Bundeswehr als Alternative?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Der Reihe nach:

  • Mit 16 bist Du momentan noch zu jung für die Bundeswehr - Eintritt frühestens mit 17 und Einverständnis der Eltern, ansonsten mit 18.
  • Mit dem Realschulabschluss steht Dir die Feldwebellaufbahn offen, dabei ist ebenfalls eine zivil anerkannte Berufsausbildung möglich.

Aber:

  • Die Entscheidung für die Bundeswehr sollte nie ein Notnagel sein. Der Soldatenberuf funktioniert auf Dauer eigentlich nur, wenn man diesen Dienst mit all seinen speziellen Facetten als Berufung lebt und sieht. Eine - ich formuliere überspitzt - momentane berufliche Unzufriedenheit ist für die Alternative Bundeswehr und Soldatendienst ein bisschen wenig überzeugend.
  • Bei der Bewerbung wird eine abgebrochene Lehre nicht unbedingt den besten Eindruck machen (Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen...), zudem würde eine abgeschlossene Lehre Deine Karrierechancen bei der Bundeswehr deutlich erhöhen.
  • Die Chancen auf eine Übernahme als Berufssoldat sind heute relativ gering - Du musst damit rechnen, nach etwa 8 bis 12 Jahren Dienst wieder ins Zivilleben zurückkehren zu müssen.

Ob die Aufgaben bei der Bundeswehr abwechslungsreicher sind, kommt ganz auf Deine Verwendung an - es gibt auch genügend Feldwebeldienstgrade, die tagtäglich vor dem PC sitzen. Natürlich gibt es auch solche, die Panzer kommandieren oder Flugzeuge warten, das kommt ganz darauf an.

Außerdem muss Dir klar sein, dass Auslandseinsätze und häufiges Umherziehen im gesamten Bundesgebiet (!) heute zum Soldatendienst definitiv dazugehören. Das wird Auswirkungen auf den soziales Umfeld haben, auf Freundeskreis, Beziehung, Familie usw. All diese Punkte solltest Du auf jeden Fall vorher gut überlegen - Soldat heißt nicht nur andere Arbeitskleidung und sicherer Arbeitsplatz. Da steckt schon mehr dahinter - evtl. auch die Pflicht, kämpfen zu müssen, denn das ist und bleibt trotz aller Jobangebote und Berufsbilder schlicht die Kernaufgabe enes jeden Soldaten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mach doch einfach mal einen Termin bei der Wehrdienstberatung, und Informier dich.

Ich komme "dumm gesagt" aus einer "Bunderwehrfamilie", und spiele selber mit dem Gedanken nach meiner jetzigen Ausbildung evtl. zum Bund zu gehen.

Mein Bruder hat z.B. nach seinem Abi, die Grundausbildung gemacht, ist noch paar Monate geblieben, und Studiert jetzt.

Mein Vater ist Wehrdienstberater im Ruhestand, war eigentlich "immer" beim Bund, aber man kann sich halt nie sicher sein. Der eine macht es sein "leben Lang", der ander nur in einer "Phase" seines lebens.

Viel Glück :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich empfehle dir wenigstens 5Jahre bei der bundeswehr anzufangen und nach 4 jahren auf insgesamt 8jahre zu erweiter. So hast du viele rentenpunkte gesammrlt und bist ausgebildet. Und gleichzeitig tust du was für unser land.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was ist "die Bundeswehr"? In der Bundeswehr gibt es ebenfalls Büro-Jobs, die Du offenbar aber nicht magst. Es gibt sie auch dort.

Es gibt bei der Bundeswehr natürlich auch andere Bereiche, in denen man tätig sein kann. Die Bundeswehr bietet sicherlich eine breite Auswahl von Ausbildungen und Fachrichtungen an, die Du machen könntest.

Wenn es Dir aber darum geht, innerhalb eines zu lernenden Berufes mehr Vielfalt zu haben, bist Du meiner Meinung nach, bei der Bundeswehr genauso gut, oder genauso schlecht aufgehoben, wie anderswo auch.

Meiner Meinung nach, hat die Vielfalt und die Abwechslung nicht immer und unbedingt damit zu tun WO Du eine Ausbildung machst, als vielmehr WAS Du als Ausbildung machst. Wenn Du mehr Abwechslung suchst, solltest Du Dir, meiner Meinung nach, Gedanken machen, welche Tätigkeiten sich Deiner Vorstellung nach denn "abwechseln" sollen. Wenn Du das weisst, würdest Du vielleicht einen anderen Ausbildungsberuf in einer vielleicht ganz anderen Fachrichtung anstreben.

Und das könntest Du sowohl bei der Bundeswehr machen, als auch außerhalb davon. (Is meine Meinung)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Problem mit der bundewehr ist, dass du dort aller Wahrscheinlichkeit nach nicht ewig bleiben kannst.

Über 12 Jahre hinaus ist unwahrscheinlich.

Danach brauchst du also trotzdem eine zivil anerkannte Ausbildung.

Wenn du nicht gerne im Büro sitzt, ist vielleicht ein Handwerk etwas für dich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gäbe noch ausser der Bundeswehr andere Alternativen wie z.B. Polizei, Bundespolizei, Zoll und Berufsfeuerwehr. Wenn man einen technischen Beruf abgeschlossen hätte, wäre die Bundeswehr bestimmt eine gute Alternative, wenn man eine kfm. Ausbildung hat und bei der Bundeswehr in der Verwaltung oder beim Nachrichtenzug landet, wird es ähnlich öde wie in deinem Büro sein. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung ermôglichen dir eventl. den Einstieg in die Feldwebellaufbahn. Theoretisch wäre dort u.U. sogar die Ûbernahme in ein Dienstverhältnis als Berufssoldat möglich. 

Die BW bietet vielerlei Möglichkeiten, setzt Soldaten gerne auch berufsnah ein, wenn eine Ausbildung vorhanden ist. 

Der Dienst bei der BW fordert ein gewisses Maß an Flexibilität, so ist die Teilnahme an Auslandseinsätzen als SaZ quasi Pflicht.

Im Gegenzug bietet die BW ein geregeltes Einkommen und einen sicheren Job.

Ich rate allerdings auch dazu, die Ausbildung zu Ende zu bringen, eine abgebrochene Ausbildung kann sich negativ in einer Bewerbung für die BW auswirken.

Meine Empfhelung wäre, mal bei Zeiten einen Termin mit einem Karriereberater der BW zu vereinbaren.

https://www.bundeswehrkarriere.de/beratungsstellenfinder

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit Deiner Vorbildung wärst Du beispielsweise für eine Verwendung im logistischen Dienst der Bundeswehr geeignet. Das ist wesentlich abwechslungsreicher als eine reine Bürotätigkeit.

Deine Lehre solltest Du aber unbedingt zu Ende bringen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?