Frage von Professor2000, 61

Bundeswehr das richtige für mich oder wo anders?

Hallo Ich habe folgendes Problem ich habe dieses Jahr meine Ausbildung zum KFZ Mechatroniker beendet. und bei einigen Firmen gearbeitet zum Schluss in einem kleinen Autohaus. Bin dort aber dann weggegangen, da es mir da nicht mehr so gut gefiel. Damit ich nicht Arbeitslos bin habe ich mich natürlich Beworben und somit eine stelle als Reifenmontuer bekommen. Das ich das nicht bis zu meinem Lebensende machen werde war mir klar und habe mich somit weiter beworben. Habe mich bei einer Werkstatt kette so wie bei der Bundeswehr Beworben bin mir dort nur nicht sicher ob die Bundeswehr das richtige für mich ist wäre dort (wenn ich die tests bestehe) bei der Marine oder beim Herr was ich mir sehr spannend vorstelle. Andern falls bei der Werkstatt kette würde ich Berufliche Erfahrung sammeln. Ich Frage mich auch was ist wenn dann meine zeit bei der BW vorbei ist bzw wenn ich schon in der Grundausbildung merke das es mir doch nicht gefällt ?

Antwort
von Hamburger02, 20

Die Idee, als Heizer zur Marine zu gehen, kann ich nur gut finden. Das ist aber subjektiv, da ich selber Heizer war.
Als Heizer werden alle in der Schiffstechnik bezeichnet. Voraussetzung um gleich mit einem höheren Dienstgrad einzusteigen ist dafür ist ein technischer Beruf. Meine Leute waren KFZ-Mechaniker, Landmaschinenschmid, Schlosser u.a.

Der Job ist interessant, man kommt viel rum, hat ein Leben, das mit langweiligem Alltagsjob gar nichts zu tun hat und die Bezahlung ist wirklich nicht schlecht. Man ist halt öfters für längere Zeit weg, bekommt das aber extra bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen. Alleine die Zulagen haben oft gereicht für das Leben unterwegs und das Gehalt blieb übrig zum sparen...oder für ein dickes Auto.

Hier kannst du mehr lesen:

http://www.marine.de/portal/a/marine/!ut/p/c4/NYuxDsIwDET_yE4QUiW2li6IjQpB2dw2qgxNXBkDCx9PMnAnveXd4Q1zE715JmNJtOAV-5F3wwciKTxIlYMGuMuwipoS2xMv5TQFGCUFK7SQjDNnJROFslyKealmAzxh73zbuMr947_15rzvjn5btYfmhGuM9Q_60dEV/

Nur zur Ergänzung: die dort erwähnten Zulagen sind immer netto und noch nicht alles. Wenn man zur See fährt, gibts auch noch dafür extra Zulagen, da man offiziell 24h am Tag arbeitet.

Einen Aspekt sollte man auch nicht vergessen. Eine solche Kameradschaft und Zusammenhalt wie an Bord wirst du in einem Zivilberuf niemals finden. Das ist die natürliche Folge davon, dass man wochenlang auf engen Raum zusammenlebt. Habe es oft erlebt, dass Soldaten, die ich verabschieden musste, Tränen in den Augen hatten, weil für sie die Zeit an Bord zu ihren bisher schönsten und spannendsten gehörte.

Bei uns an Bord kam es öfters mal vor, dass die Nichtheizer speziell bei schlechtem Wetter sich beschwert haben, dass es die Heizer immer schön warm und trocken haben. Standardantwort: "Ja hättest du halt was vernünftiges gelernt, dürftest du auch Heizer sein."


Expertenantwort
von ponter, Community-Experte für Bundeswehr, 22

Dir wurde bereits erläutert, wie eine mögliche Verwendung innerhalb der BW aussehen würde.

Zu Beginn gilt eine sechsmonatige Probezeit, in der das Dienstverhältnis beiderseits o.W. beendet werden kann.

Als SaZ hast du Anspruch auf den Berufsförderungsdienst der BW. Dieser soll die Rückkehr in die zivile Berufswelt erleichtern. 

Mehr dazu unter folgendem Link.:

http://www.personal.bundeswehr.de/portal/a/pers/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9gtSiYr2ktBT9gmxHRQA1mT1z/

Dir sollte im Vorfeld auf jeden Fall klar sein, dass bei der Bundeswehr ein Auslandseinsatz jederzeit môglich ist.

Kommentar von ponter ,

In der Marine dienen viele Soldaten, die nicht direkt aus den jeweiligen Berufsbildern kommen. So wäre bei deiner Qualifikation der schiffstechnische Bereich in einer Bordverwendung wohl nicht auszuschließen.
Ich würde es bei Interesse deinerseits auf eine Bewerbung in dem jeweiligen Bereich ankommen lassen, da man dort händeringend nach Personal sucht.

