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BWL/VWL/ Wirtschaftswissenschaftenstudium sinnvoll ?

Frage von devil1992 devil1992

Nach Vollendung der 12. Klasse eines allgemein bildenden Gymnasiums in Baden- Württemberg, stellt sich mir nun langsam die Frage, wo es denn nach dem Abitur hingehen soll. Aufgrund meines großen Interesses an Wirtschaft habe ich mir überlegt BWL/VWL oder Wirtschaftswissenschaften zu studieren, bin mir nun allerdings nicht sicher ob ich diese aufgrund meiner doch eher zweitklassigen Mathematiknote auch erfolgreich bestreiten kann . Hier einmal ein kurzer auszug aus meinem zeugnis:

Mathematik : 7 Np Gemeinschaftskunde: 13Np Französisch : 13Np Englisch: 12Np Spanisch:13Np

Jetzt wollte ich fragen, ob es mit der angegebenen Mathenote zu einem Studium in den oben genannten fächern reichen würde oder ob das reine Quälerei darstellen würde... Mir wurde auch schon mehrfach geraten doch in Richtung Sprachen etwas zu studieren, allerdings würde mich das nicht so sehr reizen wie ein Studium der oben genannten Studiengänge ... Bitte um Rat oder Erfahrungsberichte

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Antworten (4)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von PVUellenberg PVUellenberg

    Wenn Du unbedingt Wirtschaft studieren willst, dann tu es. Erkundige Dich vorher sehr gewissenhaft, an welchen Unis wie viel Mathe gemacht wird. Da gibt es riesige Unterschiede.

    Eine Quälerei wird es eh ;-). Ich selbst war bis zum Abi mit Mathe-LK immer eins bis zwei plus in Mathe und nach ca. 70 Minuten im Mathevorbereitungskurs an der Uni Bielefeld hatte ich keinen blassen Schimmer mehr, ob der Professor überhaupt auf Deutsch und wenn ja welches Fach eigentlich unterrichtet. Ich hatte bis dahin nie Probleme in Mathe und guckte mich um und dachte, "es kann einfach nicht sein, dass die vierhundert anderen (die alle ein Gesicht machten, als verstünden sie es) alle besser sind als ich." Naja, langer Rede kurzer Sinn: die Wirtschaftsfakultät der Uni Bielefeld ist sehr mathelastig, der Prof. hatte es drauf angelegt und das verständnisvolle Gesicht bei Ahnungslosigkeit habe ich dann auch noch oft üben können. Mit Nacharbeit und vor allem einem Gesamtüberblick über den jeweiligen Stoff hat sich das aber zu den Klausuren mit Nachtschichten immer wieder gelichtet und ich habe am Ende ein recht ordentliches Diplom in der Hand gehabt. Die eine Erkenntnis war: bezogen auf ein Studium ist der Unterschied zwischen LK "2+" und GK "4" gar nicht so groß, denn auch die bisherigen Matheasse geraten ins Schleudern, man kann sich durchwursteln und nicht wenige haben sich DANN halt auch informiert, an welchen Unis weniger Mathe gemacht wird und sind dort glückllicher geworden. ** Mach aber das, was Dich am meisten reizt!**

    Kommentar von PVUellenberg PVUellenbergPVUellenberg

    Ach ja, willst Du es überhaupt an einer Uni studieren? Es gibt ja andere "Studiengänge", die keine "wissenschaftlichen Studiengänge" sind. Da brauchst Du auch Mathe, es wird Dir auch viel vorkommen, aber letztendlich ist es erheblich viel weniger.

    Kommentar von devil1992 devil1992

    Bisher war es für mich eigentlich klar an ne uni zu gehen ... Mit dem Gedanken an ne FH zu gehen hab ich noch gar nicht großartig gespielt, weil alle in unserer Familie an ner Uni studiert haben ...

    Kommentar von PVUellenberg PVUellenbergPVUellenberg

    "Das haben wir schon immer so gemacht" ist der beste Grund, andere Möglichkeiten ergebnisoffen mit ins Kalkül zu ziehen!

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    Antwort von kappe619 kappe619

    Naja, es stimmt schon, dass Mathe nötig ist, aber es gibt ja bestimmt Bereiche, die dir liegen, und welche, die dir nicht liegen. Wenn du nur Sachen nicht kannst, die du nicht wirklich brauchen wirst, dann solltest du das auf jeden Fall machen!

    Und auch sonst würde ich dir raten, es auf jeden Fall zu versuchen, da man eigentlich nichts falsch machen kann, wenn man BWL etc studiert. Meine Mama hat immer gesagt, wenn man nicht genau weiß, was man studieren soll, dann soll man BWL nehmen, dann hat man später gute Aufstiegschancen in Firmen.

    Und wenn dich Sprachen gar nicht so reizen, dann lass es lieber, man sollte das tun, was einem Süaß macht!

