Frage von REC089, 45

Bundeswehr Einsicht & Befunde?

Ich soll meine Bewerbungsunterlagen bei der Bundwehr abgeben. Dazu meine ärztlichen Befunde. Ich habe vor ein paar Jahren für 5 Monate psychologische Sitzungen gehabt (ca. 1-2x im Monat), wegen einem Burnout/Erschöpfung/Schlafstörung (mögliche Gründe) und paar Zeilen drunter steht Krisenintervention und danach Patient ist wieder psychisch und emotional stabil.

Der Grund dafür war, dass ich sehr lange jeden Tag arbeiten musste, mein Chef mit allem unzufrieden war und ich mit dem Unternehmen nicht mehr warm werden konnte. Ich deswegen oft KO war und mich in der Nacht immer gefragt habe, wie ich das ändern kann. Mit der Psychologin habe ich dann anschließend den Weg gefunden, mich wo anders zu bewerben und wie ich über der Sache mit dem Chef stehen kann.

Selbstmordversuche gab es keinen, auch keine Gedanken darüber.

Nun meine Frage, kann ich mit so einem Befund zur Bundeswehr oder werde ich abgelehnt, bzw als untauglich eingestuft? Wenn sie wollen, dass ich das erkläre, wie erzähle ich es denen?

Antwort
von weelah, 15

Hallo,

ich sage immer ...mehr als nein sagen können sie ja wohl kaum.

Du solltest dich nicht von alten Befunden entmutigen lassen und es einfach mal positiv angehen.

Allerdings würde ich das ganze schon anders formulieren, als wie du es hier schilderst. Aber nur kurz und knapp. ich finde alles geht die auch nichts an.

Es hat halt zu der zeit nicht gepasst, Arbeitszeit, Kollegen und die Firmenpolitik. Mit entsprechender psychologischer Unterstützung bist du daraus vollkommen gestärkt einen anderen Weg gegangen.

Man muss aus allem was Positives ziehen und das auch so präsentieren.

Das ist keine Schande sich fachlich kompetente Hilfe zu suchen und zeigt, das du dich damit auseinander setzt, statt es in dich rein zu fressen. Im Grunde also eine Stärke, weil du deine schwächen erkannt, dir eingestanden und diese mit Hilfe analysiert hast.

Auch das kannst du denen so verkaufen.

Nicht wofür du dich schämen solltest.

Viel Erfolg und nur Mut

Kommentar von 19Sunny96 ,

"ich finde alles geht die auch nichts an."

Gewagter Kommentar ... selbstverständlich geht den Dienstherrn JEDES medizinische Gutachten - somit auch das psychologische etwas an. Sollte er diese Informationen unterschlagen und es kommt im weiteren Verlauf irgendwann raus, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Richtig finde ich, dass Du ihn ermutigst es zu versuchen. Letztendlich entscheidet nämlich ein klardenkender Arzt und ein Psychologe darüber.

Kommentar von weelah ,

Das medizinische Gutachten geht den Dienstherrn etwas an - aber alles darüber hinaus,also Inhalten der Gespäche oder das warum und weshalb, muss er nicht offen legen.

  Auch da gibt es Grenzen und da ist der Kommentar keineswegs gewagt. Denn das bezog sich, wenn man einen Text richtig lesen, sowie verstehen kann, auf das, wie er diese Behandlung begründet und nicht auf eine mögliche Unterschlagung von Unterlagen.

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