Bulimie hat mein Leben zerstört. Was soll ich nur tun?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Bullemie hat nicht dein Leben zerstört. Du dein Umfeld hätten das auch ganz alleine geschafft.

Dass du deine Eltern anlügst und beklaust, hat nichts mit der Bullemie zu tun, das ist dein eigenes Fehlverhalten, dass sie dich allerdings als eklig bezeichnen, weil du eine Krankheit hast, ist abartig.

Lehrer sind nicht schße zu dir, weil du Bullemie hast, entweder du hast ihnen Grund genug gegeben, dich nicht zu mögen oder sie sind einfach inkompetent. Dass die Lehrer allerdings sooo selektiv sein sollen kann ich mir nur in Bayern vorstellen, in dem Fall ab in ein anderes Bundesland, Bayerns Schulpolitik ist in meinem Gedankengang ein Grund, mit Bullemie anzufangen.

"Freunde" kommen und gehen, wahre Freunde sind nicht so einfach zu finden, wie Filme es dir glauben machen wollen, ich hatte in meinem ganzen Leben nie einen wahren Freund, nur weil man sich mit Schulkameraden gut versteht und mit denen spielt, heißt das nicht, dass es Freunde sind, es sind Spielkameraden.

Und Partner sind auch nicht so verlässlich, wie Filme es wieder einmal versuchen, vorzugaukeln. Man wird diesbezüglich oft enttäuscht, egal aus welchem Stand man ist oder was für Probleme man hat, Liebe ist sehr wählerisch. Und wahre Liebe sehr selten.

Nun um noch zu einer Lösung des ganzen zu kommen, in was für eine Richtung soll dein Job gehen und bei wievielen Firmen hast du dich beworben? In deiner Situation scheint es mir angebracht, dass du dich bei möglichst vielen Stellen bewirbst, egal wo wie stationiert sind, du wirst die finanzielle Unterstützung zum Auszug bekommen vom Arbeitsamt, unter den gegebenen Umständen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von joduck
07.03.2016, 10:38

Das meiste, was du gesagt hast, war mir klar und ich stimme dir zu.. Allerdings hatte ich bisher immer irgendeinen Halt und eben diesen habe ich nicht mehr..

Ich hatte nie viel Vertrauen in meine Eltern, ich weiß nicht woher das kommt aber es war schon als ich ein Kind war  so.. Mit denen kann ich einfach über rein gar nichts reden.

Wie du selbst sagst, ich hätte es auch so irgendwie geschafft mein Leben zu ruinieren.. und genau deswegen sehe ich keinen Ausweg..
Seit Jahren ist mein Ziel Biochemie zu studieren, doch ich hab das Gefühl das niemals schaffen zu können..

Wegen meines NCs bräuchte ich auch Wartesemester und wollte eine Ausbildung zum Biologielaborant machen, dafür gibt es wenige Ausschreiben in Berlin und wurde überall abgelehnt..

Ich kann mir nicht listen weiter wegzuziehen, da ich ja jetzt schon ausziehen soll und die Bewerbungsfristen sind auch schon lange um, was Ausbildungen angeht

0

Damit du dein Leben wieder auf die Reihe kriegen kannst wäre für dich sicher eine längerfristige Therapie sinnvoll. Es gibt immer Gründe die einen Menschen in die Essstörung rutschen lassen. Diese Gründe müssen in einer Therapie angegangen werden. Kurze Beratungen helfen bei solchen Problemen sicher nicht. Unter Umständen kann eine solche Therapie auch mehrere Jahre gehen. Überlege es doch ob dieser Weg nicht etwas wäre für dich. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vlt. solltest Du Dich mal ans Jugendamt wenden (das ist bis 21 Jahre auch noch für Dich da), denn Deine Eltern sind bis zum Ende der ersten Ausbildung für Dich zuständig. Sie können nicht einfach sagen, sie wollen nicht.

Wegen der Wohnungssuche: Wenn Du den Vermietern anbietest, dass die Miete vom JC direkt an sie überwiesen wird, sieht die Sache mit einer Zusage vlt. anders aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo joduck,

ich kann Deine Verzweiflung gut verstehen. Als junger Mensch brauchst Du auf jeden Fall wieder Perspektiven in Deinem Leben. Zuerst einmal sollst Du wissen, dass Du mit Deinem Problem nicht allein dastehst. Essstörungen sind ein Problem, vor dem weltweit Millionen Erkrankte, vorwiegend Frauen (90%) stehen. Betroffen sind sowohl Ledige als auch Verheiratete, alle Altersgruppen, sowohl junge Mädchen als auch Frauen im reiferen Alter.

Du fragst Dich womöglich, warum es so schwer ist, mit den Essanfällen und dem anschließenden Erbrechen aufzuhören. Es reicht aber nicht, einfach davon loskommen zu wollen! Es müssen vielmehr die zugrunde liegenden psychischen Probleme erkannt und angegangen werden. Was würde denn dagegen sprechen, auch einmal in eine spezielle Klinik zu gehen, die Essstörungen behandelt? Bestimmt würdest Du dort hilfreiche Strategien gegen die Bulimie kennenlernen.

