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Bundeswehr bei Aussichtsloser scheinbar aussichtsloser Lebensituation?

Frage von TimoKuhnke TimoKuhnke

Morgen. Ich spreche hier mal für meinen Cousin, der sich (meiner Meinung nach) momentan in etwas verrent, dass ich ihn nicht dort hinführen wird, wo er sich "hinwünscht" Er möchte nun Zwangsweise zur Bundeswehr und sich dort verpflichten lassen, wo von ich ihm abrate.

Seine Situation ist folgende: Er ist 25, hat einen schlechten als Hauptschule anerkannten Abschluss der neunten Klasse mit (ich glaube) einem schnitt von 4,2. Warum das so ist, würde hier den Rahmen sprengen und ich will ihn nicht schlechter darstellen, als es schon ist. Gelernt hat er bisher nichts, nach rund 4 Jahren Intensiver Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen hat er nichts bekommen und verlor dann die Motivation hielt sich mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser. Ein weiteres großen Problem, sind seine Schulden, die sich mitlerweile (nach meinem letzten Kenntnisstand von 2 Monaten) auf runde 60.000€ belaufen. Entstanden, durch 2 Kinder die er hat. (One Night Stand mit Zwillingsgeburt... und ich hab ihm das mädel auch noch angeschnackt die ihn, ich nenn's mal, fleißig ran gelassen und verführt hat und sich nach 3 Monaten Beziehung plötzlich in Luft auflöste. heute weiß er warum. Ich mach mir deswegen immer noch Vorwürfe mitverantwortlich zu sein) Seit kurzem gibst es Gericht. Titel wegen Fiktiven einkommen zu erzielen durch 2 Jobs bei ALG2 überbleibs Niveau

Würdet ihr ihm auch zur BW raten? -Tim

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Antworten (12)

  • 6
    Antwort von MojitoTom MojitoTom

    Ich versuche das mal aus zwei Sichten zu beantworten.



    Wäre ich Personalführer bei der Bundeswehr, hätte ich aufgrund Deiner Schilderung arge Probleme Deinen Cousin einzustellen. Die schulische Voraussetzung und die hohen Schulden sprechen eindeutig dagegen.
    Die Bw benötigt qualifizierte Leute mit einer hohen Motivation und Einstellung zum Soldatenberuf. Sie ist kein Aufnahmelager für sozial schwache Menschen. Er müsste also wirklich gute Gründe vorbringen und absolut überzeugen, um ihn zu nehmen.


    Auf der anderen Seite besteht für ihn die Möglichkeit ein geordnetes Leben führen zu können.
    Dein Cousin erfährt vielleicht beim Bund den letzten Schritt zum Erwachsen werden und Verantwortung zu übernehmen.
    Wenn seine Einstellung passt, warum sollte er sich also nicht bewerben?!
    Der finanzielle Aspekt sollte hierbei jedoch eindeutig nicht im Vordergrund stehen. Denn wenn er erst mal dabei ist, kommt er nicht mehr raus, so lange seine Verpflichtungszeit läuft.
    .
    Und hier liegt eine weitere Schwierigkeit. Es ist zunächst ein Aufschieben der Probleme. Er verpflichtet sich für 4 oder 8 Jahre. Und was kommt danach?
    .


    Was spricht dagegen seine schulischen Leistungen zu verbessern, um sich anschließend mit einem höheren Abschluss (Mittlere Reife) bei der Bw zu bewerben? Die Chancen sind dann deutlich besser.

