Was gibt es für ein Pro und Kontra bei der Cannabislegalisierung?

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8 Antworten

Pro (+)
  • Die Justiz würde entlastet. Die hohen Ausgaben der Strafverfolgung von Cannabis-Delikten könnten indes in die Aufklärung und in Präventionsmaßnahmen investiert werden.
  • Cannabis ist nicht giftig im Gegensatz zu vielen anderen psychoaktiven Stoffen wie z.B. Koffein, Nikotin, Kokain, Alkohol, Muskatnuss. Es gibt bei THC keine tödliche Dosis, bei der es sich z.B. bei Koffein schon um einige MG handelt.
  • Mit dem Geld, das der Staat mit dem Verkauf der Drogen einnimmt, könnte man Drogenabhängige viel besser behandeln und es wäre noch mehr als genug da, um die klammen Krankenkassen und den Staatshaushalt zu sanieren. Wieso soll dieses Geld die Drogenmafia bekommen?
  • Es gibt keinen Grund, Cannabis nicht als Medizin zu verwenden; der menschliche Körper hat an vielen verschiedenen Stellen sogar eigene Rezeptoren für Cannabis-Wirkstoffe; die gängigen Medikamente sind teilweise extrem teuer und haben schlimme Nebenwirkungen; das Problem ist, dass die Pharmaindustrie selbst bestimmt, was eine Krankheit ist, um dann ihre Medikamente möglichst gewinnbringend verkaufen zu können. Eine Legalisierung könnte dieses Problem beheben. 
  • Die bisherige Verbotspolitik richtet gesellschaftliche und soziale Schäden an. Die Kriminalisierung befördert den Schwarzmarkt und verhindert einen wirksamen Jugend- und Verbraucherschutz sowie glaubwürdige suchtpräventive Maßnahmen.

Contra (-)

  • Dealer müssten sich einen neuen Job suchen. 
  • Kriminelle Strukturen würden zusammenbrechen - die Polizei hätte evtl. weniger Arbeit. 
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Kommentar von Stkuber
10.01.2016, 10:03

Überzeugt 😄

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Pro: Besserer Jugenschutz, besserer Konsumentenschutz, Steuereinnahmen die für Suchtprävention genutzt werden können, 3-4 Millionen Deutsche sind nicht länger Kriminell, es wäre eine kontrolliertere Herstellung und Abgabe möglich, Konsumenten müssen nicht länger bei einem Dealer kaufen der auch unter Umständen gefährlichere Drogen anbietet, Cannabis wäre einfacher als Medizin zu bekommen, es würde wahrscheinlich tausende neue Arbeitsplätze schaffen

Contra: Menschen die von der Cannabis Dealerei leben müssen sich einen neuen Job suchen.

Wie kommst du eigentlich darauf dass sich die Leute im Falle einer Legalisierung nicht mehr kontrollieren können? Es ist dich auch nicht so in Ländern in denen es bereits in Shops zu haben ist.

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Kommentar von Glueckspilzler
09.01.2016, 10:38

Contra: Menschen die von der Cannabis Dealerei leben müssen sich einen neuen Job suchen.

Das ist soein Kontroargument mit denen sich Brauereien und Tabakkonzern schützen, sie könnten ja ihren Job verlieren wenn es illegal wäre ^^ .Ist doch etwas traurig wenn das ein Grund dafür wäre die Gedanken scheitern zu lassen.

Mit der selben Begründung kann auch weiter Krieg auf der Welt herrschen, da ja sonst die Waffenexporteure ihren Job verlieren.

Und Menschen sollten krank und behindertgeschlagen bleiben weil sonst Ärzte und Chirurgen ihren Job verlieren würden :D

Ja ich weiß, es ist übersptitzt, nur ist es im Grunde so.

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Eindeutig pro da cannabis in keinster weise schädlicher ist als alkohol oder nikotin allerdings müsste man dann für den strassenverkehr eine null toleranz Grenze einführen für alkohol sowie für Cannabis. Auch ist cannabis nicht die "einstiegsdroge" das ist meiner Meinung nach Alkohol allerdings wirkt cannabis bereits in geringeren mengen und der abbau des thc erfolgt nicht linear

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Die Legalisierung von Drogen verschiebt den Handelsgewinn vom Dealer zum offiziellen Händler. Kriminelle müssen sich neue Einnahmequellen suchen und die Einnahmen aus Drogengeschäften können nicht mehr als Schwarzgeld für Luxusgüter ausgegeben werden.

