Frage von laserbeam3210, 71

Cannabis als Schmerztherapie- nun keine Erlaubnis mehr beantragen?

Hallo, erst letzte Woche geisterte doch eine Meldung durch die Presse, das es in Deutschland erlaubt ist, von nun an (als chron. Schmerzpatient) Cannabis für den Eigengebrauch zu züchten, insofern der Patient bereits alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel (Schmerzmittel, Schmerztherapien etc.) ausprobierte, aber dennoch wirkungslos blieben. Da ich selber zu der Abteilung chron. Schmerzkrank gehöre, überlege ich, ob ich diesen Schritt; Cannabis als Schmerzmittel zu verwenden, nicht gehen sollte, da ich so vielleicht weniger von meiner regulären Schmerztherapie wegkomme, d.h. weniger Opioide zu schlucken, auch wenn ich sie nicht komplett weglassen werden kann. Wie sieht es diesbez. aus mit der Erlaubnis, weiß da jemand drüber bescheid ob man nach wie vor erst eine beantragen muss oder ist das nun hinfällig geworden, indem man ein dementsprechendes Krankheitsbild vorweist?

Antwort
von user8787, 29

Das ist ein langer Weg und erfordert einen großen Aufwand an Gutachten.

Sagt das Gutachten ok, darf ein Arzt dir Sativex auf BTM Rezept verorden.

Deine Versicherung aber wird das nicht zahlen. Die Finanzierung ist dann deine Privatsache. 

Cannabis ist ausschließlich für MS als Therapie zugelassen. Hier zahlen die GKV auch das Medi Sativex, meistens allerdings nach langem Kampf der Patienten. 

Kommentar von laserbeam3210 ,

Laut dem was unsere liebe Bundesdrogenbeauftragte versprochen hat, soll dieses Jahr noch für chron. Kranke eine Entschärfung in Kraft treten, so das auch andere Krankheiten mit Cannabis behandelt werden dürfen, ein entsprechender Gesetzesantrag liegt dem Bundestag seit Januar(!!) bereits vor, man darf also gespannt sein, ob sich etwas ändert und vor allem wann. Sollten sich die USA mal als Vorbild nehmen, sonst rennen wir denen ja auch nach, wie ein Hund seinem Stöckchen.

Kommentar von user8787 ,

Ich bezweifel das, die Grünen sprachen sich erst kürzlich wieder dagegen aus. Ich musste auch 2 mal hinschauen, aber es waren tatsächlich die Grünen. Die Presse war danach voll von Negativberichten bezügl. Legalisierung von Cannabis.  

Ich verfolge des Thema auch seit Jahen, Cannabis ist ein klasse Helfer in der Palliativmediz. und wird erfolgreich eingesetzt. Inoffiziell aber erfolgreich. 

Besonders Krebspat. im Endstadium profitieren davon. 

Antwort
von SiViHa72, 44

Das fragst Du Deinen behandelnden Facharzt. Du musst es 100%ig genau wissen, kein Foren-"der Schwager von der Schwippcousine hat gelesen"

Kommentar von SiViHa72 ,

Und das sag ich n icht aus juxigem "dagegen", sondern weil ich das Thema kenne, da es viele mit meiner Krankheit auch betrifft.

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