Frage von FlyAway85, 97

Cannabis Blüten auf Rezept?

Hallo, Meine Frage diesbezüglich ist, ich hatte Krebs und leide seitdem her an sehr starken Nervenschmerzen, ich kann und möchte mir nicht mehr die Chemische Keule namens Ibuprofen, Tilidin etc geben. Wie sieht so ein Antrag aus ? Was muss ich beachten ? Spielt dies eine Rolle das ich eine Vorstrafe in einer BTM Sache hatte (6Monate Bewährung) ? Und nein ich möchte nicht legal Kiffen, aber das ist das einzigste was mir bis jetzt geholfen hat, ist manchmal sehr anstrengend wenn man Tagelang nicht Schlafen und liegen kann wegen den besagten Nervenschmerzen. Danke

Antwort
von Myosotis16, 40

Ärzte verschreiben Cannabis: “Es ist ein Schritt zur Normalisierung”

Der Artikel ist neu: 15.10.2016, erschienen bei esanum.de

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Häufig gestellte Fragen

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Interview mit Dr. med. Franjo Grotenhermen über Chancen, Risiken und gesundheitspolitische Aspekte vom medizinischen Einsatz von Cannabis.

Derzeit können Cannabisblüten nur mit einer Ausnahmeerlaubnis der Bundesopiumstelle bezogen werden. Ab 2017 soll der Arzt über die Verschreibung entscheiden können, Dr. med. Franjo Grotenhermen betrachtet diesen Schritt als zwingend notwendig: “Es ist wichtig, dass die Prozedur der Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle entfällt.” Vor allem begründet er dies damit, dass Ärzte aufgrund der bürokratischen Hindernisse diese Therapiemaßnahme gemieden haben. “Das Verfahren erschien ihnen zu kompliziert und in einer Praxis mit großem Patientendurchlauf schwer durchführbar.” 

Zudem positioniert sich Dr. Grotenhermen für die Entscheidungsgewalt der Ärzte, wenn es um die Kostenübernahme geht, mit der Tendenz, dass Krankenkassen dafür aufkommen sollten. Medizinisches Cannabis besteche durch seine Vielseitigkeit: “Es gibt keine zweite pharmakologisch wirksame und therapeutisch nutzbare Substanz wie THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol, Dronabinol), die auch nur annähernd ein so breites Wirkungsspektrum aufweist.” Für weit mehr als 50 verschiedene Erkrankungen, die zum Teil sehr schwerwiegend sind, könne Cannabis therapeutisch genutzt werden. Darunter neurologische und chronisch-entzündliche Erkrankungen, für letztere steht vor allem die Schmerzlinderung im Vordergrund. Jedoch auch, um Nebenwirkungen abzumildern, zum Beispiel im Rahmen einer Krebstherapie.

esanum: Herr Grotenhermen, häufig ist vom medizinischen Einsatz von Cannabis die Rede. Nehmen Sie doch bitte eine Abgrenzung zwischen Cannabisblüten und Cannabis-basierten Medikamenten vor.

Dr. Grotenhermen: Hinsichtlich der Wirkungen gibt es keine klaren Abgrenzungen, zumal der Cannabisextrakt Sativex eine Mischung aus zwei alkoholischen Auszügen zweier Cannabisblüten ist, eine CBD-reiche und eine THC-weiche Sorte, die so gemischt werden, dass die gewünschten konstanten Konzentrationsverhältnisse von THC und CBD entstehen. Es ist aber für viele Ärzte zunächst ungewohnt, mit Cannabisblüten und insbesondere deren Verabreichung und Dosierung umzugehen.

Standardisierte Extrakte oder definierte Monosubstanzen wie THC/Dronabinol, Nabilon oder CBD passen zu den Applikationsstandards anderer Medikamente und insbesondere zu Betäubungsmitteln. Dabei lassen sich die Blüten über eine inhalative Anwendung mittels Vaporizer (Verdampfer) sehr gut dosieren, und wir sehen auch eine zunehmende Beliebtheit oraler Applikationsformen von Cannabisblüten unter den Patienten.

Dr. Hermen Grotenhermen – Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM)

esanum: Seit Februar 2009 können Patienten mit einer Ausnahmegenehmigung der Bundesopiumstelle medizinische Cannabisblüten aus Apotheken beziehen. Ein Gesetzesentwurf für 2017 sieht vor, diese Sonderregelung zur Routine zu machen. Wie stehen Sie dem gegenüber?
Dr. Grotenhermen: Es ist wichtig, dass die Prozedur der Ausnahmeerlaubnis bei der Bundesopiumstelle entfällt. Dieses Verfahren war oft ein Hinderungsgrund, dass Ärztinnen und Ärzte sich überhaupt mit dem Thema eingehender befasst haben. Ich habe immer wieder Patienten, die mir von ihren Hausärzten, die eine Therapie mit Cannabis unterstützen, zugewiesen wurden. Das Verfahren erschien ihnen zu kompliziert und in einer Praxis mit großem Patientendurchlauf schwer durchführbar. Jetzt entscheidet nicht mehr eine Behörde über die Notwendigkeit einer Therapie mit Cannabisblüten, sondern Ärzte im Dialog mit ihren Patienten, so wie dies auch für andere Medikamente und Therapieverfahren der Fall ist. Es ist ein Schritt zur Normalisierung.

mehr: http://www.esanum.de/arzte-verschreiben-cannabis-es-ist-ein-schritt-zur-normalis...

