Frage von nowheregibson, 79

Burnout mit Depression?

Vielleicht war hier jemand schonmal in ähnlicher Lage oder kennt jemanden der es war..

Antworten von wegen ''Beiß die Zähne zusammen, du schaffst das schon'' brauch ich nicht, die helfen mir jetzt auch nicht weiter..

Ich bin 18 Jahre alt, Gehe in eine 10 Hauptschulklasse und habe den Verdacht darauf das ich an einem Burnoutsyndrom leide, ich weiß ehrlich nicht ob die Gefühle und Gedanken die ich momentan andauernd habe schon als Depression angesehen werden können...

Eigentlich hab ich n super Leben, es fehlt an nichts, was gebraucht wird, bekomm ich, meine Eltern machen und tun... legen mir die Welt zu Füßen, ich habe nicht viele Freunde aber dafür richtig gute und n Mädchen das mich über alles liebt und sich auch ganz gut um mich kümmert gibts auch.

Allerdings bin ich permanent unzufrieden mit mir selbst, mir fehlt die Kraft für alles, ich hänge nurnoch zuhause vorm Computer oder der Konsole, mache kaum noch was mit meinen Freunden, dem Sport dem ich sonst immer nachgegangen bin den ich sonst über alles gestellt habe hab ich auch den Rücken gekehrt.. Sämtliche Tests was das Burnoutsyndrom oder Depressionen angeht schlagen Alarm, in der Schule fehle ich auch andauernd (was jetzt nicht so das Problem an sich ist, krankschreiben kann man sich in meinem Alter selbst und mitkommen tu ich trotzdem sehr gut)... Außerdem werden meine Essgewohnheiten immer schlimmer, mal ess ich 1 oder 1 1/2 Tage garnicht und mal esse ich 3-4 vollwertige mahlzeiten und Süßkram an einem Tag. Bisher hat sich das noch nicht auf mein Körpergewicht ausgewirkt, hier und da schwankungen im Bereich von -1,5kg bis + 1 kg..

Ich weiß nicht an wen ich mich wenden soll, mit meinen Eltern rede ich über sowas nicht..von denen distanziere ich mich immer und immer weiter, Geschwister habe ich nicht und meine Freunde würde ich aus Angst auch niemals da mit reinziehen.. Ich habe auch angst das ich vom Arzt sofort in ne Klinik geschickt werde oder mich mit starken medikamenten zudröhnen muss..

Ich habe auch schon oft drüber nachgedacht wie ich von all dem wegkommen kann, wie ich wieder "normal" denke und leben kann und vorallem was wäre wenn ich garnicht hier wäre.. Ich habe bisher auch keine Ahnung wie meine Zukunft nach der Schule aussieht, eine Ausbildung habe ich bisher nicht und die Ungewissheit die ich habe zieht mich noch weiter runter...

Hat jemand vielleicht einen Rat für mich? Oder kann mir jemand sagen wie eine Behandlung wirklich abläuft? Wer ist am ehesten der Ansprechpartner, am besten unverbindlich..

Vielen Dank für alle die bis zum Ende gelesen haben und einen noch viel größeren Dank an die die Antworten und mir vielleicht helfen können, bzw mich beraten können...

Antwort
von JanRuRhe, 34

Mit 18 ist ein Burnoutsyndrom eher selten. Burnoutsyndrom ist eine bestimmte Form der Depression. Dass du eine Depri-Phase hast sehe ich auch. Es ist gut dass du darüber reflektierst. Deine Lebensqualität kann dauerhaft durch eine Depression geschädigt werden - in sofern sind deine Sorgen nicht unbegründet. Keine Angst vor der Ärzten, die schicken dich nicht sofort in eine Klapse. Du kannst mit einem Hausarzt die nächsten Schritte besprechen. Bitte höre ihm dann mit offenem Kopf zu ( viele Leute in deinem Alter haben auch vor Ärzten eine Meinung und können nicht aufnehmen was dieser sagt)

Antwort
von Missnat, 31

Lass mal deine Schilddrüse untersuchen beim Endokrinologen. Und Versuch mit deinen Eltern zu reden das ist der erste Schritt zur Veränderung deiner Lage.

Kommentar von nowheregibson ,

Wie genau kommst du auf die Schilddrüse? gibt es da Zusammenhänge?

Das Problem bei meinen Eltern ist das meine Mutter dann total überfürsorglich reagiert, wenn ich länger nichts esse merkt man das.. Und so wie ich meinen Vater einschätze nimmt er das sowieso nicht für voll..

Kommentar von Missnat ,

Weil die Schilddrüse auch mit der Psyche, Gefühle,Ermüdung,Traurigkeit,Lustlosigkeit u.s.w. zu tun hat. Auch mit Appetit . Ist auch ein wichtiges Organ für das gesamte Wohlbefinden. Und Versuch trotzdem mit deiner Mutter zu reden. LG

Kommentar von nowheregibson ,

Vielen Dank für die Info, in dem Zusammenhang hab ich das noch nicht gehört, aber wenn das so ist, sollte man das echt mit in Betracht ziehen...

