Frage von Segatsu, 165

Bundeswehr,wie ist es?

Ich bin zurzeit in einer KfZ Ausbildung aber hab eher wenig lust , am anfang hat es schon spaß gemacht aber mittlerweile zwinge ich mich selbst dorthin zu gehen. Ich überlege nach meiner Ausbildung in die Bundeswehr zu gehen weil ich eher der mensch bin der etwas erleben will und nicht den "Standard". Ich bin manchmal sogar so unmotiviert die Ausbildung zu vollenden und überlege direkt in die Bundeswehr zu gehen ? Ich weiß es ist dumm eine ausbildung abzubrechen aber was bringt sie mir wenn ich jetzt schon weiß das es nichts für mich ist. Und mit meinem Realabschluss hab ich eh viele auswahlmöglichkeiten in der Bundeswehr. Meint ihr mein schritt ist richtig oder eher nicht ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 89

Eines sollte eine Entscheidung für die Bundeswehr nie sein, nämlich ein Notnagel. Das heißt, Du solltest schon wirklich überzeugt sein, dass Du zur Bundeswehr möchtest und vor allem solltest Du Dir über die Risiken und speziellen Anforderungen des Soldatenberufs klarwerden:

  • Würdest Du Leben und Gesundheit für Deutschland, seine Gesellschaft und seine Politik aufs Spiel setzen?
  • Bist Du bereit, Einschränkungen im Privatleben (Familie, Freunde, Beziehung) zumindest in den ersten Jahren zu akzeptieren?
  • Bist Du bereit, für einige Monate in Auslandseinsätze zu gehen?

All das sollte vorher gut überlegt werden. Abenteuerlust wird bei der Bundeswehr übrigens in den seltensten Fällen gestillt, das ist eine falsche Vorstellung. Bei der Bundeswehr gibt es den Begriff "stiller Profi", das trifft das Arbeitsumfeld der Bundeswehr eher.

Ein Abbruch einer Ausbildung ist nie zu empfehlen. Was bleibt Dir groß außer Deinem Schulabschluss? Ein Abschluss ist da ein solider Wert.

Zwar kannst Du mit Mittlerer Reife die Feldwebellaufbahn einschlagen, aber eine angebrochene Berufsausbildung macht auch bei der Einstellung bei der Bw keinen guten Eindruck. Zudem würde sie Deine Karrierechancen deutlich erhöhen.

Ich sag's mal so: Wenn Du nicht mal die Disziplin aufbringst, eine Ausbildung - auch wenn sie Dir nicht mehr zusagt - zu Ende zu bringen, dann ist die Bundeswehr nicht unbedingt der richtige Arbeitgeber für Dich. Da wirst Du nämlich noch sehr viel öfter über den eigenen Schatten springen und durchhalten müssen, und zwar beileibe nicht nur körperlich...

Kommentar von floppy232 ,

Das ist die perfekte Antwort auf die Frage!

Du bist nicht zufällig Wehrdienstberater oder? xD

Kommentar von navynavy ,

Danke für die Blumen! :-)

Nein, das bin nicht.

Kommentar von floppy232 ,

Gerne, manchmal darf man auch loben, vor allem wenn eine Antwort so viele Bereiche und Eventualitäten abdeckt. Selten gelesen sowas hier. :-) 

Ist schon erwähnenswert!

Kommentar von rav3ry ,

Stimmt alles, nur muss er sich über deine Punkte oben eig. nich nicht 100% klar sein wenn er erst Wehrdienst macht. Da spielts jetzt nicht die Rolle ob Notnagel oder nicht. Laufbahnwechsel könnte er ja immer noch machen nach n paar monaten.

Kommentar von floppy232 ,

Warum sollte er sich nicht klar sein? 

Auch nur zeitlich begrenzt möchte ich keinen Job machen bei dem ich nicht weiß, was auch mich zukommt.

Das einzige was nicht zu bedenken wäre, ist der Auslandseinsatz, alles andere sollte überdacht sein.

Kommentar von rav3ry ,

... er MUSS SICH NICHT 100%IG KLAR SEIN, WENN ER ERST WEHRDIENST MACHT

... er sich klar ist, alles schön und gut.

Antwort
von grubenschmalz, 80

Ich weiß es ist dumm eine ausbildung abzubrechen

Ja, ist es. Sehr dumm. Das verringert deine Karrierechancen bei der Bundeswehr auch drastisch. 

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