    Kommentar von Himmelsmensch HimmelsmenschHimmelsmensch

    mit 23 oder spätestens 25 ist schluss bei der bundeswehr... bin mir nicht sicher ob 23 oder 25 aber 25 ist aufjedenfall schluss.. Falls sie ihn nehmen ist jetzt allerhöchste eisenbahn.. Ansonsten würde ihn nurnoch die Legion nehmen und vielleicht die amys das weiß ich nicht wie das bei denen ist. Die Legion würde ihn dann noch nehmen aber von der rate ich ab. Man opfert sein gesamtes privat leben man verpflichtet sich nicht nur der legion, man wird zur legion, dein bester freund, deine mutter, dein vater, deine frau ist die legion. Während der grundausbildung (die in deutschland dauert 3 monate die aga aber bei der legion dauert sie jahre) ist dir kontakt zu jemand anderem verboten, du darfst keinen kontakt haben mit deiner familie oder freunden nur mit leuten aus der legion. Allerdings ist die bezahlung bombastisch und das risiko sein leben zu verlieren auch enorm. Aber wäre auch gut für ihn seine schulden wäre er los. Nach ich glaube 10 jahren legion kann er sich eine neue französische identität zulegen und der alte name existiert einfach nicht mehr.

    Kommentar von AriGold AriGoldAriGold

    Er kann noch bis zum unvollendeten 32. Lebensjahr zum Bund, wenn er einen verwertbaren Berufsabschluß hat. Es wäre also nicht zu spät noch ne Lehre als egal was zu machen und dann zur Truppe zu gehen.

    Kommentar von markus1987 markus1987markus1987

    was du da redest ist pappe, man kann zumk bund bis man 32 ist

    Kommentar von Reservist ReservistReservist

    So bombastisch ist die bezahlung nicht.1500 netto fuern einfachen soldaten. Nachzulesen auf der internetseite der fremdenlegion.

    Kommentar von Himmelsmensch HimmelsmenschHimmelsmensch

    32 mit verwendbaren berufsabschluss ohne siehts anders aus oder?.. Weil ich hatte einen kollesch der wollte mit 26 zurück zur bundeswehr hat seine 9 monate gemacht und wollte wieder rein dem sagten sie er sei zu alt... Fremdenlegion meinte natürlich mit auslandseinsatz sprich im krieg.. da verdienen die um ein vielfaches mehr.

  • 1
    Antwort von ProChiller1982 ProChiller1982

    Ich gebe dir Recht, die Bundeswehr sollte überhaupt keine Option für ihn sein. Verpflichtet er sich und wird genommen, steht er auch für Auslandseinsätze zur Verfügung. Sicherlich würde das finanziell seine Sorgen lösen, aber in der Verfassung, die Du beschreibst, bezweifel ich, dass er das durchhalten würde. Da wäre er eine Gefahr für seine Einheit und sich selbst. Zweiter Grund - ohne hier herzlos erscheinen zu wollen - ich bin der Meinung, dass er zu 95% garnicht erst einen Termin für eine Eignungsprüfung erhält. Die Bundeswehr fragt nach Verfahren (du hast das Gericht erwähnt) und ob unverhältnismäßig hohe Schulden vorliegen. So soll verhindert werden, dass sich Leute aus rein finanziellen Interessen verpflichten. Gleichzeitig wäre er ein prädestiniertes Sicherheitsrisiko, würde also wahrscheinlich nie für irgendwelche Sicherheitsprüfungen und sensible Tätigkeiten in Frage kommen; Risiko der Bestechung. Sucht nach einer anderen Lösung, denn das wäre höchstwahrscheinlich eine weitere Absage nach der er sich bestimmt nicht besser fühlt.

  • 1
    Antwort von Himmelsmensch Himmelsmensch

    Die Bundeswehr wäre definitiv eine lösung, er hat gute aufsteigsmöglichkeiten und mit 25 weiß ich nicht könnte er aber eventuell schon zu alt sein. Besser wie nix ist es aufjedenfall... Aber er muss sich auch dort anstrengen körperlich UND geistig wenn er aufsteigen will und berufssoldat werden will... Er könnte sogar eine lehre dort absolvieren. Aber wie gesagt, mal eben in die bundeswehr gehen in afghanistan 10 afghanis töten und dann gleich general ist nicht, die zeit ist lange vorbei.

    Kommentar von LiquidBlue LiquidBlueLiquidBlue

    Mit nem 9. Klasse-Abschluss und ungelernt wirst Du kein Berufssoldat und hast auch keine guten Aufstiegschancen...

