Frage von lastkings1111, 66

CFD handeln Demo vs reales Geld?

Guten morgen :)

Ich beschäftigte mich schon seit 1 1/2 Jahren mit Aktien bzw. mit Daytrading. Und am Montag hab ich mir bei Plus500 ein Demo-Konto eröffnet um dort mal meine Strategien und gelerntes umzusetzen. Naja das Fazit ist das ich gestern aus 20'000€, 20'900€ gemacht habe mit 11 trades.

Verluste hatte ich keine und jetzt zu meiner Frage: ist das Ergebnis gut oder eher "normal" oder sogar schlecht? Und was unterscheidet ein reales Konto zu einem Demokonto?

Danke bin erst 18 j. by the way

Antwort
von Cclass22, 46

Hallo,

die Frage ist eher, wie Du die 900 Euro Gewinn erzielt hast mit den 11 Trades.
Das Ergebnis ist schon sehr gut.
Allerdings musst Du berücksichtigen, dass mit einem Echtgeld-Konto auch andere Faktoren Deinen Gewinn beeinflussen.
Ganz stark spielt da Deine Psyche mit. Angst, Gier oder auch die Mut. Viele Anfänger, die bisher nur auf Demo gehandelt haben, neigen dazu im Echtgeld-Konto Ansgt zu entwickeln.
Denn beim Echtgeld-Konto geht es ja um Dein eigenes Geld und das tut schon weh.
Da ist man dann etwas emotionaler dabei und entwickelt vielleicht Angst.
Beim Echtgeld-Trading wirst Du quasi auf einer Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen.

Das Chance / Risikoverhältnis muss auch passen. Gewinne laufen lassen / vergrößern - Verluste begrenzen und minimieren. Wenn Du zum Beispiel ein Stop von 50 Euro  oder z.B auch 50 Punkte hast, dann solltest Du im Optimalfall schon 100 Euro verdienen können oder auch 100 Punkte.
Also die Chance sollte im Optimalfall größer sein, als das Risiko.

Und da wären wir auch beim Thema Risk-and Moneymanagement. Wer zu große Positionen tradet, die gar nicht für sein Konto eigentlich gut sind, kann das relativ schnell in die Hose gehen, wenn es gegen einen läuft. Deshalb sollte man eine gute Positionsgröße für sein Konto finden. Wer zum Beispiel mit 20.000 Euro sein Konto aufmacht, der sollte niemals mit alles traden oder gar mit zu großen Positionen.
Auch Dein Stop / SL solltest Du gut bestimmen. Wieviel bin ich bereit zu verlieren, wenn es gegen mich läuft? Bitte nicht den Stop nach nachziehen, weil Du die Hoffnung hast "Ach, das dreht wieder!". Man muss schon Disziplin haben und sich an seiner eigenen Strategie halten.
Und was erwartest Du vom Trade? Wo ist Dein Ziel?

Also Du musst schon eine gute Strategie entwickeln. Und auch feste Regeln und diese auch kosequent durchsetzen. Disziplin ist das passende Wort dafür.
Chartanalyse und fundamentale Analyse ist auch wichtig für das Traden.

Ob jetzt Deine 11 Trades super sind, das kann man nicht sagen, weil man nicht weiß, wie Du gehandelt hast oder auch reagiert hast in den Trades.
Aber letztendlich ist es halt so, dass am Ende abgerechnet wird. Zum Beispiel auf Monatsbasis oder auch auf Jahresbasis. Da kann man dann besser erkennen / sehen, wie die gesamte Performance insgesamt war.
Verlusttrades sind nicht schlimm! Nur sollte man sie kleinhalten / minimieren - also Chance-/Risikoverhältnis.

Also Echtgeld und Demo sind zwei verschiedene Welten. Denn beim Demo handelt man emotionslos (wie es eigentlich sein sollte, denn beim Traden zählen nur Fakten! Keine Emotionen oder ich glaube, ich denke... - das ist meine Meinung!" Und natürlich handeln viele auf Demonkonten sehr risikobereiter, als bei einem eigenen Echtgeldkonto.

Lg


Kommentar von lastkings1111 ,

Vielen Dank für deine Antwort. 

Über die Emotionen bzw der "Achterbahn" bin ich mir gut bewusst. Ein kurzes Beispiel: ich habe mir am 4.08, 970 Lufthansa Aktien gekauft (In der Demo natürlich). Die ist nachher immer weiter gefallen, dennoch wurde ich überrascht da sie am nächsten Tag wieder ins + ging. 

