Frage von arrhurdresden, 62

Bundeswehreinsatz in Syrien?

Hallo und zwar halte ich am mittwoch ein Vortrag über : Bundeswehreinsatz in Syrien und da wollte ich euch fragen ob ihr ein paar Fragen habt auf die ich eingehen kann. danke im voraus ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 62
  • Rechtliche Grundlagen
  • Eingesetzte Waffensysteme
  • Beteiligte Verbände der Bundeswehr
  • Vergleich mit den militärischen Beiträgen anderer Staaten
  • Weitere Arten der deutschen Unterstützung des Kampfes gegen den IS (z.B. Ausbildungsmission im Irak)
  • Erfolgsaussichten militärischen Eingreifens in Syrien
  • Einordnung in die anderen Auslandseinsätze der Bw (Größenordnung, Aufwand, Kosten...)
Kommentar von arrhurdresden ,

vielen Dank

Antwort
von Hamburger02, 39

Die einzigen Fragen, die mich interessieren:

1. Gibt es diesmal eine Strategie mit klaren Zielvorgaben an das Militär? (Ich befürchte, leider wieder nicht)
2. Gibt es diesmal eine Exitstrategie? (Also wann kann man wieder raus und wie? Auch hier befürchte ich wieder Schweigen im Wald)

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Das mit der Exit Strategie ist mir nicht klar:

Wie kann man in einem bewaffneten Konflikt denn einen Zeitpunkt definieren, an dem man definitiv wieder raus geht? Das ist doch lageabhängig.

Kommentar von chris1717 ,

Wir hängen in Zukunft ne Stechuhr ins Feldlager.

Freitag Punkt 1300 gehts auf die Bahn nach Haus', außer Klaus, der hat Wachdienst (sry, dass es sich nicht reimt)...

Kommentar von Apfelkind1986 ,

Dann muss dem IS aber auch jemand unsere Exit Strategie mitteilen, damit die pünktlich die Waffen strecken. Terroristen sind da meist sehr unsensibel.

Kommentar von Hamburger02 ,

Beispiel 1. Irakkrieg, wie es geht, ohne dass hinterher unendliches Chaos ausbricht und kein Ende in Sicht ist:

Da hat Bush Senior klare Ziele vorgegeben:
- Werft die Irakis aus Kuwait raus
- vernichtet alle schweren Waffen Saddams
- sammelt das ganze Giftgas wieder ein, das wir dem Irak geliefert haben

Exitstrategie:
- sobald obige Zeile erreicht sind, verlassen wir den Irak wieder
- anschließend sorgen wir durch Embargos dafür, dass Saddam nie wieder so stark wird, dass er andere Länder überfallen kann

Das hatte funktioniert. Saddam war nicht mehr in der Lage, andere Länder anzugreifen und es wurde trotzdem kein unendliches Abenteuer. Es wurden auch nicht sämtliche Strukturen zersatört und ein Machtvakuum hinterlassen und die Zivilbevölkerung musste auch nur mäßig leiden. Bush Junior hat dann gezeigt, wie man es anders und völlig falsch macht.

Irak 2, Afghanistan, Syrien sind dadurch gekennzeichnet, dass einfach erstmal nur gebombt wird ohne konkrete Ziele und dass es überhaupt keinen Plan gibt, wie es hinterher weitergehen soll.


Kommentar von Apfelkind1986 ,

Was redest du da? Die Amis haben die irakischen Grenzen damals nicht überquert und die Kurden im Irak, nachdem sie durch die USA zum Aufstand gegen Saddam animiert wurden, sträflich im Stich gelassen. Saddam tötete Tausende durch Senfgas.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das waren nicht nur die Kurden, das waren auch die Irakis in Basra, die zum Aufstand aufgefordert wurden, um sie dann im Stich zu lassen. Und wenn man die Nahostpolitik der USA insgesamt betrachtet, kann man noch viele weitere Fehler und Untaten erkennen. Letztlich ging es den USA auch nur darum, die Herrschaft über das Öl zu behalten.

Das hat aber nichts mit einer fehlenden Strategie heute zu tun.

Antwort
von BOZZZZ, 47

Ist es für uns als Außenstehende sinnvoll, uns einzumischen?

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