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Cannabis als Medizin im Eigenanbau?

Frage von aXXLJ aXXLJ

Cannabis als Medizin feiert eine kaum für möglich gehaltene Wiedergeburt und hat sich wirksam, heilend und lindernd bei einer Unzahl verschiedener Krankheiten gezeigt: Bei Krebsformen, bei Hepatitis C, HIV/AIDS, Glaukom, MS, Morbus Crohn, Tourette, ADS/ADHS, Migräne, Schmerzsymptomatiken etc. Die "Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin und das "Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin" könnten in D als Wegbereiter dafür angesehen werden, dass auf Patienten-Antrag an das BfArM seit Nov. 2008 aus NL importiertes Cannabis in drei verschiedenen Qualitäten über Apotheken bezogen werden kann. Dieses Cannabis ist mit durchschnittlich 15 € aber etwa doppelt so teuer wie auf dem Schwarzmarkt. Viele Patienten mit hohem Bedarf können es sich nicht leisten, zumal das Mittel von den KK nicht erstattet wird. Nun steht ein Patient http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/cannabis-eigenanbau-fuer-ms-patiente... unmittelbar davor, sein Cannabis zuhause anbauen zu dürfen, wenn sein grundgesetzlich verbürgtes Recht auf körperliche Unversehrtheit stärker wiegt als eine mögliche Rüge gegen die BRD für einen Verstoß gegen das 1961 getroffene Internationale (Drogen-)Schutzabkommen.

Frage: Was wiegt schwerer? Das Recht auf medizinische Versorgung - auch wenn dies bedeutet, dass Patienten Cannabis selbst anbauen? Oder eine Rüge, von der niemand persönlich be- oder getroffen ist?

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Antworten (8)

  • 1
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von VMaxer VMaxer

    gute frage axxlj !!!

    ich habe mich auch schon gefragt, ob es nicht sogar unterlassene hilfeleistung ist, den patienten cannabis zu verwähren ???

    die patienten müssen chemie schlucken, was nicht grade gesundheitsförderlich ist, wo es cannabis gibt, was die wirkung von opiaten u. morphinen teilweise verstärkt ( hieße man brauch nicht so viel tabletten ) und vor allem nicht die gesundheitlichen gefahren mit sich bringt. mfg

    ps: hättest mal umfrage drauß machen sollen ;-)

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1...

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Bin mehrfach an Umfrage und zuviel Zeilenzeichen gescheitert; dies ist quasi eine auf die notwendigen Infos zusammengekürzte Fassung des ursprünglichen Textes.

    Kommentar von VMaxer VMaxerVMaxer

    schade, aber trotzdem gute frage ;-)

    Kommentar von VMaxer VMaxerVMaxer

    thx 4 the star ;-)

  • 3
    Antwort von woewe woewe

    Ach, AXXlJ, Du stellst Fragen - dabei weißt Du genau, die Drogenzarin wacht drüber und hat fast (1) alle Paragraphen der Welt hinter sich. Und ich muss keine Textbausteine von ihr importieren, Realitätsverlust, Entpersonalisierung, Schwindel und paranoide Angststörungen - ach nee, das war die CSU-Maria.

    Dann lieber noch die rechtliche Situation der Patienten benannt, wie sie Rechts-Professor Böllinger beschreibt, den Du an anderer Stelle zitierst: "Die Situation bleibt für Schmerzpatienten und an diversen anderen Leiden Erkrankte, für die Cannabis ein probates Heil- und Linderungsmedikament darstellt, prekär. Sie auch weiterhin im Dickicht von Sozialrecht, Strafrecht und Verwaltungsrecht zappeln zu lassen, ist eine gröbliche Verletzung der Menschenwürde und des Grundrechts auf körperliche und seelische Gesundheit. Die Judikative hat dies höchstrichterlich erkannt, der Gesetzgeber verhält sich blind, und eine selbstherrliche Exekutive ignoriert es willkürlich."

    (1) ausgenommen das GG

    BTW: Es läuft noch eine Epetition zum Thema:

    https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=1...

    Kommentar von VMaxer VMaxerVMaxer

    dh !!! und danke für die info über die petition !!!

  • 1
    Antwort von aXXLJ aXXLJ

    Siehe hierzu (weil auch Patienten kriminalisiert werden)...

    Kommentar von woewe woewewoewe

    Online beendet am 26.01.2011 - 21309 Mitzeichner, Platz 14 aller Petitionen. Eine Mitzeichnung ist aber über http://cannabispetition.de/Unterschriftenliste.pdf bis zur Bearbeitung im Petitionsausschuss immer noch möglich.

  • 1
    Antwort von Auchdazu Auchdazu

    Das kannst du alles vergessen Deutschland bewegt sich in Richtung Saubermann und die Rechte einzelner, haben da bestimmt kein Gewicht. Zudem wird diese Sache ohnehin vor dem Europäischen Gericht landen, denke ich mir. Erfolglos.

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Wirf mal einen Blick nach Spanien und nach Belgien (ggf. auch in die USA), wo Patienten sich bereits geduldet in Kooperativen zusammengeschlossen haben und ihre eigene Medizin anbauen.

