Frage von sharlinecenna, 139

BVB verpflichtet?

Hey, es geht um folgendes: Ich werde jetzt 17 jahre alt und aus privaten gründen konnte ich leider meine schule nicht zuende bringen und stehe jetzt vor einem problem weil ich selbstverständlich einen guten abschluss erreichen möchte. ich war auch immer eine sehr gute schülerin und fleißig bis mich dann wie gesagt ein privates problem total aus der bahn geworfen hat und ich dadurch ohne abschluss die schule verlassen habe.. jetzt wo ich wieder dazu in der lage bin und sehr motiviert bin meinen abschluss nachzuholen und dann auch weiter zu machen mit der schule, evt dann sogar mein abitur wie ich es immer vor hatte weiß ich aber nicht so recht wie ich das machen soll.. folgendes problem: ich bin 17 jahre alt das heißt ich bin berufsschulpflichtig also sind wir letztes jahr nach den sommerferien zum arbeitsamt und haben uns beraten lassen ich habe auch ausdrücklich betont das ich meinen abschluss nachholen möchte und nicht sinnlos irgendwo rumsitzen möchte nur um meine zeit abzusitzen bis ich nicht mehr berufsschulpflichtig bin. was passiert? man steckt mich in eine berufsvorbereitende bildungsmaßnahme (BvB) wo genau das passiert ist was ich nicht wollte!!! man hat mich in eine klasse mit unmotivierten, scheinbar hoffnungslosen fällen gesteckt (nicht alle natürlich aber damit man sich ein bild davon machen kann wie man sich dort fühlt als halbwegs intelligente person) aber gut - mir wurde ja gesagt ich könnte durch diese maßnahme meinen hauptschulabschluss nachholen - hilft ja nichts, augen zu und durch! als ich dann aber erfahren habe von der total unfreundlichen maßnahmenleiterin dieser bvb das man keinen hauptschulabschluss erreichen kann sondern nur von einem praktikum ins nächste geschickt wird war ich stinksauer. man wird behandelt wie der letzte dreck wirklich als wär man der abschaum der gesellschaft, man sitzt nur rum und macht gar nichts - höchstens förderschulaufgaben und am ende bringt es einem NICHTS! nach einem monat habe ich dann als notlösung eine ausbildung bei meinem onkel begonnen von der ich aber wusste das ich sie nicht schaffe - spätestens in der berufsschule durch (noch) fehlende bildung - normal bräuchte man mind. fachabi aber ich wollte einfach nur raus aus dieser maßnahme. momentan bin ich noch in der ausbildung die ich aber bald abbrechen werde was von vorne rein klar war und werde bis zum sommer in die berufsschule gehen vollzeit und nach den sommerferien dann endlich meinen abschluss auf der volkshochschule nachholen :)) nun hat sich aber die hexe von der BvB gemeldet (sie weiß nichts davon das ich abbrechen möchte) und will den ausbildungsvertrag sehen und ich soll wohl nochmal dort hin zu einem gespräch.. soweit ich weiß ist die bvb doch nicht verpflichtend und wenn ich einmal gekündigt habe bin ich doch raus oder nicht?! ich hab echt angst will da niemals zurück! meine familie bezieht auch keine unterstützung vom amt o.ä kennt sich damit jemand aus, muss ich dahin zu diesem gespräch?

HILE!!! bin verzweifelt :-(

Antwort
von Nightstick, 85

Hey, ich versuche einmal, das BvB-Problem aus meiner Sicht zu beleuchten.

Du sagtest, man habe Dich in diese Maßnahme gesteckt. Das bedeutet, dass es dort auch eine Institution gibt, die dafür die Kosten übernommen hat, respektive eine Person, die dafür verantwortlich zeichnet.