    Kommentar von HeinerV HeinerVHeinerV

    dann hat deine Mama aber eig ziemlich unrecht. Es ist international irrelevant, was man studiert hat. In England z.b. sind viele Konzernlenker und Vorgesetzte studierte Politologen, Historiker usw.

    Und wenn er bereits jetzt soviel für Mathe gemacht hat und 7 p. springen heraus, dann ist BWL absolut nicht zu empfehlen, denn dann wird er so oder so, falls er nicht Mathematisch begabt ist, im 1. Semester herausgesiebt.

    Kommentar von kappe619 kappe619kappe619

    Ich habe das so gemeint, dass man, wenn man nicht weiß, was man studieren will, besser BWL studiert, als gar nichts und so seinen Beruf anfängt oder gar ein paar Jahre gar nichts macht.

    Und viele Leute, haben schlechte Noten in Mathe, obwohl sie das alles sehr wohl können, das muss nichts heißen. Wie gesagt, wenn man es sich zutraut, dann soll man das ruhig machen.

    Kommentar von HeinerV HeinerVHeinerV

    Viele mit schlechten Mathenoten , aber auch viele mit guten Mathenoten fliegen sang- und klanglos im ersten Semester raus. Das sollte man nunmal bedenken. Und das schlimmste ist es, eijn Fach aus der Not heraus oder aus der "Nicht-Weis"-Konstellation her zu studieren. Das endet meistens fatal und man hat Zeit verloren..

    Kommentar von PVUellenberg PVUellenbergPVUellenberg

    Wer BWL studiert, ohne dass es ihn interessiert wird größere Probleme haben als derjenige, den dieses Fach anzieht, der aber schlechter ist in Mathe. Denn der zweite ist bereit zur "Quälerei"!

    Kommentar von kappe619 kappe619kappe619

    Aber der Fragesteller sagte ja, dass ihn BWL etc sehr interessiert, die Hürde ist schon geschafft, mit ein bisschen Übung klappt das dann auch noch in Mathe und fertig, positiv bleiben.

    Kommentar von PVUellenberg PVUellenbergPVUellenberg

    @kappe619: Genau! Mein Kommentar bezog sich auf Heiner V, da vertrete ich eine andere Meinung.

    Kommentar von HeinerV HeinerVHeinerV

    So einfach ist das nunmal nicht an der Uni, so ises nunmal...Letzten Endes kommt es ganz allein auf den Typus an, ob er sich durchkämpft, lieber früher als zu spät aufhört oder mit dem Stoff wirklich gut zurecht kommen kann. Viel Arbeit wird es auf jeden Fall werden, und wirklich Facettenreich oder überhaupt realitätsnah ist BWL und VWL in kaum einer Weise.

    Da wird er mit dem theoretischen Interesse, sprich Regulierung der Finanzmärkte oder europäische Währungs- und Wirtschaftspolitik auf die Schnauze fallen. Denn so ist das Fach nunmal nicht.

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    Antwort von fraggle16 fraggle16

    die Note würde reichen. jedoch stell ich mir die Frage, warum du, mit doch relativ schwachen mathematischen Leistungen ein Fach wählen willst, dass Mathematik als absoluten Schwerpunkt besitzt?

    Ob da nicht Fächer wie Sozialwissenschaften oder Politologie eher geeignet wären?

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    Antwort von HeinerV HeinerV

    Du kannst es schon schaffen, musst dich aber halt richtig dahinter klemmen. Wenn du jedoch jetzt schon sehr viel für Mathe tust, dann würde ich mir es gut überlegen, denn dann kannst schief gehen. Mathe gibbets viel in VWL und BWL. Natürlich nicht mit dem Studienfach Mathe zu vergleichen, aber dennoch anspruchsvoll.

    Wo liegen denn deine Hauptinteressen in Wirtschaft???

    Kommentar von devil1992 devil1992

    Wirklich angestrengt hab ich mich in mathe dieses jahr nicht. Also ich denke es wären mit Hausaufgaben machen und regelmäßig lernen und wiederholen durchaus noch 2-3 punkte luft nach oben hin. Hauptinteressen im Bereich Wirtschaft sind momentan : Internationale Finanzmärkte, verschiedene Wirtschaftstheorien und Wirtschaftspolitik

    Kommentar von HeinerV HeinerVHeinerV

    Dann solltest du dich eher Richtung Politikwissenschaft orientieren, dort kann man in die Richtung gut lernen. Wirtschaft ist halt reine theoretische Mathematik, ohne Realitätsbindung. Du wirst dich oft dabei auch fragen, wofür du diesen Schmarrn an Mathe lernst. Mach lieber Politikwissenscahft und eine Sprache, dann hast du mit exzellenten Sprachkenntnissen gute Chancen später mal.

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