Hallo,
wenn man die Zeit berücksichtigt, in der geschrieben wurde, dann kann man eine Entwicklung erkennen, die auf vielen Gebieten des menschlichen Daseins zum Vorschein kam. Es wurde schon immer versucht, Antworten zu finden, für neu auftauchende Fragen. Immer wieder kommt der Augenblick in der Existenz der gesamten Menschheit, wo alte Antworten wirkungslos werden.
Irgend etwas Neues muß sich ereignen, damit die Evolution weitergehen kann. Leben ist Bewegung. Stillstand würde eine Vollendung antäuschen, da es keine Vollendung geben kann. Hier treffen zwei Wahrheiten aufeinander, die mit dem Verstand alleine nicht zu begreifen sind. Diese Dichotomie aktiviert die kollektive Inspiration.
In der Literatur erkennen wir diese Inspiration schon lange zuvor, bevor also die Erkenntnis ins kollektive Bewußtsein gelangt. Die Schriftsteller müssen Antworten auf Fragen erschaffen, die Jahrzehnte später erst gestellt werden. Doch es müssen nicht ausschließlich nur die Autoren sein, die diese Aufgabe zu übernehmen haben.
Da die Entwicklung sich auf kollektiver Ebene abspielt, sind alle Zweige des Wissens davon betroffen. In der Wissenschaft – wozu auch die Medizin zählt – zeigen sich Entwicklungen eher auf praktischer Ebene, wenn die geistigen Felder dafür zuvor gerodet wurden. Diese Aufgabe wurde bereits durch Schriftsteller übernommen.
Eines Tages bricht das neue Wissen in die Formwelt, wenn die sogenannte kritische Masse erreicht wurde. Wissen wird in das Alltagsbewußtsein zunehmend integriert, bis es im Laufe der Zeit zum Allgemeinwissen gehört. Und diese neuen Erkenntnisse suchen ihre Entsprechungen dann auch in der physischen Welt. Der Verstand möchte sich selbst durch Resultate bestätigen.
Ob man dieses Vorgehen nun auch als eine sogenannte Lehre bezeichnen kann, ist Ansichtssache. Im Grunde ist es ja das Erkennen eines Menschen. Er schreibt über seine Erfahrungen – das ist alles. Wenn man nun daraus eine Lehre machen sollte, oder sogar noch eine geheime, dann findet schon wieder eine Trennung statt, die der Verstand benötigt, um sich von Allem getrennt fühlen zu können.
Fast jedes Mal, wenn ein Mensch etwas erkannt hat, fühlen sich einige Menschen dazu berufen, diese Erkenntnisse als unumstößliche Wahrheiten dem Rest der Menschheit überzustülpen. Es ist eine Art Euphorie, gepaart mit dem Willen, unbedingt Recht haben zu müssen, die sich in der Folge dann zu Dogmen entwickeln könnte – wie man in der Geschichte sehen kann.
Religionen haben hier ihren Ursprung. Und nicht nur Religionen, sondern auch jede politische Richtung baut sich auf solche Fundamente auf. Das reicht dann hin bis zur persönlichen Meinung, die sich in jeder Meinungsverschiedenheit selbst als Dogma zu erkennen gibt.
Doch das alles ist menschlich und in Ordnung so. Das Neue im Leben fordert oft den Verstand heraus. Und dieser muß sich entscheiden, wofür oder wogegen er sein möchte. Und wenn er nun auf gewisse Lehren stößt, die mit seinen Ansichten nicht übereinstimmen, dann muß er notgedrungen dagegen stimmen. Der Verstand fängt an, zu kämpfen – gegen alles Mögliche – auch gegen eine sogenannte Lehre.
Herzliche Grüße
http://carlos-castaneda.de/
Ok alles klar, also er nimmt an Anfang die Drogen um aus dem materialistischen Weltbild auszubrechen damit er sich für die Lehren Don Juans interessiert und einen kurzen Vorgeschmack darauf hat, dass heißt ich liege richtig. Danke dir