Frage von Paul1234134, 102

Cannabis Handel und Besitz?

Hallo, Vor kurzen wurde ein Junge erwischt mit cannabis ...Sein Handy wurde durchsucht und sie fanden eine Nachricht von mir wo drauf stand :,, Hätte noch 50 da sind 3.17. Jedoch kam es zu keiner Übergabe . Also meinten die versuchter Handel wie Besitz.

Also zu meiner Frage : 1. Können Sie was mit der Nachricht anfangen 2. Bin noch minderjährig und noch nie aufgefallen 3.sollte ich ein Anwalt dazu holen 4. Was könnte auf mich zukommen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von piobar, 68

Es kann sein, dass du angesprochen wirst - ich denke eher weniger. Wenn es keine Zeugen gibt, dass du jemals etwas gekauft haben solltest, dann kannst du die Anschuldigungen zurückweisen und sagen, dass du nur aus Juks solche Nachrichten geschrieben hast da du ihn ärgern wolltest...

Ansonsten kann es sein, dass du mit einer fetten Mahnung davon kommst und deine Eltern zu 100% Bescheid wissen werden müssen.

Kommentar von Wippich ,

Wir sind hier nicht im Märchenland.Das ist Handel das gibt mehr als nur eine Mahnung.

Kommentar von Paul1234134 ,

War mit meinen Eltern bei der Polizei sie meinten ich soll jemanden verraten um eine Mildere Strafe zu bekommen tat ich aber nicht.  Ich habe mir angehört was sie zu sagen hatten ( whatsapp chat) sie meinten der Junge hat ausgesagt das es um Cannabis ging 

Es kann sich doch dabei um alles Handeln , zb um legale Kräuter etc. 

Dann würde doch Aussage gegen Aussage stehen

Kommentar von Paul1234134 ,

Und es kam ja nicht nicht zu einem Handel

Kommentar von piobar ,

wenn es weder diesmal und jetzt zu einem Handel kam, dann kann man das runter spielen und darauf hoffen, dass der Richter das abkauft...

Antwort
von Wuestenamazone, 22

Fakt du hattest das Zeug. Nachgewiesen kann dir nichts werden abwarten

Antwort
von KaiBerg, 58

Eigenkonsum von Betäubungsmitteln (etwa Entgegennahme von BtM zum sofortigen Konsum / unmittelbaren Verbauch ohne Verfügungsgewalt) ist nicht strafbar. Demzufolge rechtfertigt das Konsumieren von Betäubungsmitteln oder deren Nachweis in Blut, Haar oder Urin  allein weder eine Verurteilung wegen Erwerbs noch Besitzes von BtM. Da müssen schon zusätzliche Erkenntnisse für Polizei und Staatsanwaltschaft hinzukommen, dass z.B. von einem hinreichenden Tatverdacht hinsichtlich Erwerb / Besitz von BtM gesprochen werden kann. Besitz / Erwerb von Betäubungsmitteln zum Zwecke des Selbstkonsums ist aber sehr wohl strafbar. Jedoch sieht § 31a I 1 BtMG vor, dass beim Verkehr mit Betäubungsmitteln in nur geringer Menge zum Eigenverbrauch von der Strafverfolgung abgesehen werden kann.

Lt. BGH ist Handeltreiben mit Betäubungsmitteln - der Begriff des Handeltreibens wird vom BGH weit ausgelegt - jedes eigennützige Bemühen, das darauf gerichtet ist, den Umsatz von Betäubungsmitteln zu ermöglichen oder zu fördern. Handeltreiben kann also z.B. sein: Beschaffung, Lieferung, Verkauf mit der Absicht der Gewinnerzielung, Ankauf mit der Absicht, die BtM weiterzuverkaufen, Transportleistungen, Vermittlung in Erwartung auf Provision, ja sogar "verbales" Handeltreiben (zum Kauf anbieten ohne Besitz) u.v.m.. Da der erstrebte Umsatz nicht tatsächlich erreicht oder gefördert werden braucht und es sogar ausreicht, dass jmd. BtM zum Kauf anbietet ohne sie tatsächlich zu besitzen, ist das Handeltreiben kein Erfolgsdelikt, sondern Unternehmensdelikt. Der Täter muß eigennützig handeln, ihm muß es auf seinen persönlichen Vorteil ankommen. Das ist i.d.R. dann der Fall, wenn er mit dem Verkauf der Betäubungsmittel Gewinn machen will oder sonst irgendwelche messbaren Vorteile erstrebt (Belohnung, Provision etc.).

Gem. § 29 I S.1 Nr. 1 BtMG wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft. Nach § 29 II BtMG ist der Versuch strafbar (Anwendungsbereich eher gering, da ja schon so viel unter täterschaftliches Handeltreiben fällt). 

So sieht das jedenfalls bei Erwachsenen aus. Ein Anwalt könnte nicht schaden. Wie das mit Jugendstrafrecht aussieht kann ich dir leider nicht weiter helfen...

Antwort
von TheAllisons, 61

Abwarten, die Polizei wird sich bei dir melden.

Antwort
von user6363, 59

1. Eigentlich nicht, solange es nur eine Nachricht ist.

2. Oh, okay.

3. Nein, wieso?

4. Je nach dem wie viel du besitzt und gehandelt hast, wahrscheinlich Sozialstunden und Anzeige. 

Kommentar von Paul1234134 ,

Es geht nur um die 3.17

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