Frage von Ibgus, 39

Bundestagswahl: Haben Kandidaten kleinerer Parteien in kleinen Bundesländern eine geringere Chance in den Bundestag einzuziehen aufgrund von Landeslisten?

Sehe ich das so richtig: Als Politiker einer kleinen Partei hat man nur in einem großen Bundesland die reale Chance, in den Bundestag einzuziehen, da bei der Bundestagswahl bei der Zweitstimme eine Länderliste - keine Bundesliste - gewählt wird und einem kleinen Bundesland somit weniger Plätzen zusteht. Um dann einen Platz zu ergattern, bräuchte man prozentual mehr Stimmen als in einem großen Bundesland.

Zum Beispiel bei der Bundestagswahl 1983 erreichten die Grünen in Bayern 4,7% und schickten 4 Abgeordnete nach Bonn, während im Bundesland Bremen die Grünen mehr als doppelt so viel erreichten, nämlich 9,7% und schickten kein einzigen Abgeordneten nach Bonn (sorry, dass die Zahlen alt sind, aber neuere fand ich auf die schnelle nicht. An der Methode hat sich aber ja nichts geändert).

Die prozentuale Sitzverteilung im Bundestag stimmt dadurch zwar schon, aber als Politiker einer kleinen Partei, wie der FDP oder Grüne, würde dann ein Mandat im Bundestag zu erlangen kaum möglich sein, wenn er aus einem kleinen Bundesland kommt. Seh ich das so richtig? Und wenn ja, was ist die Begründung? Um den eigenen Wahlkreis vertreten zu bekommen, gibt es doch die Erststimme, die Zweitstimme soll doch eigentlich das eigentliche und somit das bundesweite Ergebnis widerspiegeln, aber schlussendlich würde doch z.B. ein Freidemokrat aus Hamburg kaum die Chance haben, bundespolitisch Einfluss zu nehmen, während er aus z.B. NRW beim gleichen Ergebnis der Zweitstimme es könnte.

Antwort
von aycaramba33, 8

Schau dir einfach mal den Bundestagsradar bei Spiegel Online an.
Dort kann man die Abgeordneten nach allem möglichem filtern auch Bundesland

Antwort
von wfwbinder, 17

Es geht nicht rein nach Prozenten.

https://www.bundestag.de/bundestag/wahlen/abg_wahl/245234

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