Frage von theneutrum, 30

Arbeitgeber verlangt, auch auf Kundennachfrage zu verneinen, dass man externer Dienstleister ist, ist das juristisch ok?

Callcenter, Annahme von Calls f. andere Firmen.

Antwort
von skychecker, 10

Die Auftraggeber erwarten grundsätzlich von den externen Dienstleistern, dass diese sich mit dem Auftraggeber identifizieren.

Weiter gehört im Regelfall dazu, dass eben nicht kund getan wird, dass es sich um einen Dienstleister handelt. Besonders eben, um die Kunden nicht zu verunsichern.

Mit einem Standort ist es ebenso. 

Von daher ist hier nur die Auftraggebererwartung erfüllt, die im Zweifel auch die Verantwortung für Tun und Handeln der Mitarbeiter der externen Dienstleistern übernimmt.

Der externe Dienstleister ist hier per Vertrag einfach Erfüllungsgehilfe des Auftraggebers.

Antwort
von Gerneso, 20

Der Kunde hat bei Euch gebucht, dass ihr quasi als Büro für ihn fungiert, Euch mit seinem Firmennamen meldet und seine Anrufer entsprechend kompetent bedient.

Wenn ein Mitarbeiter dies professionell macht, fragt eigentlich kein Anrufer ob er überhaupt bei der Firma xy rausgekommen ist. Also muss man davon ausgehen, dass der Anrufer sich nicht professionell betreut fühlt. Andernfalls würde die Frage gar nicht aufkommen.

Übrigens arbeiten auch Mitarbeiter, die über eine Zeitarbeitsfirma angestellt sind, aber beim Kunden vor Ort anrufen so, dass sie dort als Mitarbeiter der Firma xy auftreten und nicht als Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirma z.

Das ist also ein ganz normales Vorgehen und in dem Moment wo man für die Frima xy Telefonanrufe entgegen nimmt, muss man auch als kompetenter Ansprechpartner der auftraggebenden Firma fungieren.

Scheinbar klappt das bei Dir nicht ganz so gut und die Anrufer werden mißtrauisch und fragen deshalb ob Du wirklich für / bei Firma xy arbeitest. Würde der Anrufer sich gut aufgehoben fühlen, käme die Fragestellung gar nicht auf.

Kommentar von theneutrum ,

Beantwortet die Frage nicht. Google hilft nicht,  wenn es darum geht, die gesetzlichen Vorgaben dazu zu finden, daher die Frage hier gepostet. Schöne Mutmaßung übrigens bezüglich meiner Person, jedoch betrifft mich das nicht persönlich. Es scheint allerdings gängige Praxis von Callcentern zu sein, ihre Mitarbeiter anzuweisen, sich, selbst auf Nachfrage des Kunden hin, nicht als externer Dienstleister outen zu dürfen. Das erzeugt beim Mitarbeiter Druck, wenn nicht sogar Angst. Schließlich will man nicht ertappt werden. Was ethisch mindestens fragwürdig ist. Nur was sagt eben der Gesetzgeber dazu?

Kommentar von Gerneso ,

Wenn man in einem externen Callcenter arbeitet für das Unternehmen xy, dann arbeitet man in der Zeit auch für das Unternehmen xy - auch wenn das Unternehmen xy den Mitarbeiter nicht direkt beschäftigt hat, sondern über Leiharbeit.

Das Beschäftigungsunternehmen hat ja einen Vertrag mit Firma xy geschlossen und insofern ist gesetzlich auch klar, dass man als Mitarbeiter des Callcenters offiziell für die Firma xy arbeitet und spricht. 

Warum sollte dies Mitarbeiter unter Druck setzen? Sie lügen ja nicht, wenn sie sich als Mitarbeiter der Firma xy ausgeben. In dem Moment sind sie das ja (über Entsendung).

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