Was könntest Du selbst tun? Auch wenn Du das Problem gern vor anderen verbirgst, wäre es doch gut, das offene Gespräch mit Deiner Familie zu suchen. Möglicherweise haben Deine Angehörigen unbewusst zur Entstehung Deiner Essstörung beigetragen, indem sie vielleicht zu großen Wert auf die Figur und das Aussehen gelegt haben. Sollte das auch in Deinem Fall zutreffen, dann müsste Deine Familie ihre Einstellung überdenken. Du sollst auch wissen, dass die meisten Essgestörten Perfektionisten sind. Sollte das bei Dir der Fall sein, dann denke daran, dass Fehler zum Leben gehören und nicht Deinen Wert als Person bestimmen. Niederlagen sind normal, gehen vorüber und können auch überwunden werden. Wenn Du Dir das bei einem der nächsten Fehlschläge bewusst machst, wirst Du wahrscheinlich nicht so sehr am Boden zerstört sein.

Versuche auch, Dich als ein Individuum zu sehen, dass sich nicht in die von anderen ausgedachte Form pressen lässt. Das fördert Deine Selbstachtung und Dein Selbstwertgefühl. Ist Dir aufgefallen, dass Essgestörte leicht zu Frustessen neigen? Das kann daher kommen, dass sie nicht gelernt haben, frei Ihre Meinung zu äußern, vor allem auch dann, wenn sie von anderen nicht gern gehört wird. Wenn es Dir auch so ergeht, dann lerne, Deinen Ärger nicht einfach herunterzuschlucken. Offen seine Meinung zu äußern bedeutet ja nicht unbedingt, Dampf abzulassen oder seine ganze Wut herauszulassen. Es bedeutet, offen und deutlich das zu sagen, was man denkt. Tust du das nicht, dann mag es sein, das Dein Drang zu ungesundem Verhalten zunimmt. Du stürzt Dich quasi in eine Essattacke, wenn sich Frustration in Dir aufstaut.

Da Du ja offensichtlich noch bei Deinen Eltern wohnst, mache ihnen klar, dass es sehr auf Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung ankommt. Wenn möglich, halte zu Ihnen einen offenen Gedankenaustausch und sensibilisiere sie für Deine Erkrankung. Sollte das jedoch trotz aller Bemühungen nicht möglich sein, dann such Dir Hilfe von anderer Stelle. Du kannst Dich an den "sozialpsychiatrischen Dienst" wenden, den es in jeder Stadt oder Gemeinde gibt.

Viele, die wegen eines Problems verzweifelt sind, übersehen leicht, dass die Bibel viel Rat und Trost in allen Lebenslagen gibt. Sie geht zwar nicht speziell auf das Thema Essstörungen ein, doch zeigt sie, dass Gott an jedem einzelnen interessiert ist und sehr viel für die Leidenden empfindet.

Folgender Text aus der Bibel stammt von dem berühmten König David, der in seinem Leben viele Höhen und Tiefen erlebte und der wusste, was es bedeutet, verzweifelt und manchmal sogar ausweglos zu sein. Rückblickend auf seine Erfahrungen, die er mit Gott gemacht hatte, schrieb er einmal: " Ja, auf Gott warte still, o meine Seele, Denn von ihm ist meine Hoffnung. Ja, er ist mein Fels und meine Rettung, meine sichere Höhe; ich werde nicht zum Wanken gebracht werden. Auf Gott beruht meine Rettung und meine Ehre. Mein starker Fels, meine Zuflucht ist in Gott. Vertraut auf ihn zu allen Zeiten. Vor ihm schüttet euer Herz aus. Gott ist uns eine Zuflucht" (Psalm 62:4-8).

Obwohl Gott diesen David nicht durch ein Wunder aus seinen Bedrängnissen befreite, machte er dennoch die Erfahrung, dass Gott ihm zur Hilfe kam und ihn mehr als einmal aus Todesgefahren rettete. David konnte diese Erfahrungen nur deshalb machen, weil er selbst auch etwas tat: Er wandte sich an Gott im Gebet und er schüttete ihm sein Herz aus. Die Psalmen sind voll von seinen innigen Gebeten zu Gott.

Diese kleine Exkursion in die Bibel kann Dir etwas Nützliches sagen: Auch Du kannst Dich in Deiner Not an Gott wenden und ihm all Deine innersten Gedanken mitteilen. Wenn Du seine Nähe und seine Freundschaft suchst, dann kann er Dir dabei helfen, manches in Deinem Leben zu bewirken, was ohne seine Hilfe nicht möglich gewesen wäre.

Ich wünsche Dir, dass Du die Hilfsangebote findest, die Dich wirklich weiterbringen. Sei immer geduldig mit Dir und erwarte keine allzu schnellen Lösungen. Wenn Du jedoch nicht aufgibst und am Ball bleibst, wirst Du es sicher eines Tages geschafft haben!

LG Philipp

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Zuerst alles falsch machen.... Geh zu einer Beratung. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von joduck
07.03.2016, 09:37

Was ist das denn für eine Antwort? Dann spar es dir doch einfach. Wenn du lesen kannst: Ich war bereits in Therapie und hatte also auch schon tausende Beratrungen.
Danke

2