Antwort
von anna0400, 36

Hallo nowheregibson
Also ich würde nicht sagen dass ich mich direkt mit der Behandlung von einem Burnout auskenne, aber ich hatte auch schon mal eine Phase in der es mir ähnlich erging. Irgendwann merkte meine Mutter das und wir suchten zunächst die Schulpsychologin auf, die mich dann weiter zu einem gewöhnlichen Arzt schickte.
Und dieser leitete mich weiter zu einer Psychiatrischen Praxis in der ich zunächst ganz normal mit der Ärztin redete und wir dann einen weiteren Termin ausmachten, in dem ich verschiedene Tests machen musste. Es gab auch mehrere Fragebögen die ich mit nach Hause nehmen sollte und ganz in Ruhe ausfüllen sollte.
Die Tests waren zum Beispiel so, dass man einfach Ankreuzen sollte, was auf einen zutrifft also z. B. Die Frage “ Hast du dich schon mal Selbst verletzt“ und dann gab es eben so ein Kästchen mit einer 0 (trifft nicht zu) 1 (trifft zum teil zu) 2 (trifft zu)
Und durch diese ganzen Tests, die man über einen längeren Zeitraum hinweg gemacht hat, wurde dann ersteinmal festgestellt was sache ist
Dann schlagen sie je nachdem was raus kommt verschiedene Behandlungsmethoden vor
Hoffe das hat ein bisschen geholfen
Lg Anna0400

Kommentar von nowheregibson ,

Die Möglichkeit eines Schulpsychologen habe ich leider nicht.. Und richtige Ärzte habe ich bisher nicht konfrontiert aus Angst sofort in ner Klinik zu landen...

Diese Ankreutztests klingen sehr wie die die man auch im Internet machen kann, ich verlasse mich zwar nicht darauf aber eine gewisse Kernaussage geben die mit sicherheit auch..

Kommentar von anna0400 ,

naja die “Diagnosen“ im Internet sind schon ähnlich aber dadurch hast du noch nichts sicheres es gibt ganz verschiedene Ärzte manche schreiben dich krank manche sprechen für die Einweisung aber ich denke nicht dass du etwas manchen musst was di nicht willst

Antwort
von Pupsarin, 24

Hallo erstmal... Dieses Gefühl das du in dir trägst kenne ich sehr sehr gut... Bin gerade selber noch mittendrin und kann dir leider leider auch nicht den Tipp geben der sofort alles ändert... Aber ich würde dir raten dich doch mit deinen Eltern und Freunden (wenn es wirklich gute freunde sind) auseinander zu setzen und diese um Unterstützung bitten... Oft kommen dann ratschläge die man nicht hören möchte, aber glaub mir versuche dich zu überwinden diese anzunehmen!!! Deine wichtigsten Menschen wissen was für dich am besten ist... 

Aber ich weiß wie schwer das ist wenn man keinen Antrieb für nix hat!!

Antwort
von pilot350, 37

Morgen gehst Du mal zum Hausarzt und legst ihm genau Deine Frage vor (Screenshot). Er wird Dir helfen können.

Kommentar von nowheregibson ,

Wenn ich zum Hausarzt gehe und ihm das so schildere, kann er mich dann gleich in ne Klinik abschieben? 
Ich habe ehrlich gesagt Angst davor.. 

Kommentar von Pupsarin ,

Nein das können die nicht!! Erstens bist du 18 und zweitens bist du keine gefahr für andere menschen - er kann dir nur eine empfehlung geben ;)

Kommentar von JanRuRhe ,

Nur wenn du sagst dass du dir selbst etwas antun willst.

Kommentar von nowheregibson ,

Das ist gut zu wissen...

Ich habe nicht vor mir was anzutun, habe das bei ner guten Freundin alles mitbekommen und mir geschworen egal was ist, sowas nie wieder...

Aber kann der Arzt dann nicht sagen, "Sie machen nen "instabilen" Eindruck, ich schick sie jetzt in ne Klinik bevor sie sich vielleicht doch was antun"?

Antwort
von labertasche01, 26

Geh zum Hausarzt. Das ist dein erster ansprech Partner.
Er tut nichts ohne deine Zustimmung. Wenn du keine Medis oder keine Klinik willst macht er auch nichts. Er erzählt auch deinen Eltern nichts.      
Für den Anfang gibt es auch pflanzliche   Präparate.
Lass dir helfen. Sonst rutscht du nur tiefer reint.  
Alles Liebe!

Antwort
von bartman76, 41

Ich würde als erstes den Hausarzt empfehlen.

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