Frage von HiIchhabeFragen, 39

Canon EOS 700d kaufen?

Hi, Ich bin 15 Jahre alt und fotografiere sehr gerne, habe aber noch nicht so viel Erfahrung da ich bisher nur mit einer kleinen Digitalkamera von Sony fotografiert habe und würde halt gerne lernen mit den Einstellungen umzugehen (Blende, ISO,...) Mir ist es wichtig ein schwenkbares Display zu haben, einen Sucher und ein Mikro anschluss. Wäre die Canon eos 700d gut für Anfänger wie mich? und ist sie gut für Videoaufnahmen geeignet? Gibt es Alternativen? Es ist halt ne Menge Geld und darum muss ich mir gut überlegen welche Kamera ich mir kaufe... Schonmal danke ich Vorraus für eure Antworten :)

Antwort
von Airbus380, 11

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet. Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera. Populaerer Vertreter ist die Canon Powershot G15. Zoombereich und Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bildsensor#mediaviewer/Datei

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden" entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony (Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony NEX, Olympus und Panasonic mFT, Samsung NX, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier (oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst. Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will, welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden. Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche, Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel) fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Kommentar von Airbus380 ,

Natuerlich kann man mit DSLRs Videos machen. MIt viel Uebung, Aufwand, Assistenten und Stativ auch sehr gute. Aber es geht nicht mehr so einfach wie mit einem Camcorder!

Der Grund ist der groeßere Sensor. Der erzwingt eine genaue Fokussierung und genau das koennen die DSLRs (im Videobetrieb) gar nicht oder hoechstens schlecht. Da waere eine Kamera mit elektronischem Sucher besser geeignet, z.B. eine Sony oder Panasonic. 

Antwort
von sinnsah, 4

Entscheidend für den Kamerakauf ist, ob Sie gut in der Hand liegt und du das Teil blitzschnell bedienen kannst. Die Marke ist Wurst und Kameras nehmen sich heute fast nix mehr. Es gibt ein paar Unterschiede, aber die sind so marginal, dass der Mensch hinter der Kamera wichtiger ist.

Die 700D ist eine klasse Kamera und bis du die komplett ausgereizt hast, werden ein paar Jahre vergehen. Verkehrt machst du da nichts mit. Wichtiger ist eher die Objektivwahl - besonders wenn du filmst.

Antwort
von GabrielRoc, 27

Also die ist zwar sehr gut aber nehm lieber die Sony alpha a58
1. Die macht sehr viele serienbilder und einen anderen spiegel deswegen ist auch der autofokus sehr schnell.
2. bei der canon rauscht manchmal das mikrofon aucj mit einem externen und bei der sony nicht.
Also die sony ist perfekt und auch günstiger.

Antwort
von lovelumina, 21

Nimm sie in die hand und entscheide dann. Hängt natürlich auch davon ab was du damit machen willst.

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