebliche Abfindung hinaus laufen die teilweise auf das Arbeitslosengeld angerechnetet wird.

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Hat sich der Chef wohl ausgedacht damit er sich damit rechtfertigen kann deine Freundin fristlos zu kündigen. An eurer Stelle würde ich zur Polizei gehen und Strafanzeige stellen, da Verleumdung in Deutschland eine Straftat ist.

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Kommentar von Elephant91
02.08.2016, 04:43

Ok, Danke

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Sofort zum Arbeitsgericht und Arbeitsschutzklage einreichen, die helfen einen dort dies zu machen. Dann zur Polizei und Anzeige wegen übler Nachrede  gegen Unbekannt stellen. Die Polizei darf niemals Dritte informieren wenn eine Anzeige läuft ausser dem der sie gestellt hat.

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Das wichtigste ist zunächst einmal, Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht innerhalb von drei Wochen ab der Kündigung einzulegen. Ansonsten wird - egal wie unwirksam die Kündigung einmal gewesen sein mag - jede Kündigung mit Ablauf dieser Frist automatisch wirksam (§ 7 KSchG).

Die Klage kann man auch alleine erheben. Einen Anwalt braucht man dafür nicht. Zuständig hierfür ist das Arbeitsgericht der Arbeitsstelle. Die Klage kann man hier direkt zu Protokoll der Geschäftsstelle erheben, also den Mitarbeitern dort die Klage diktieren (keine Sorge, die helfen einem).

In der Sache stehen die Chancen hier auch ziemlich gut, dass Deine Freundin Recht bekommt. Im Regelfall ist ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs noch kein Kündigungsgrund - erst Recht nicht für eine außerordentliche Kündigung.

Wie die Sache mit Deiner Freundin zeigt kann nämlich gegen jede Person ermittelt werden, auch wenn sie komplett unschuldig ist. Zudem besteht keine Verbindung zwischen dem Ermittlungsverfahren und der Arbeit; mit anderen Worten: Das ist eine Privatsache und geht ihren Chef nichts an (auch wenn dies ein wenig davon abhängt als was Deine Freundin angestellt ist).

Darüber hinaus ist es sinnvoll, wenn Deine Freundin trotz der Kündigung dem Chef ihre Arbeitskraft anbietet, sodass er in Annahmeverzug gerät.

Viel Erfolg!

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Hallo,

eine Freundin von mir hatte vor einigen Monaten ein ähnliches Problem: Ihr Vermieter rief sie an und fragte sie, was es mit der Anzeige wegen Betruges auf sich hätte, weil dieser wohl postalisch von der Polizei um eine Aussage gebeten worden wäre. Sie selbst wusste auch von nichts, was ihr der Vermieter natürlich nicht geglaubt hat, ging zur Polizei, die ihr jedoch auch nicht weiterhelfen konnte, weil sie keine Anzeige vorliegen hatte. Soweit ich weiß, hat sich das bis heute nicht aufklären können. Sie selbst hat nie etwas von der Polizei gehört, der Vermieter hat jedoch auch kein weiteres Schreiben erhalten, dass es sich um ein Versehen handelte bzw. der Fall fallengelassen worden ist oder was auch immer da im Argen war, was freilich einen äußerst schlechten Ruf mit sich gebracht hat. Da es bei deiner Freundin um den Job geht, würde ich der Sache unbedingt auf den Grund gehen. Vielleicht könnt ihr euch an die hiesige Staatsanwaltschaft wenden, denn zumindest die müssten doch etwas Genaueres wissen.


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Sollte sich jemand hier einen schlechten Scherz erlaubt haben, dann stellt eine Strafanzeige gegen unbekannt. Die Polizei ruft doch den Chef nicht an. Vielleicht sollte er selbst mal nachfragen wer ihn von da angerufen hat.

Ansonsten solltet ihr euren Anwalt dies überlassen und auch gegen die Kündigung klagen.

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Da läuft eine schmutzige Intrige gegen Deine Freundin. Bitte das Arbeitsgericht um Aufklärung.

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