Antwort
von Belladonna1971, 35

Ich hatte ebenfalls lange mit starken Schmerzen und auch Nervenschmerzen zu tun. In Osnabrück gab es gerade ein Urteil über Cannabis zum Selbstanbau wegen Schmerzen. Dein Schmerztherapeut sollte dein erster Ansprechpartner sein und nicht ein Laienforum!

Ich gehe davon aus, dass du in einer Schmerzambulanz Patient bist.

Ich hatte ebenfalls lange mit starken Schmerzen und auch Nervenschmerzen zu tun und bin einen ganz anderen Weg nach Opiaten gegangen. Mir war Lebensqualität wichtig!  Und die habe ich gewonnen und bin mittlerweile medikamtenfrei! Zusätzlich haben sich viele Symptome und Beschwerden gelöst, mit denen ich angebl. leben soll....

Auch wenn es für viele Menschen unvorstellbar sein soll:

mir half die Cellsymbiosistherapie kombiniert mit miasmatischer Homöopathie / Sonnenschmidt. Dafür bin ich so dankbar!

Hier werde ich es nicht weiter diskutieren, denn diese Möglichkeit scheint für viele Menschen unvorstellbar- es ist zu einfach! Der Körper wurde gezielt entlastet, die Leber umfassend naturheilkundlich unterstützt, die Mitochondropathie behoben und ich mit reichlich Nährstoffen (für mich ausgerechnet!) versorgt.

Ich habe mein Leben radikal (!!!!) verändert. Was mir anfangs unvorstellbar war. Dafür benötigte ich die Homöopathie / Sonnenschmidt, die eingebettet in weitere Massnahmen ist.

Ich wünsche Dir alles Gute, Mut und Kraft, Glaube und Vertrauen!

Antwort
von VSprk, 32

Selbst wenn man dir das genehmigen sollte, müsstest du die immensen Kosten selbst tragen.

CBD haltiges Öl kannst du frei erwerben, wenn es dir nicht in erster Linie um die stark psychoaktive Wirkung des THC geht. Kostet aber auch einen nicht zu unterschätzenden Preis.

Gegen Schmerzen, Unruhe, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen etc. könnte dir eventuell Kratom zunutze sein. Mach dich mal kundig.

Davon abgesehen sind Opiate/Opioide (wie Tilidin) normalerweise (im Gegensatz zu Nichtopioid-Analgetika) auf Dauer nicht besonders schädlich für den Körper, können nur stark abhängig machen und viele Ärzte verschreiben sie deshalb nicht gerne. Aber wenn kontrolliert dosiert, kein Missbrauch "zu Rauschzwecken" betrieben wird und Nachschub durch den Arzt gesichert ist??

Antwort
von Herb3472, 46

Ich denke, dass Dir ein Arzt (Schmerztherapeut) eine kompetentere Auskunft geben kann als dieses Forum hier.

Antwort
von aXXLJ, 6

http://cannabis-med.org/nis/data/file/bfarm_hilfe_kurz.pdf

Im kommenden Jahr gibt es eine Gesetzesänderung, die das Verschreiben von Cannabisblüten auf Betäubungsmittelrezept ermöglicht.

Antwort
von GCx33, 49

Erstmal mein Beileid, allerdings muss ich sagen dass bei Cannabis die Nebenwirkung im Kopf nicht zu unterschätzen ist, Pharmazeutisch gesehen wäre Dope tatsächlich das Beste, allerdings kann es Dir das Leben doch schon mühselig machen

LG

Kommentar von FlyAway85 ,

Danke dir, ja verstehe deine Ansicht aber es kommt ja auch immer auf die Person drauf an. Ich persönlich kenne es ja und was es mit mir macht. komme eigentlich super zurecht, bekomme den Hintern noch hoch und habe sonst alles im Griff.. bei Tilidin sieht das anders aus

Kommentar von FernKannHelfen ,

stimmt nicht haha

Antwort
von Gimmix, 50

Besprich das mit seinem Arzt bitte. Ich nehme Tilidin und so ein Dreckszeug ist es ehrlich gesagt nicht. Ist gut zu vertragen und die Schmerzen sind halt weg. Süchtig bin ich auch nicht (noch nicht?). Viel Glück.

Kommentar von FlyAway85 ,

Danke für deine Antwort, Tilidin nehme ich aktuell wieder weil ich mich nicht kriminell machen möchte. Seit dem ich die wieder nehme kriege ich nichts gebacken, kann mich kaum noch konzentrieren und selbst nach der 4. oder 5. ist der Schmerz noch der selbe

Kommentar von Gimmix ,

Ok, unkonzentriert sein kenne ich wohl auch. Das ist aber echt blöd, das dir die nicht helfen. Gönne dir, das du irgendwie an dein Gras kommst. Habe auch schon gehört, das es bei manchen Patienten stark schmerzlindernd wirken soll.

Kommentar von FlyAway85 ,

Ich bin im Prinzip komplett schmerzfrei und schlafe auch anständig, auf Tilidin fühle ich mich nur noch wie ein Zombie

Kommentar von Gimmix ,

Jeder reagiert auch anders drauf irgendwie. Ich komme zB garnicht mehr aufs kiffen klar :-).

Antwort
von dieserTyp123, 60

bekommst du illegal auch ansonsten sieht es schlecht aus, weil es nur Menschen mit einem tourette-syndrom bekommen.

Kommentar von aXXLJ ,

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