    Kommentar von Himmelsmensch HimmelsmenschHimmelsmensch

    Vielleicht nicht auf normalem weg aber wenn er sich in der grundausbildung extrem gut anstellt und motiviert an die sache ran geht kann er 2 weitere jahre verlängern (der antrag auf 2 jahre geht in der regel gut durch) was besonders gefragt ist sind team und führungsqualitäten. Stellt er diese unter beweiß kann es was mit dem berufssoldaten werden. Aber wie gesagt ich glaube er ist mit 25 sogar schon zu alt. Nach dem der 2 jahres antrag durch ist kann er nochmal beweißen das er willig ist und dann mit etwas glück wird das auch was mit längerem verpflichten.

  • 1
    Antwort von Gartenphilo Gartenphilo

    Besser Penner auf der Strasse als Soldat

    Kommentar von Raimund1 Raimund1Raimund1

    könntest du freundlicherweise dafür eine Begründung geben - oder sprichst du aus eigener Erfahrung?

    Kommentar von LiquidBlue LiquidBlueLiquidBlue

    Sehr geistreich...

    Kommentar von Gartenphilo GartenphiloGartenphilo

    Penner: Man schadet nur sich
    Soldat: Man schadet allen (auch sich)

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    Antwort von Volker13 Volker13

    Bei der Summe an Schulden wird das nichts werden.

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    Antwort von TimoKuhnke TimoKuhnke

    Dank erstmal für die vielen Antworten. Ja ich mache mir wirklich sorgen um ihn. Ich kenne ihn seit wir klein sind, aber ich sehe es so wie inig hier auch schreiben. Finanziell wird es für ihn bei der Bundeswehr nicht besser als wie jetzt und Beruflich bzw Qualifikations-technisch wird er dort nich zur "heiß begehrten" Fachkraft gemacht werden können durch seine bisherige Schulische Leistung.

    Ich verstehe seinen Standpunkt und weiß wie seine Situation nun ist und wüsste selber nich wie ich an seiner Stelle handlen würde.

    Für eine Schulische Weiterbildung bleibt seit dem Titel wohl keine Zeit mehr, da er sich (Rein gesetzlich) jetzt schon Strafbar macht, da er den verordneten Satz nicht zahlt. Er lebt unter der selbstbehalts Grenze, die aber durch Fiktives Einkommen ausgehebelt wurde. Um also Zahlen zu können, muss er nun dafür sorge tragen, über dem Freibetrag zu verdienen, sonst droht ihm Haft bei nicht befolgung. Mein Rat, war ein Nebenjob, aber selbst bei Zuverdienst kommt er nicht an den Mindestsatz für 2 Kinder.Und das bei 60Std Arbeit/W Und da kam ihm die Bundeswehr in den sinn. Aber genug seiner Finanziellen Situation...

    Ich bin halt einfach vollkommen überfragt und will ihm irgendwie einen rat geben, wie er: 1. Sein Leben wieder in eine Lebenswerte Schiene lenkt 2. Seine Finanziellen Probleme in den Griff kriegen lässt 3. wie er es anstellt nicht erst in der Midlife-Crisis Schuldenfrei zu sein.

    Und auch durch eure Aussagen, denke ich, dass die oben genannten Punkte bei der Bundeswehr nicht für ihn eintreffen werden. :(

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    Antwort von LiquidBlue LiquidBlue

    Wie schon richtig gesagt worden ist, wird er maximal mit 1300 Euro netto nach Hause gehen - davon dann die Verpflichtungen weg, dann bleibt ihm ein Minimalsatz zum Leben.

    Das zweite - und viel größere Problem - ist, dass er mit seiner Qualifikation Probleme hat dort überhaupt angenommen zu werden. Falls er bereits Wehrdienst (seine 9 Monate) geleistet hat, kann er sich vielleicht bei vorherigem guten Verlauf nochmal für 4 Jahre verpflichten lassen, dann aber auch nur in der Laufbahn der Mannschaften. Dies bedeutet, dass eine "Karriere" für ihn nicht drin ist und nach 4-6 Jahren auch der Ofen Bundeswehr aus ist und er wieder ohne alles da steht.

    Den einzigen Lichtblick, den ich entdecken kann, ist wohl der Fragensteller, der sich nen Kopf um seinen Cousin macht...