Anmerkung:

Link in der Antwort rauskopieren und in die Adressleiste des Browsers einfügen. 

Antwort
von Hamburger02, 14

Habe hier einen kleinen Film über die Grundausbildung an der Technischen Marineschule gefunden.

Nach meiner Einschätzung ist das kein "gefakter Werbefilm" sondern gibt das Arbeitsklima ziemlich treffend wieder. Auch was den Umgang Vorgesetzte-Untergebene wiedergibt. 

Spannender und abwechslungsreicher als von morgens bis abends Reifen zu wechseln ist das allemal.

Kommentar von Apfelkind86 ,

Ja, wenn ich da meinen Freunden zu höre, habe ich wirklich den eindruck, dass die Bundeswehr in Sachen Menschenführung vielen zivilen Unternehmen um Jahre voraus ist.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das ist tatsächlich so. Viele große Firmen orientieren sich an dem Konzept der Menschenführung der BW. Ist zwar schon länger her, da hatte ich ein Gespräch mit dem Personalvorstand von Siemens, der mir genau das bestätigt hat.

Antwort
von Tobias2406, 33

Du hast wie bei jedem job einen Zeitraum in dem du oder der Arbeitgeber (Bundewehr) feistlos kündigen könnt. Du kannst auch jobspezifisch eingesetzt werden. Das bedeutet du hast etwas mit der kfz mechatronig zu tun oder auf einem schiff mot Motoren, waffenalagen oder etz. Ich persönlich würde dir einen termin beim Wehrdinstberater Vorschlagen das kostet nicht und du kannst alles fragen er nennt dir dann auch beispiele wie du eingesetzt werden könntest. Ich persönlich habe mich gegen die Bundeswehr entschieden da mir das gehalt als Feldwebel einfach im gegensatzt zur freien Marktwirtschaft zu Niedrig wahr dar die löhme nicht wie normal nach dem Bundesland angepasst werden.

Kommentar von Professor2000 ,

Ja so ein Termin hatte ich schon. Haben mir auch gesagt das ich in meinem Beruf bleiben würde da ich mich als Unteroffizier Beworben habe. Bei dem Gehalt kann ich erlich gesagt nichts dagegen sagen da ich bei meinen bisherigen Arbeitgebern weniger verdient habe. Dies liegt aber denke ich damit zusammen das ich noch keine große Berufserfahrung habe.

Antwort
von 123Chaos, 36

Dir gefiel es im Autohaus nicht, wurdest Du angeschrien war man nie mit deinen Leistungen zufrieden, magst Du es alles Diktiert zu bekommen dann geh zur Bundeswehr oder Marine da bekommst Du das täglich

Kommentar von Apfelkind86 ,

da bekommst Du das täglich

Ich nicht, was mach ich falsch? oO

Kommentar von 123Chaos ,

Du vertrittst deine Meinung nicht, Du hinterfragst nichts und wenn was nicht richtig läuft bist Du der dumme der sagen muss ich hatte Befehle

Kommentar von Apfelkind86 ,

Achso! Na denn... xD

Danke für deine unglaublich plausible und seriöse Ferndiagnose durch das Internet. Manche Leute...

Ich denke, mein Vorgesetzter wäre heilfroh, wenn ich nicht dauernd meine Meinung kundtun und ihn auf Fehler hinweisen würde. xD

Kommentar von Hamburger02 ,

Das sind Vorstellungen von Leuten, die zu viele Filme gesehen haben und keine Ahnung von der Realität haben. Kein Chef der zivilen Wirtschaft wird so intensiv in "menschlichen und motivierenden" Führungstechniken geschult, wie Offiziere beim Bund.

Rumschreien gilt als Versagen des Vorgesetzten. Diktiert wird gar nichts. Bei der BW gilt die sogenannte Auftragstaktik. Es werden Aufgaben verteilt und in Eigenverantwortung müssen die dann selbstständig erledigt werden. Nirgendwo bekommt man in jungen Jahren so viel Verantwortung übertragen wie bei der BW.

Dass man siich über schlechtes Verhalten von Vorgesetzten beschweren darf und kann, gibts auch nirgends in der zivilen Wirtschaft.

Während meiner Grundausbildung kam ein Bootsmann auf die Idee, wegen schlechter Leistung Gewehrreinigen nach Feierabend anzusetzen. Das gab eine Beschwerde und ein Disziplinarverfahren gegen den Bootsmann.

Dass man keine eigene Meinung haben darf, ist auch nur Blödsinn.

Nur nebenbei: so, wie du es schilderst, geht es in der US-Navy zu, aber nicht in der deutschen Marine.

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