Frage von Onkel73, 37

C1 CE EU Berufskraftfahrer Ausbildung zwingend erforderlich?

Ich frage hier für meinen Neffen. Ich selber hab die Obengenannten Führerscheine mit den dementsprechenden Eintrag 95. Nun möchte mein Neffe der momentan als Sklave für DPD fährt.Nun möchte Umsatteln auf LKW. Muss dieser jetzt die 3 Jährige Ausbildung machen oder nicht. Er hat seinen Klasse B Führerschein 2008 gemacht. Könnt ihr da mir helfen.

Ich weiß das man den Eintrag 95 haben muss.

Antwort
von dancefloor55, 23

Zwingend ist es nicht - aber es erleichtert dir definitiv einen Job zu finden. Mein Mann hat z.b. auch diese Ausbildung gemacht und wie er von D nach AT gezogen ist hat er 1!! Bewerbungsgesrpäch gehabt (okay er hatte noch berufserfahrung auch noch - aber die Kombi von Erfahrung + Ausbildung hat sicher bei der Einstellung geholfen)

Daneben lernst du auch einige Sachen die dir später viel Ärger ersparen können Thema Ladungssicherung, Haftung etc)

Dazu hast du in der LKW Branche immer eine Starke ausländische Konkurrenz die für nen Apfel und ein Ei fahren.. die haben genauso nur einen C Führerschein. Also wen wird eine Firma eher einstellen? Wenn du dich von der Masse der billigst Fahrer abheben willst wäre eine Ausbildung nicht schlecht.

Glaube aber nicht dass es in der LKW Branche viel besser zugeht als bei den DPS Fahrern.
Meinem Mann haben die z.b. eine Vertragsverlängerung vorgelegt: statt 40h (ab 41h. Überstunde) hat er nun eine 50h Woche und erst ab der 51.h gibt es eine Überstunde bezahlt (für das selbe Gehalt natürlich). Unterschreib oder wir suchen jmd anderen.... (hat offiziell natütrlich keiner gesagt, aber das wäre die logische Konsquenz gewesen).

Antwort
von Scharek, 12

Hallo dancefloor55,

ich hoffe doch mal, dass sich Ihr Mann nicht auf solche krummen Dinge einlässt. Es gibt nach wie vor ein Arbeitszeitgesetz. 

Ihr Mann bekommt offensichtlich Gehalt. Damit sind allein nur 173 Stunden pro Monat bezahlt. Mehr nicht. 

Jede Stunde darüber - praktisch alle weiteren auftretenden Zeiten außer reine Lenkzeit, auch Wartezeiten, wenn die Dauer nicht vorab bekannt ist - ist zusätzlich zum Gehalt zu vergüten.

 Um dieses Geld zu bekommen, muss Ihr Mann natürlich ein Arbeitstagebuch führen. Fahrenschreiberausdruck genügt nicht!

Solltes es Probleme geben: Hotline des Zoll anrufen. Die kümmern sich dann schon und klären Deine Firma über die Gesetzeslage auf.

Das Leben ist definitiv zu kurz für miese Firmen - Fahrer C+E mit der eingetragenen 95 werden überall gesucht. Und ja: es gibt auch gute Firmen in dieser Branche ...

Kommentar von dancefloor55 ,

Mein Mann hat den Vertrag sowieso nicht unterschrieben da er eh schon gekündigt hatte.

ch hoffe doch mal, dass sich Ihr Mann nicht auf solche krummen Dinge einlässt. Es gibt nach wie vor ein Arbeitszeitgesetz. 

Ja nur das kann man teilweise auch umgehen. Ich hatte z.b. bei meiner alten Firma einen Managervertrag obwohl ich keine leitende Funktion sondern nur eine normale Anhgestellte war (JEDER hatte in der Firma so einen Vertrag). Das warenh so genannte all-in Verträge. Mit dem Gehalt sind alle anfallenden Überstunden abgegolten - es gibt also kein Geld oder kein Zeitausgleich für Überstunden. Bei Manger die sehr viel verdienen ist so ein Vertrag noch verständlich - bei normalen Angestellten nicht - legal war es trotzdem.

Meine Firma wollte sogar, dass ich 1x deie Woche um ca. 4 Uhr in der Früh (eigentlich Kernzeit ab 7.30 Uhr) anfange damit sie einen Bericht  am MO in der Früh immer topatkuell am Tisch liegen haben. Das würde heißen, dass ich um ca. 2 Uhr in der Nacht aufstehen hätte müssen - habe bei der Behörde nachgefragt ob das Legal ist, da ich ja dafür auch keinen Cent zuschlag (Nachtarbeit) verdiene. Antwort war : Ja wenn es betriebswirtschaftlich notwendig ist, dann dürfen sie mit zu jeder Uhrzeit in die Firma beordern. Ob das betriebswirtschaftlich notwendig gewesen ist oder nicht wäre wieder eine Streitfrage gewesen.

Also das Gesetz kann man auslegen wie man will und wenn man nicht rechtsversichert ist geht kaum einer vor Gericht - eher kündigt man und sucht sich einen neuen Job.

Jede Stunde darüber - praktisch alle weiteren auftretenden Zeiten außer
reine Lenkzeit, auch Wartezeiten, wenn die Dauer nicht vorab bekannt ist
- ist zusätzlich zum Gehalt zu vergüten.



Das ist korrekt - die neueste Masche von Firmen ist aber, dass die Fahrt bis zum ersten Auftrag und die Rückfahrt vom letzten Auftrag nicht als Arbneitsstunden gerechnet werden. Die Argumentation hier ist, dass das ja nur der Weg zur ersten Arbeit bzw. der Heimweg ist. Kenne das modell aber wie gesagt nur von deutschland - in Österreich habe ich davon z.b. noch nie gehört. Liegt aber wohl am Kollektivvertrag, welcher so etwas nicht zulässt.

Das Leben ist definitiv zu kurz für miese Firmen - Fahrer C+E mit der
eingetragenen 95 werden überall gesucht. Und ja: es gibt auch gute
Firmen in dieser Branche ..

Gibt es defintiv - nur leider sehr viele schwarze Schafe auch. Ein Freund von meinem Mann überlegt nun, ob er sich in Deutschland selbstständig macht (LKW kaufen und auf eigene Faust Aufträge fahren) - der hat X mal den Job gewechselt und bei jeder Firma war es wieder das gleiche.
Mein mann hat da Gott sei dank Glück gehabt - in AT er echt ne gute Firma erwischt. Da bekommen z.b. nicht die Fahrer die neuen LKWs welche schon lange dabei sind - sondern die, welche am ökonomischten Fahren. Es gibt auch extra Schulungen dazu etc.
Oder wenn mal was kaputt geht wird es anstandslos repariert und man muss nicht einen Winter ohne Heizung rumfahren...

Antwort
von oliberlin, 5

Wenn er 2008 nicht nur die Klasse B sondern mindestens auch die Klasse C1 oder C1E erworben hat reicht die modulare Fortbildung für Berufskraftfahrer für den Eintrag der 95 im Führerschein. Hat er aber wirklich nur Klasse B muss er min. die beschleunigte Grundqualifikation absolvieren.

Antwort
von Nightlover70, 20

Es reicht den FS Kl. CE und die Grundqualifikation zu machen.

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