Frage von JonasSchmitz, 65

Bundeswehr oder doch lieber Ausbildung?

Hallo, Ich habe da ein recht großes Problem und zwar, Ich habe letztes Jahr meine Ausbildung abgebrochen da dieser Beruf einfach nichts für mich war!! Als ich mich dann Arbeitssuchend gemeldet habe habe ich sehr viele Bewertungen weggeschickt und abgegeben. Jedes Mal kam eine Absage. Anfang des Jahres habe ich mich dann mal bei der Bundeswehr beraten lassen und habe mich dann ("dummer weiße") für den FWD gemeldet. Ich habe die Prüfung bestanden und soll nun am 01.08.2016 Anfangen. Vor 4 Wochen bekam ich einem Anruf von einem Bekannten, er hatte einen Job für mich. Ich habe nun erfahren das die Firma mich behalten möchte und mir einen Ausbildungsplätze anbietet.

Bei der Bundeswehr würde ich 11 Monate den FWD machen und wäre dann fertig doch da ich schon durch meine abgebrochene Ausbildung 2 Jahre verschenkt habe möchte ich nicht noch ein drittes verschenken.

Eine Ausbildung bei der Bundeswehr würde für mich so oder so niemals in den Sinn kommen!! Ich würde nach den 11 Monaten dann sofort die Ausbildung anfangen doch wie schon gesagt.. Ich möchte bzw WILL nicht zur Bundeswehr!!

Nun.. Ich würde lieber die Ausbildung machen doch meine Eltern sagen strickt du gehst zu Bundeswehr. Da ich am 05.08.2016 erst 18 werde haben meine Eltern noch ein Mitspracherecht und nun bin ich in der schlimmsten Zwickmühle meines Lebens!!.

Was soll ich machen? Kann mir jemand einen Rat geben?

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 39

Der Rat ist ganz einfach - tu das, was Du als das Richtige siehst!

Es gibt absolut nichts Dümmeres, als zum Militär zu gehen, wenn man das gar nicht möchte. Die Zeit wird eine reine Quälerei sein und Dir das Gefühl geben, einen wesentlichen Fehler gemacht zu haben.

Wenn Du nicht vorhast, länger bei der Bw zu bleiben, wirst Du nach den 11 Monaten FWD ohne jeglichen Mehrwert für Dein weiteres Leben ausscheiden. Du wirst keinerlei zivil verwertbare Qualifikation oder Ausbildung erhalten haben und die Chance auf einen Ausbildungsberuf, in dem Du evtl. Dein gesamtes Berufsleben arbeiten könntest, verschenkt haben. Das ist absoluter Unsinn, das können auch Deine Eltern nicht wollen - ein paar Monate Militär können nicht eine echte Zukunftschance aufwiegen.

Mach Deinen Eltern klar, dass die 11 Monate Bundeswehr gegen eine Lebenschance in keinem reellen Kosten-Nutzen-Verhältnis stehen.

Übrigens ist es überhaupt kein Problem, die Meldung zum FWD zurückzuziehen. Das ist weder ehrenrührig noch selten - es gibt viele ähnliche Fälle, in dem der "Notnagel" FWD in letzter Minute noch durch eine zivile Berufschance unnötig geworden ist.

Die Bundeswehr braucht keine "unfreiwilligen Freiwilligen". Damit wird niemand glücklich.

Kommentar von ponter ,

Wieder einmal  👍🏻!

Antwort
von wilees, 34

Deine Eltern haben nicht das Recht, Dir die Annahme eines Ausbildungsplatzes zu verweigern. Wenn es nicht anders geht, nimm Rücksprache mit dem Jugendamt auf und zwar schnell, denn der Ausbildungsvertrag wartet nicht auf Dich.

Antwort
von Annikarlchen, 39

Erteile der Bundeswehr eine Absage und lebe mit dem möglicherweise resultierenden Stress zu Hause. Deine Eltern haben kein Mitspracherecht, was das Thema FWD angeht. Niemand in Deutschland kann gezwungen werden, zur Bundeswehr zu gehen. Selbst als es noch die allgemeine Wehrpflicht gab, hatte jeder Mann das Recht, zu verweigern. Ich würde in einem so wichtigen Punkt deines Lebens keine Kompromisse eingehen, auch wenn die Konsequenzen unangenehm sein können.

Antwort
von RicSneaker, 34

Wenn du nicht zum Bund willst, solltest du nochmal mit deinen Eltern sprechen und sie davon überzeugen, dass, wenn du  18 bist da sowieso schneller weg bist als sie "Bundeswehr" sagen können :D Du verschenkst ja dann so oder so deine Zeit, wenn du eh nicht vor hast da zu arbeiten bzw. eine Ausbildung zu machen. Also solltest du dich auf das konzentrieren, was dir Spaß macht und was du dein ganzes Leben machen könntest.

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