Frage von Biggi1963 01.07.2012

CAC-Schau Debüt - Dobi mit ganz feinen Antennen?

  • Hilfreichste Antwort von Portbatus 02.07.2012
    9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hallo Biggi, so ging es mir sinngemäß im Dezember 2011 mit meinem Hund.

    Wir hatten monatelange geübt, zuerst nachts, auf dem Spaziergang, dann in allem möglichen Situationen. Bisher hat es immer der Züchter selbst gemacht und sagte dann nach einer Begutachtung, mach du es besser, bei dir läuft er ruhiger usw.. So kurz vor der Ausstellung, war ich innerlich gar nicht darauf vorbereitet.

    Dann als es dann soweit war, die ersten Meter lief er gut, tanzte vor uns eine Hündin aus der Reihe und ab da war er von der Rolle. Ich ärgerte mich, weil es bisher doch alles so gut und konzentriert gelaufen war. Da fehlte mir wohl die Routine, die Gelassenheit.

    Ich habe direkt danach gesagt, der hat genau gespürt, dass ich nicht mehr gelassen war. Er bekam seine Punkte und es war Ok, weil der Richter genau die Kettenwirkung gesehen hatte.

    Was soll´s, mit Tieren muss man sich immer innerlich darauf einstellen, dass es nicht bis ins letzte perfekt laufen kann. Gut vorbereiten ja, aber sich innerlich darauf vorbereiten, dass es doch etwas daneben gehen kann.

    Klar hinterher ist man immer schlauer, aber wenn man daraus lernt, ist es doch das Lehrgeld wert, oder ;-D).

  • Antwort von YarlungTsangpo 02.07.2012
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Er hat dich sorgenvoll angeschaut - ob er dir alles Recht macht.....

    Alte Ausstellerweisheit:

    Es sind nur Maximal 20 Minuten, davon ruhen wohl nur in 15 Minuten alle Aufmerksamkeiten auf dem Hund und seinem Vorführer.

    In den Ring - vollkommen abschalten - nur Hund und Du sind vorhanden -

    Kein Ehrgeiz, kein "gewinnen wollen" nur Zusammenspiel Du und Hund haben Kraft und Aussagewert....

    Einen hohen Erwartungsdruck merkt der Hund, welcher sich versucht zu korrigieren. Du sollst ihn aber nur bewundern, nicht nachstellen, halten oder korrigieren müssen...

    Die besten und zuverlässigsten Ergebnisse bekommen die Hunde welche sich für ihr Leben gerne von allen Seiten bewundern lassen wollen. Das musst Du lernen vorzuleben und mit zu vollziehen. Solche Hunde strahlen aus, ja drehen und wenden sich nachgerade selbst - das geht nur wenn Du mit diesem Strahlen vorausgehen kannst, es spiegelst und vermittelst.

    Ausstellen ist gar nicht leicht. Vor allem den eigenen Ehrgeiz für diesen kurzen Moment abzuschalten.

  • Antwort von LadyOxum 02.07.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du kannst nichts an dir ändern, oder wie willst du Gedanken und Emotionen abschalten? Gerade der Hund wird diese Antenne, wie du es richtig genannt hast, immer beibehalten - da kannst du noch soviel lernen dich verstellen zu wollen .. es wird nicht klappen. Also nimm es einfach so hin. Der Hund steht dir eben sehr nahe, war "eins" mit dir - nun hat er nur V3 .. na und.

    Ich finde es viel schöner zu hören/lesen/sehen, wie nahe sich Mensch und Tier sein können = Du/ihr habt alles super gemacht.

  • Antwort von DiekleeneChris 01.07.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Austellungen sind immer Ausnahmesituationen. Selbst, wenn der Hund schonmal auf Ausstellung war. Es sind jedesmal viele Leute da, Hunde die er nicht kemmt, Menschen die er noch nie gesehen hat und alles riecht ganz anders als er es vom Training kennt. Das ist ein großer Faktor den du nicht vergessen darfst. Ich würde aber zusätzlich davon ausgehen das der Hund gemerkt hat wie es dir geht, denn Hunde sind sehr sehr sehr gute Beobachterund ich bin mir sehr sicher das man einem Hund nix vormachen kann. Grade wenn der Hund eine Bindung zu dir aufgebaut hat ist es schwer, deswegen hab ich meine Hündinnen immer von anderen Leuten im Ring führen lassen, Leute die mein Hund zwar mal gesehen hat aber nix weiter mit dem zu tun hatte und ich habe nur gelockt und mich nicht sehen lassen. Auch wenn das vom Prinzip immer gut funktioniert hat, kann ich dich trösten, meine Hündin hat auch immer irgendetwas gemacht was ich noch gar nicht von ihr kannte :D Davon abgesehen ist ein V3 nix worüber man sich ärgern muss. Denn letztendlich entscheidet der Richter im Stand ja nur die erste eihenfolge und sortiert beim Lauf nochmal um. Wichtig ist, selbst wenn du diesmal nicht zufrieden warst und das ist oft bei der ersten Ausstellung, kannst du es unter einer gemachten Erfahrung verbuchen. Du lernst draus und machst es beim nächsten Mal einfach besser :D

  • Antwort von Szelid3 02.07.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    V 3 ? Das ist doch für ein Debüt mit einem Hund, der Dir nicht gehört, mehr als akzeptabel ! Ich meine, wir sprechen hier ja nicht über norwegischen Elchhund, Azawakh, oder andere Rassen, von denen es hierzulande vielleicht fünfzig gibt. Da bist Du schnell mit V 1 aus dem Ring, mangels Konkurrenz . Dobermann ist viel , weil deutscher Hund, ergo auch höhere Meldezahlen . V3 unter Konkurrenz gilt mehr, als V 3 OHNE . Was den Hund angeht, der hat NATÜRLICH Antennen für Deine Nervosität - sei es, weil Du mit dem Kopf daheim warst, oder auch natürlich nervös in der Ringsituation. Ich würde mir nicht soviel Kopf machen, auch nicht für`s nächste Mal - ihr bekommt Routine , und dann wird es besser . Junge hat sich doch gut gezeigt , auch V 3 ist Platzierung - und er orientiert sich an Dir. Von hier aus, kein Grund, Dich zu bemitleiden, eher Grund zur Gratulation, Ihr seid auf gutem Weg, also weiter. Spiel, Spass, Bestätigung nicht vergessen, dann macht der Junge auch weiter mit .

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