Zu dem Zeitpunkt, als Du dort weggegangen bist (gekündigt hast), ist diese Maßnahme ja abgebrochen worden. Aus dem Verlangen der Hexe, Deinen Ausbildungsvertrag sehen zu wollen, schließe ich, dass sich wegen Deines Weggangs irgendwelche internen Unklarheiten ergeben haben - vielleicht in der Form, dass hier ein Nachweis für die Beendigung der Maßnahme fehlt. Es kann ja ganz harmlos sein - die Bürokratie schlägt auch in den Ausbildungsinstituten zu.

Sicher hat sie Dich zu dem bevorstehenden Gespräch in irgendeiner Form eingeladen. Wenn Du nun ein ungutes Gefühl hast, dort hinzugehen (wozu sie Dich ja nicht direkt zwingen kann), hast Du mehrere Möglichkeiten. Ganz verweigern würde ich mich allerdings nicht, da Du dort als (ehemalige) Maßnahmeteilnehmerin eine nachwirkende Mitwirkungspflicht hast. Aber Du könntest eine vertraute Person mitnehmen (z.B. Deinen Onkel), die -wenn notwendig- letztendlich später sogar noch als Zeuge auftreten könnte.

Andererseits könntest Du der Hexe mitteilen, Du hättest aus Zeit- und persönlichen Gründen keine Möglichkeit, an derartigen Terminen teilzunehmen, und sie möge Dir ihr Anliegen schriftlich zukommen lassen.    

@sharlinecenna, wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du Dich hier gerne wieder melden - wir helfen Dir weiter :)

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Gruß @Nightstick

Kommentar von sharlinecenna ,

Vielen dank für deinen kommentar du hast mich echt SEHR beruhigt damit das es vlt nur unklarheiten gibt und ich nicht dazu verpflichtet bin - denn so wurde mir das auch erklärt das so eine maßnahme freiwillig ist und ich mit 17 jahren ja nur einer berufsschulpflicht nachkommen muss deswegen war ich auch sehr beunruhigt und unsicher wieso ich jetzt wieder dahin muss.. ich möchte auf keinen fall wieder dort hin weil es für mich zeitverschwendung ist ich weiß ja was ich machen möchte und meine familie und ich beziehen ja auch kein geld vom amt deswegen kann es ja auch eigentlich nicht daran liegen - ich hatte nämlich mal gelesen das die verweigerung einer solchen maßnahme zu kürzungen führt aber wir beziehen ja kein geld vom amt also ist es für mich ja dann nicht verpflichtend.. die maßnahme wird vom arbeitsamt getragen ich hab gehört die schicken da einfach leute rein weil man in so einer maßnahme nicht mehr als arbeitslos gezählt wird und das verbessert dann halt die zahlen.. ^^

Kommentar von Nightstick ,

Ja, das Amt verschönert seine Zahlen, wodurch die Allgemeinheit (das Volk) belogen und betrogen wird - aber das ist eine andere Sache, auf die an dieser Stelle nicht weiter eingehen möchte...

Bleiben wir bei Deiner Amgelegenheit: Sicher werden einige Teilnehmer aus statistischen Gründen in derartigen Maßnahmen "geparkt" (das spiegelt sich ja auch sehr deutlich in der Lustlosigkeit einiger Teinehmer wider), in manchen Fällen macht solch eine Übergangslösung jedoch auch gewissen Sinn. Insofern muss man sogar auch etwas "Mitleid" mit den Ausbildungsinstituten haben, die letztendlich kaum Einfluss darauf haben, wer den einzelnen Maßnahmen zugewiesen wird.

Was mir gerade noch einfällt: Der zuständige Sachbearbeiter beim Arbeitsamt muss ja eigentlich auch über die Beendigung der BvB-Maßnahme Bescheid wissen. Im Notfall könntetst Du Dich ja auch den wenden, und der kann dann ggf. mit der Hexe ein klärendes Telefonat führen. 

Würde mich freuen zu hören, wie die Sache ausgegangen ist.

Viele Grüße

@Nightstick

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community