Frage von DomenikH522, 85

Bundeswehr austreten Fwd ?

Hallo bin 17 Jahre jung in befinde mich seit kurzen im fwd und habe schnell gemerkt das es nichts ist aufgrund der großen Distanz von Zuhause.. Außerdem würde ich gerne meinen Abschluss verbessern wollen an einer bbs ist es möglich austreten? Wenn ja wie ? Bin noch im ersten Monat

Antwort
von FloHACK3R, 46

Hallo Domenik,generell gibt es bei der Bundeswehr eine Art "Probezeit" in der du dich jederzeit noch entscheiden kannst auszutreten. Diese Probezeit dauert normalerweise 6 Monate, und gerade im Freiwilligen Wehrdienst gibt es nicht wenige die erkennen, dass die Bundeswehr (auch wenn es nur ein paar wenige Jahre oder sogar Monate sind) nicht der richtige Arbeitgeber für sie ist. Deshalb gibt es ja die 6 monatige Probezeit in der du dich entscheiden sollst. 

Sprich einfach mal mit deinem Vorgesetzten, der wird sich da sicher genauer auskennen und dir auch keine Vorwürfe machen. Für manche ist die Bundeswehr etwas, für manche nicht, und du wirst sicher nicht der erste sein der Austreten will. 

Eine Ausnahme bildet die unwiderrufliche Verpflichtungserklärung, die du jedoch nicht einreichen musst nur um den freiwilligen Wehrdienst anzutreten. Da Bedarf es schon einer richtigen Karriere als Berufssoldat, und selbst da ist das unüblich. 

http://www.bundeswehrforum.de/forum/index.phptopic=14882.15

Und auch nach deiner "Probezeit" gibt es noch Möglichkeiten auszutreten. Die Bundeswehr will dich ja nicht "gefangen halten", denn wer sich unwohl fühlt ist kein guter Soldat. Daher ist es gut, dass du recht früh erkannt hast, dass du austreten willst und in sofern sollte es diesbezüglich keine Probleme geben.

Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Kommentar von navynavy ,

Und auch nach deiner "Probezeit" gibt es noch Möglichkeiten auszutreten.

Ja, die gibt es, das kann aber sehr langwierig, sehr kompliziert und im schlimmsten Fall sehr teuer werden (Rückzahlung von Ausbildungskosten etc.).

Soldaten können als Quasi-Beamte nur ihre Entlassung beantragen, diese muss vom Dienstherrn gewährt werden. "Kündigen" im zivilen Sinn ist nicht möglich.

Ich vermute zwar, dass Du Dir dessen bewusst bist, dafür ist Deine Antwort zu kompetent, aber ich wollte das noch einmal betonen - im hier vorliegenden Fall eines FWDL im 1. Dienstmonat ist das Ganze überhaupt kein Problem - wie Du ganz richtig sagst, das kommt sehr (meiner Meinung nach zu) häufig vor.

Expertenantwort
von ponter, Community-Experte für Bundeswehr, 22

Ich stimme den bereits gegebenen Antworten zu und schließe mich dem ersten Absatz der Antwort von navynavy an.

Für alle, die hier eventl. mitlesen und ebenfalls den Militärdienst ins Auge fassen.

Ihr verpflichtet euch für eine gewisse Dienstzeit in einem Job, der oftmals alles andere als alltäglich ist. Das sollte euch im Vorfeld bewusst sein. 

In Zeiten des Internets kann man sich heutzutage über alles informieren,auch über die BW.

Im Übrigen spiegelt die Grundausbildung absolut nicht den kompletten Alltag der Bundeswehrdienstzeit wieder. Nach den drei Monaten normalisiert sich das Ganze und gleicht in vielen Belangen dem Alltagsablauf in einem Zivilberuf, mit geregelten Arbeitszeiten, Wochenenden usw.

Gerade wenn man erst die Schule beendet hat und noch keinen Einblick in die Berufswelt hatte, bewertet man oft den Dienst in der Bundeswehr nicht richtig. Diese Zeit hat gegenüber dem zivilen Berufsleben auch verschiedene Vorzüge. So muss man hier u.a. bei mehr geleisteten Dienstzeiten nicht unbedingt auf sein Recht der Vergütung der Stunden pochen, wie es heute auch in vielen Berufen und Branchen leider der Fall ist. 

Beim Thema "Geld" trifft man in der freien Wirtschaft nicht selten auf "taube Ohren" der Arbeitgeber, oft stimmt auch das Verhältnis von zu leistender Arbeit und dessen Vergütung nicht überein.

Expertenantwort
von navynavy, Community-Experte für Bundeswehr, 50

Was mich bei solchen Sachen am meisten wundert - Leute, informiert ihr euch eigentlich WIRKLICH über den Job, bevor ihr Soldat werdet? So etwas sollte schon ein bisschen mehr Eigenrecherche wert sein als ein Termin beim Karriereberater und eine Unterschrift... -_-

Also:

Ja, ein Austritt ist während der ersten 6 Dienstmonate jederzeit ohne nähere Angabe von Gründen möglich (diese Art "Probezeit" gibt es seit einigen Jahren). Gerade im FWD ist das überhaupt kein Problem.

Ab zum Spieß und dann wird alles Weitere in die Wege geleitet, im Normalfall bist Du dann nach ein paar Tagen raus.


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