Frage von Caddyshack83, 121

Cannabis aus der Apotheke - nur bei Schwer Kranken?

hat sich mittlerweile was geändert? Ich habe ne defekte Banscheibe (L5 / S1) habe manchmal große Schmerzen und bekomme "Blitze" in den Rücken die mich kurz komplett lahmlegen

Die Ärzte schlugen eine Versteifungs-OP vor. Das will ich aber nicht machen da ich große Angst vor sowas habe, es ist eine große OP mit Schrauben und Metall.

Ausserdem leide ich an Neurodermitis (juckendes und optisch unschönes Hautleiden)

jetzt meine Frage: wie stehen die Chancen dass ich Cannabis verschrieben bekomme? Oder muss ichd as mit nem Anwalt durchsetzen?

Antwort
von user8787, 40

Du bekommst ganz sicher kein Cannabis verschrieben .

Anwalt und Gerichtskosten kannst du dir sparen .

Offiziell ist Cannabis für MS zugelassen, hier zahlen die KK zögerlich, aber sie zahlen ( oft zeitl. begrenzt und mit immer wieder neuen Prüfungen ) .

Krebspatienten im Enstadium zahlen THC oft aus eigener Tasche. 

Ich nehme an einer Studie teil...THC bei traumabedingter Panikstörung ( Sativex ) und kann sagen, bis zu weiteren Zulassungen wird es noch lange dauern . Viele Mediziner wehren sich und leider meistens aus Unwissenheit, Vorurteilen und Desinteresse . 

Ich habe Glück, mein Prof. ist sich sicher, THC wirkt wesendlich schonender beruhigend und angstlösend als Psychopharmaka....und ja, er hat recht. Erfreulicher Weise für mich ohne Nebenwirkungen, ich darf sogar Auto fahren . 

So lange es keine weiteren offizielle Zulassungen gibt werden die Versicherer keinen Cent für THC ausgeben . Damit haben die das Recht auf ihrer Seite . 



Antwort
von grauerpanther04, 23

Erstaunlich, was hier alles an kompletten Unsinn verbreitet wird. Fakt ist, dass mit der Umsetzung des neuen Gesetzesentwurf zu der verbesserten Versorgung von Patienten mit Cannabis/ Cannabinoiden erst im Februar 2017 zu rechnen ist. Im Gegensatz zu den ganzen Experten hier will ich aber keine unseriöse Prognose abgeben, weil die Anspruchsberechtigten noch nicht klar definiert sind: https://m.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/05/2016-05-04-gesetz-cannab... Dronabinol ist übrigens kein chemischer Mist sondern das natürliche im Cannabis vorkommende Isomer von Tetrahydrocannabidiol, also dem Hauptwirkstoff von Cannabis und verursacht in der Regel Kosten von 250 - 450 € / Monat. Das kann in Einzelfällen auch bis zu 1000 € sein aber ist trotzdem deutlich günstiger Cannabis aus der Apotheke weil man da offenbar das 10-30 fache an THC Wirkstoff braucht. Zahlen stehen auch im Gesetzesentwurf der Bundesregierung, die Du im Netz findest. Wenn Du nicht so lange warten kannst, sprich mit einem guten Schmerztherapeuten und informier Dich über den www.cannabis-med.org,.org, da sind die Infos meist wesentlich belastbarer als hier. In jedem Fall gute Besserung für Dich.

Kommentar von user8787 ,

Schaut man sich den Wiederstand der Verbänder der Kk an wackelt deine Prognose gewaltig. Keine einzige Versicherung ist bisher bereit da mitzumachen. Selbst wenn ein Gesetz kommt, es wird immer eine Einzelfallentscheidung bleiben......

SchmerzTherapeuten dürfen keine Btm Verordnungen erlassen.

Kommentar von grauerpanther04 ,

Hallo Mücke: "Schmerztherapeuten dürfen keine Btm verschreiben"???? 😂😂😂😂 selten so gelacht. Wo hast Du denn den Quark her? Was meinst Du wer die Schmerzpumpen legt oder intrathekal spritzt und die ganzen fentanyl Pflaster verschreibt, wenn die Patienten nach x Jahren Schmerzodyssey endlich beim Schmerztherapeuten gelandet sind. Klar verschreiben auch Hausärzte btms aber kein Schmerztherapeut kommt ohne aus.

Antwort
von ninamann1, 29

Kommt auf den Arzt an , ob er Dronabinol verschreibt oder nicht .

Dronabinol wird nicht von der Krankenkasse bezahlt und ist sehr teuer 

100 Kapseln ca 400 euro

u.A plädiere ich deslalb für legalisierung. 

Der Kranke ist fast gezwungen bei irgendwelchen Dealern zu kaufen , macht sich strafbar und hat keinerlei Sicherheit auf Reinheit 

http://www.augsburger-allgemeine.de/wissenschaft/Wer-in-Deutschland-zur-Therapie...

Kommentar von Caddyshack83 ,

ich will kein syntetisches Chemiegift

Kommentar von ninamann1 ,

verständlich , Du hast gelesen , was ich dazu geschrieben habe . 

Antwort
von Dackodil, 42

Cannabis ist bisher nur in Einzelfällen genehmigt worden und dann nur für Todkranke und einer mit Tourette.
Nicht mal Krebskranke, die sehr von Cannabis profitieren würden, kriegen es.

Ein Anwalt wird daran auch nichts ändern können.

Das du dich nicht operieren lassen willst, kann ich gut verstehen.
Geh mal zur Physiotherapie. Da ist einiges zu machen.

Antwort
von konzato1, 61

Selbstverständlich steht es dir frei, einen Anwalt einzuschalten. Nur fraglich, ob du einen finden wirst, der deine Wünsche vertritt.

Da es zu deinen Schmerzen Alternativen gibt, wirst du bestimmt kein Hasch auf Rezept bekommen. Nur bei Erkrankungen, wo keine andere Therapie hilft.

Antwort
von brentano83, 14

Deine Chancen stehen nicht gerade gut... Aber versuchen könnte man es.... Und ich verstehe dich auch, ein kollege hat ebenfalls die selben probleme und hat sich operieren lassen. Und jetzt wünscht er sich er hätte es nicht gemacht... Schmerzen hat er immer noch, und zusätzlich jetzt ein taubheits gefühl im rechten bein. Und die Ärzte zucken nur mit den schultern....

mein rat... Versuch es! Oder probiere es alternativ mit CBD Öl, das "kann" ebenfalls helfen. Kollege hat sich das jetzt auch bestellt und mein Vater nimmt es bereits erfolgreich gegen schmerzen ein. (CBD ist vollkommen legal)

Alles gute...

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