Ob ich sie jetzt mit echtem Geld verkauft hätte kann ich nicht sagen.

Han ich deine Antwort richtig verstanden?

Kommentar von GuenterLeipzig ,

Also ich hab mal geguckt Börse Stuttgart:

Lufthansa

04.08.2016: Tagestief: 10,30 EUR

05.08.2016: Tageshoch: 10,51 EUR

Differenz: 0,21 EUR * 970 Stück = 203,70 EUR

Aber nur für den unwahrscheinlichen Fall, dass Du zum Tagestief gekauft und zum Tageshoch verkauft hast.

Dann musst DU noch abziehen, die in Realität anfallenden Handelsspesen, die variieren können und irgendwas zwisch 0,5 % und 1 % vom Umsatz ausmachen. Also irgendwas zwischen 50 und 100 EUR/Trade, also in Summe zwischen 100 und 200 €

Bleibt nicht viel übrig ...

Manche Anbieter haben dann noch Depotgebühren, je nach Depotmodell-

Günter

Kommentar von lastkings1111 ,

Guten Nachmittag

Die Lufthansa Aktie hab am 3.08 um 12:04 Uhr beim Einstandskurs von 10.41 gekauft. 970 Aktien beim Einstandswert von 10'097.70.

Ich wollte sie noch am selben Tag verkaufen aber sie ist nicht mehr gestiegen.

Am nächsten Tag um 09:53 verkauft für schlappe 31.53 Franken. Um ein Verlust zu vermeiden.

Die App zeigt mir jetzt Gebühren von 0.78 Rappen an.

Sind die Handelskosten jetzt schon inbegriffen oder fallen bei der Demo nicht an?

Kommentar von Cclass22 ,

Hi,

gerne. Nehmen wir jetzt nur mal Dein Trade hier, den Du uns hier geschildert hast.
Jetzt sollte man analysieren:
Wieso hast Du ausgerechnet diesen Basiswert zu diesem Zeitpunkt getradet?
Hast Du den Chart analysiert?
Was hast Du vor dem Einsteig in die Position vorfinden können? Einen Aufwärts- oder einen Abwärtstrend?
Was war Dein Stop? Wo war Dein Ziel?

Und so weiter, und so weiter... da kann man noch viel mehr analysieren.

Insgesamt zusammengefasst: Warum / wieso bist Du diesen Trade eingegangen. Wieso war es Deiner Meinung nach richtig, diesen Trade zu machen. Kannst Du das begründen?
Die Frage solltest Du Dir selbst beantworten.

Am besten ist es, wenn man sich ein Tagebuch anfertigt und dort die Positionen einträgt. Egal ob Gewinner oder Verlierer. Man sollte dort dann alles zusammenfassen, warum man den Trade gemacht hat usw. usw.

Lg

Kommentar von lastkings1111 ,

Ich kann mich garnicht mehr daran erinnern wieso! Ich sollte ein Tagebuch führen und weiter an der Demo üben.

Kommentar von Cclass22 ,

Hi,

das ist echt gut, dass Du selber an Dir arbeiten möchtest. Man sollte sich immer rechtfertigen können, wieso man einen Trade eingegangen ist.
Als Beispiel: Man geht auch nicht in den Supermarkt und holt etwas, wo man gar nicht sagen kann, wieso mann es denn gekauft hat.
Beim Traden ist es so, dass Du gleich Fehler aufgezeigt bekommst und das in Form von Verlusten. Der Markt signalisiert Dir dann in etwa: "Hey, Du hast gerade eine Verlust-Position gemacht! Überdenk nochmal Dein Tradingverhalten!".

Also man merkt schnell, ob man richtig liegt oder nicht.
Und deshalb ist es gut, wenn man vorher Standpunkte festlegt, wo man sich orientieren kann. Warum genau die Position? Welche Fakten habe ich diesbezüglich auf dem Tisch, die mein Handeln unterstützen? Was sagt mir die Chartanalyse? Was sagt mir aber auch die allgemeine Marktsituation? Usw. Usw...

Das alles ist sehr, sehr wichtig. Denn sonst tradest Du nicht, sondern hoffst Du nur oder glaubst Du nur. Und das sollte es echt nicht sein beim Traden..

Liebe Grüße und viel Erfolg!

Antwort
von MindShift, 44

Ist doch ein gutes Ergebnis. Stell dir vor du verdienst 900 Euro an einem Tag mit nur 20000 Euro auf dem Konto. Ich würde allerdings noch weiter auf dem Demokonto üben.

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