  • 0
    Antwort von schniepatz schniepatz

    Gedicht,dass immer wieder passt:
    ........

    hast du einen dummen sohn,
    schicke ihn zur bauunion,
    ist es noch viel schlimmer,
    die army nimmt ihn immer

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    Antwort von Highjack Highjack

    Die haben in der zwischenzeit so viele Bewerber dass sie auch nicht mehr jeden nehmen. Ich zum Beispiel wurde ausgemustert weil ich für meine Körpergröße zu wenig wiege. Total lächerlich obwohl ich sowieso Zivildienst gemacht hätte. Aber so läuft dass eben heutzutage.

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    Antwort von Mike19801 Mike19801

    Ich denk mal sie nehmen auch nicht jeden. Man muss schon geistig dafür geeignet sein ne Waffe zu führen. Er weiß wohl am besten ob er das ist, das kann man von hier doch nicht so sagen. Man sollte vielleicht auch ein sauberes Führungszeugnis haben usw.

    Naja, er kanns mal probieren, wenn er meint das ist was für ihn, vllt hat er Glück.

    Kommentar von apoc1984 apoc1984apoc1984

    Die BW reagiert kaum auf Anfragen. Ich versuche seit letztem Jahr mich verpflichten zu lassen da mir eh nix nach steht aber es ist jetzt knapp 1 Jahr vergangen und von denen kommt gar nix

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    Antwort von TimoKuhnke TimoKuhnke

    Ich möchte noch etwas ergänzen, bin oben an der Zeichengrenze angekommen. Seine Motivation jetzt zur Bundeswehr zu gehen, besteht seit dem Titel vor Gericht. Er verspricht sich von dem was er Online gelesen hat bei der Bundeswehr einen weitaus höheren Verdienst und die Möglichkeit seine Zukunft in den Griff zu bekommen, was ich für eine Märchen halte. Immerhin muss er knapp 600€ Monatlich an Unterhalt zahlen und die Schulden ans Jugendamt, müssen auch Getilgt werden. Und selbst wenn er, wie er sagte, mit 1300 Netto rechnen könnte würde ihm nach Abzug allein des Unterhaltes schon "nur noch Soz. Niveau" bleiben was er jetzt auch schon hat. Und damit sind noch nicht die Schulden des Amtes gedeckt. Ich möchte dazu sagen, dass ich und auch andere die mit ihn kennen einstimmig sagen, dass seine Seelische Verfassung(er spricht ständig davon, das letzte zu sein und das sein Leben Wirtschaftlich gelaufen sei und für Leute wie ihn, kein Platz in der Gesellschaft sei)sich stark gebessert hat, seit vor einem Jahr eine neue Freundin hat die zu ihm passt. Sie ist auch dagegen, dass er sich verpflichten lässt, aber seit dem Urteil, sieht er für sich keine andere Möglichkeit mehr... So wie ich ihn kenne, würde aber aber lieber bei ihr bleiben, was aber im Kontrast zu BW Verpflichtung steht meiner Meinung nach da beides nur sehr schwer umsetzbar ist.

    Also, die Frage nochmal, würdet ihr ihm auch raten zur Bundeswehr zu gehen und "zurück zu lassen" was ihm momentan halt gibt? Oder denkt ihr, dass ich Recht habe und für ihn in seiner Situation, die Bundeswehr nicht die Rettung ist, die er sich verspricht?

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    Antwort von aptem aptem

    Hört sich garnicht gut an. Er braucht auf jeden Fall Tapetenwechsel. Anders wird's nicht gehen. Aber man muss nicht unbedingt zur BW dafür. Am besten irgendwas nicht in Deutschland. Er soll sich mal umsehen. Es gibt harte Jobs, für die man keine Qualifikationen braucht. An sich ist auch an der BW-Geschichte nichts falsch. Er soll's nur wirklich wollen und nicht aus purer Not tun. Ich kenn jmd., der in der ähnlichen Situation zur Fremdenlegion gegangen ist. Er wollte es aber, war genau sein Ding.

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