Cannabis rauchen mit 17 Jahren, Folgen Bitte nur Antworten wer sich damit gut auskennt oder Erfahrung hat, was kann passieren?

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5 Antworten

Du scheinst doch recht gut informiert zu sein, daher, was ist jetzt deine eigtl Frage?! Du hast oder kannst sie dir doch alle selbst beantworten, wenn man das so liest ;-)

Das einzig wirkliche Problem in bezug auf Cannabis ist die psyche. Körperlich, sieht man mal von der Lunge ab bzgl der konsumform "rauchen", kann der Konsum keine bleibenden Schäden im Körper anrichten.  Deine Vergesslichkeit zB wird sich jetzt mit der Zeit legen - ist also regenerativ. Gleiches gilt für Aufmerksamkeit, Lernfähigkeit usw...  

Die Psyche ist ne Sache für sich, da Cannabis ja keine auslöst, bzw dafür nicht verantwortlich ist sagen wir es mal so:. Es gibt psychotische Schübe, die gehen nach ein paar Tagen wieder weg (stellt man den Konsum ein), es kann sich eine Psychose entwickeln die dauerhaft ist, und es gibt die Psychose die eben nicht dauerhaft bestehen bleibt, also auch heilbar ist in dem Sinne... 

Eine Cannabis Psychose zB gibt es aber nicht... Daher, wer dazu veranlagt ist hat eben ein gewisses Risiko durch den Konsum eine Psychose frühzeitig ausbrechen zu lassen.. Hierzu zählen auch psychotische Schübe.... Aber wie gesagt, ob eine Psychose bleibt oder nicht oder von welcher Dauer (Schübe) sie sein wird kann keiner vorraussagen .... 

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Kommentar von brentano83
17.11.2015, 22:28

Hätte man noch erwähnen müssen das es die Entwicklung stören kann?! Denke nicht, das weißt du sicher schon?! 

Erfahrung hau ich noch hinterher... 

In der Jugend mal probiert, mit 17 ca dann quasi angefangen aber immer mit Pausen und allem, und mir geht es gut, bin jetzt 32... Im Umfeld sind jene die konsumieren auch alle gesund und munter.. Vom student bis zum marketing Leiter, sind also auch keine "dummen kiffer" ;-) 

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Aus meiner Erfahrung, sei er beruflich wie privat, kann ich sagen dass die größte Gefahr eine beeinträchtigung von psychischen Funktionen ist.

Es ist aber auch nicht so das viele Cannabiskonsumenten eine Psychose entwickeln, man spricht von ca. 2 % der Konsumenten. Dabei ist dann wiederum zu unterscheiden zwischen einer drogeninduzierten Psychose, welche nach kürzerer Zeit wieder abklingt und einer Schizophrenie, welche unter Umständen zu einer chronischen Erkrankung werden kann. Bei der Schizophrenie ist es wiederum so, dass Cannabiskonsum alleine nicht schizophren macht es spielt aber eine Rolle als verstärkender Faktor, es müssen hier aber einerseits eine genetische Veranlagung und andererseits zumeist andere Stressoren (Faktoren welche eine Schizophrenie begünstigen) zusammenkommen und es stellt sich die Frage ob die Erkrankung nicht auch so ihrgendwann ausgebrochen wäre.

Allerdings lässt sich beobachten das Cannabis auch andere psychische Probleme verstärken kann, beispielsweise Depressionen oder Angsterkrankungen. Neuere Studien geben den Hinweis, das dies wahrscheinlich eher bei sehr THC reichen Sorten der Fall ist welche wenig andere Cannabinoide wie z. B. CBD enthalten, da diese wohl teils den psychisch anfällig machenden Effekten des THC entgegenwirken. Allgemein ist es dabei aber ehr so, das Cannabis, wie andere psychotrope Substanzen dazu eingesetzt werden kann, unangenehme Gefühle bzw. Bewusstseinsinhalte quasi auf Knopfdruck zu verdrängen. Verdrängt man lange genug seine Traurigkeit und Unzufriedenheit mit bestimmten Lebenssituationen und lernt nicht mit unangenhemen Emotionen umzugehen, so kann im Verlauf der Zeit daraus eine Depression werden. Ähnlich bei Angsterkrankungen. Cannabis ist an sich nie allein die Ursache, spielt aber schon eine Rolle, an sich erklärt man psychische Störungen heute mit einem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell, es sind immer Anteile aller drei Fatoren welche zu einer psychischen Störung führen.