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Kommentar von DasFussl
09.01.2016, 11:36

Dadurch werden dann wahrscheinlich vermehrte Drogenkriege entstehen, jedoch gibt es in Amsterdam auch noch Dealer, die auch Tetrahydrocannabinol verkaufen und damit auch guten Profit machen

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Kontra (für den Staat): Aus einem Hektar Hanf kann man genauso viel Papier herstellen, wie aus 4 Hektar Bäumen.
Aus Hanf kann man Klamotten herstellen die um einiges billiger wären (Primark-Style xd) d.h. Desto weniger das Produkt kostet, desto weniger Steuern kann man einstreichen, ist schon traurig... Und das ist leider nicht nur in Deutschland.

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Kommentar von lonicerus
09.01.2016, 14:29

Nutzhanf (es gibt in der EU bereits über 40 zertifizierte Sorten) sollte man nicht mit medizinisch nutzbarem Hanf in einen Topf werfen. Nutzhanf enthält sehr wenig THC (fast nichts) und auch die Menge an CBD ist irrelevant. Es geht hier also um etwas ganz anderes.

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Pro: 

- die Welt ist Jahrtausende ohne ein Verbot aller Drogen zurechtgekommen

- es könnte besserer Jugendschutz gewährleistet werden

- es könnte Verbraucherschutz gewährleistet werden (Streckmittel usw)

- extrem hohe Ersparnisse weil die Verfolgung von Cannabis Konsumenten aufhören würde und die Polizei sich "richtigen" Verbrechen widmen könnte (Man geht von 600 Millionen Euro für die Kosten des Cannabisverbots aus, es könnte aber auch ein vielfaches sein. Diese Einsparungen würden zum Teil auf die anderen bereiche der Verbrechensbekämpfung verwendet werden (-> Mitarbeiter, Gefängnisplätze))

- Steuereinnahmen (Schätzungen reichen von 500 Millionen bis 2,7 Milliarden pro Jahr, der DHV rechnet mit 595 Millionen bis 1,19 Milliarden)

- das Verbot schränkt das Recht auf Selbstbestimmung und freie Persönlichkeitsentfaltung ein

- Entmachtung des Schwarzmarktes

Kontra:

- Cannabis ist eine Droge (Alkohol, Nikotin und extrem viele Medikamente aber auch, die sollten also auch verboten werden, wenn dann richtig)

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Der Zugang zu Medizinalhanf soll erleichtert werden, ähnlich wie in den Niederlanden. Illegaler Konsum von Schmerzpatienten und anderen chronisch Kranken wird legalisiert und noch dazu zukünftig von den Kassen erstattet. Zudem wird es je nach Indikation unterschiedlichen Medizinalhanf mit verschiedenen Konzentrationen an THC und CBD geben, in Apothekenqualität.

Ich sehe da wenig Kontra. ;-)

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pro wurde ja genug aufgezählt, ich hätte da noch eine frage zu deinem kontra.

wie kommst du darauf, die leute könnten sich nicht mehr kontrollieren?

in den niederlanden wird weder mehr gekifft als vor der "legalisierung" (wirklich legal ists da ja auch nicht) noch wird da mehr gekifft als in deutschland. erkenntnis: der konsum hat nichts mit dem rechtlichen status zu tun.

und beim alkohol, welcher übrigens viel stärker abhängig macht klappts ja auch. oder sind in deutschland 80 millionen menschen 24/7 besoffen weil schnaps ja legal ist und sie sich nicht kontrollieren können.

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Kommentar von lonicerus
09.01.2016, 14:31

Eine große Studie in 48 Bundesstaaten der USA über einen Zeitraum von gut 15 Jahren konnte belegen, dass eine Legalisierung von Medizinalhanf den illegalen Konsum als Rauschmittel nicht begünstigt - insb. nicht bei Jugendlichen. Von daher sehe ich da auch keine allzu großen Probleme.

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