    Kommentar von Auchdazu AuchdazuAuchdazu

    Die Homöopthie hat Cannabis auch als Heilmittel aufgeführt. Aber wie sollen Schranken geöffenet werden wenn schon von der deutschen Rechtssprechung der Besoffene, der mit dem Auto 2 Passanten todgefahren Bewährung bekommt, während jemand der mal positiv war und im Besitzt von Cannabis ein halbes Jahr Strafe bekommt ohne Bewährung?

  • 0
    Antwort von Seelenwelten Seelenwelten

    Eine heilende Wirkung wurde bei Cannabis nie nachgewiesen, allerdings lassen sich dadurch gewisse Symptome deutlich lindern oder verringern. Wenn der Anbau in solchen Fällen legitimiert werden sollte, würden andere Prozesse nach folgen und auch sicherlich deutlicher Mißbrauch stattfinden. Darum wird es wohl auch höchstens eine Beschränkung der Ausgabe durch Apotheken oder Kliniken und speziell durch ein BTM-Rezept erreichen, somit müssten zumindest die Krankenkassen die Kosten übernehmen, wie es heute auch bei Methadon, Morphinen, usw. ist, was ich auch vollkommen ausreichend finde.

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Cannabis gibt es nicht auf Rezept, sondern auf Antrag beim BfArM. Der Antrag muss ärztlich befürwortet werden. Die Antragsbearbeitung dauert ca. 3 Monate. Was soll/darf/kann beispielsweise ein Hartz-IV-Empfänger machen, wenn der Cannabisdarf sein monatliches Budget bei Weitem übersteigt? Unbehandelt bleiben? Gar nicht erst krank werden? Zum Thema "Heilen": http://www.youtube.com/watch?v=mA_hpfcTpmQ&playnext=1&list=PL96D6932562C7C533&index=21

    Kommentar von woewe woewewoewe

    "Cannabis destroys cancer cells"

    "Cannabis zerstört Leukämie-Krebszellen"

    THC kann die Ausbreitung von Gamma-Herpes-Viren blockieren, Viren erhöhen Risiko für die Krebsarten Kaposis-Sarkom, Burkitts-Lymphom und der Hodgkins-Krankheit. Studienleiter Peter Medveczky, Universität von South Florida, 2004

    Und es gibt Studien, die reichen in die 70er Jahre zurück!!!

  • 0
    Antwort von FunBaer FunBaer

    Dazu gibt es höchstrichterliche Urteile. Der Cannabis-Anbau und -Besitz ist im Moment noch strafbar in Dtl. Es gibt aber im Moment Bestrebungen, Cannabis zu ther. Zwecken kontrolliert zu zu lassen.

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Cannabis als Medizin ist bereits verfügbar. Als pflanzliche Blüten und als Cannabis-Extrakt.

  • 0
    Antwort von crazyrat crazyrat

    Ich denke nicht, dass das genehmigt wird. Die Sache wird sicherlich noch lange Zeit die Gerichte befassen. Und solange wird er wohl nicht anbauen dürfen, da die Behörden Einspruch eingelgt haben.

    Es wird höchstens darauf hinauslaufen, dass er offiziell Canabis in den Apotheken erwerben darf und vielleicht auch öffentlich konsumieren darf. Aber er wird es wohl sicherlich nicht selbst anbauen dürfen.

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Warum sollte, was in den USA, Spanien, Belgien und z.T. NL möglich ist, nicht auch hierzulande möglich sein?

  • 0
    Antwort von Bujin Bujin

    Betäubungsmittel die nach dem Betäubungsmittelschutzgesetz verboten sind, sind verboten. (Im Moment)

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    Cannabis ist als Medizin auch in Deutschland verfügbar. Derzeit für etwa 50 Patienten.

    Kommentar von aXXLJ aXXLJaXXLJ

    ...und ein "Betäubungsmittelschutzgesetz" gibt es nicht.

    Kommentar von woewe woewewoewe

    Was hilft das Verbot?

    Die Prohibition ist schädlich für die Gesellschaft

    • Sie schränkt Bürgerrechte ein und korrumpiert den Rechtsstaat.

    • Sie fördert die organisierte Kriminalität und den Schwarzmarkt.

    • Sie hat desaströse Auswirkungen auf Anbau- und Transitländer.

    • Sie behindert eine angemessene medizinische Versorgung.

    Die Prohibition ist teuer

    • Die Bürger werden Opfer der Beschaffungskriminalität.

    • Jedes Jahr werden Milliardenbeträge für die Strafverfolgung aufgewendet.

    • Der Staat verzichtet auf Steuereinnahmen, die er bei einem legalen Angebot hätte.

    Die Prohibition ist schädlich für die Konsumenten

    • Konsumenten werden diskriminiert und strafrechtlich verfolgt.

    • Es gibt keinen Verbraucher- und Jugendschutz. Riskante Konsumformen werden gefördert.

    • Die Konsumenten werden gefährlichen Krankheiten ausgesetzt.

    • Junge Menschen werden dauerhaft stigmatisiert.

    • Normales jugendliches Experimentierverhalten wird kriminalisiert und das Erlernen von Drogenmündigkeit erschwert.

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