Desweiteren kommt es bei manchen Konsumenten (besonders Dauerkonsumenten) teils dazu, dass eine psychische Entwicklungsverzögerung einsetzt, im Übergang zum Erwachsenenalter werden dabei bestimmte Lebenschancen nicht angegangen, wie abnabelung vom Elternhaus, eigen Familie gründen. Arbeit aufnehmen usw., dabei scheint es so das Cannabis gewisse Lebenssituationen erträglicher macht, im Umkehrschluss sucht man aber weniger nach positiven Veränderungen und ist durch den Dauergebrauch einerseits von sich selbst abgelenkt und andererseits teils auch nicht so motiviert wie ohne, Veränderungen herbeizuführen. Dann stellt man teils mit 30 fest dass das Kiffen einen auch nicht mehr den Kick gibt den man sucht und das man in den letzten 10 Jahren einfach viele Dinge nicht angegangen ist, sie hinausgeschoben hat und nun etwas im Leben fehlt.

All dies muss aber nicht eintreten, liegt hier auch viel daran ob man eher aus Genussaspekten konsumiert oder versucht etwas an die Seite zu schieben um sein Leben erträglicher zu machen. Und Cannabis kann auch eine psychische Abhängigkeit auslösen welche zwar im Vergleich zu anderen Drogen nicht so stark ausgeprägt ist, aber trotzdem haben genügend Menschen zunächst mal Problem ihren Konsum (trotz des Wunsches aufzuhören) einzustellen. Glaub aber auch dies hat dann damit zu tun, das wenn man lange psychische und andere Lebensprobleme an die Seite schiebt mit dem Konsum, diese verstärkt nach absetzen wieder auftauchen, man fühlt sich dann ohne sehr angespannt. Dies würde zumindest erklären warum einiege quasi keine Probleme haben ihren Konsum zu beenden.

Eine weiterer Faktor hat an sich nichts mit der Substanz zu tun, sondern mit der Illegalität, man kann halt Probleme mit der Justiz oder dem Strassenverkehrsamt bekommen was sich auch negativ auf Lebenschacen auswirken kann. Leider haben wir gerade in Deutschland eine meiner Meinung nach etwas übertrieben vorsichtige Regelung, so dass bei ausreichendem Konsum noch bis zu 48 Stunden später über ein Nanogramm aktives THC nachweisbar ist im Blut, wobei natürlich dann keine kognitiv relevanten Einschränkungen mehr vorliegen. Z. B. ist im US. Bundesstaat Colorado (wo Cannabis legal ist) die zehnfache Menge aktives THC erlaubt wie in Deutschland. Wobei selbst konservative Forscher (wie etwa Dr. Thomasius) die kognitiven Beeinträchtigungen direkt nach Konsum mit ca. 0, 5 Promille Alkohol vergleichen, womit man in Deutschland ja noch fahren darf...Warum man dann 24 Stunden oder mehr nach Konsum nach unseren Regelungen immer noch kein Auto fahren darf ist mir auch ein Rätsel, wahrscheinlich hats wirklich was mit Ersatzstrafrecht zu tun.

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"Normalerweise" es ist möglich ein psychische ist wohl häufiger aber warum fragst du dann, wenn du dich so gut auskennst?

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Ich nutze Cannabis über 45 Jahre; in meinem Fall hat es keinerlei Folgeschäden ausgelöst. Ich kann und will mein positives Beispiel aber nicht verallgemeinern; so wie man nicht sagen kann, Cannabis sei gut oder schlecht, harmlos oder gefährlich.
Es ist eine Frage, ob man rechtzeitig lernt mit Cannabis moderat und selbstverantwortlich umzugehen. Ich empfehle Dir "Rauschzeichen" zu googeln und Dir das Buch für den Gegenwert von einem Gramm Gras zu leisten.

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Wie du selbst gemerkt hast wird das Kurzzeitgedächtnis ''betäubt'', das kann/wird sich auch wieder Regenerieren sobald du den Konsum beendest. Dazu kommen die ''normalen'' Schädigungen der Lunge durch das Rauchen und die Gefahr von einer Psychose, welche aber schon vorhanden ist. Das heisst früher oder später wäre die Psychose gekommen, der Cannabiskonsum kann den Ausbruch einer Psychose allerdings beschleunigen.

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