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Bundeswehr- Auslandseinsatz, grundlgende Fragen

Frage von hellohellosun hellohellosun

Ist die Annahme richtig, dass Deutschland bei einem Angriff auf einen Bündnispartner im Rahmen kollektiver Sicherheit militärisch intervenieren darf, aber nicht berechtigt ist, ein Angriffskrieg zu führen? 

Ein Bekannter behauptete, bei Einsätzen der UNO/ NATO dürfte die Bundeswehr nur Aufbauarbeit und humanitäre Hilfe leisten, aber nicht selbst kämpfen. Ich glaube aber, dass die Bundeswehr sehr wohl unter dem Kommando des jeweiligen Offiziers sehr wohl kämpfen darf. Der Paragraph 24 erlaubt ja eine militärische Aktion im Rahmen der internationalen Bündnisse.

Wie steht es um die militärische Ausrüstung der Bundeswehr, Deutschland stellt ja nur eine mittlere Militärmacht dar, ohne ABC-Waffen.... Wird die Bundeswehr bei Einsätzen militärisch durch die UNO/ NATO ausgerüstet?

Was ist denn jetzt der genaue Grund, warum die Bundesregierung nicht an der Intervention in Libyen mitmachen will? Wenn Deutschland ja zur Intervention gesagt hätte, würden jetzt vielleicht Deutsche Kampfjets militärische Stützpunkte von Gaddafi abschießen?

 

 

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Antworten (1)

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    Antwort von jensenopulus jensenopulus

    Also: DIe NATO ist ein VERTEIDIGUNGS-Bündnis. D.h., dass die Bundeswehr im Falle eines Angriffs auf einen Bündnispartner zur Intervention verpflichtet ist. Da es aber nunmal ein Bündnis zur Verteidigung ist, darf auch nur verteidigt aber nicht angegriffen werden. Sprich: Die Bw hilft dem Bündnispartner sein eigenes Territorium gegen die Wirkung feindlicher Kräfte zu schützen. 

    In diesem Fall muss die Bundeswehr aber nicht zwingend zum Kampf eingesetzt werden. Auch logistische Unterstützung des Partners ist möglich. 

    In einem Bündnisfall behält die Bundeswehr ihr Material. Sie wird also keine ABC-Waffen der NATO bekommen. Allerdings wäre dies grundsätzlich möglich, wenn die Bundesregierung einem Einsatz solcher Waffen zustimmt - was äußerst unwahrscheinlich ist.

    Zu Libyen: Die Bundesregierung will nicht eingreifen, da die Bundeswehr bereits jetzt sehr stark in Einsätzen der UN/NATO gebunden ist (ISAF, KFOR, ATALANTA, usw.). Eine weitere Belastung wäre der Truppe nicht zumutbar. Es wäre theoretisch möglich, dass deutsche Militärflugzeuge dann in Gefechte verwickelt wären, jedoch zeigt die Erfahrung, dass die Luftwaffe sich im Bereich Aufklärung in der Vergangenheit bewährt hat und somit wohl vielmehr in dieser Funktion eingesetzt wäre.

    Denn obwohl die Luftwaffe im Kosovo auch Kampfmissionen geflogen hat, haben Aufklärungsmissionen die wichtigere Rolle gespielt.

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