Eine Freundin von mir hat mir vor kurzem offenbart, dass sie im Sommer 2009 Bulimie hatte. Sie hat beteuert, dass sie aber nicht mehr aus Absicht erbrechen würde. Noch am selben Abend hat sie erbrochen und als ich sie drauf angesprochen habe meinte sie, dass es das erste mal seit Sommer gewesen sei und sie halt nur zu viel gegessen hätte. Eine Woche darauf beichtete sie mir, dass sie noch einmal erbrochen hatte. Sie ist noch sehr jung und möchte, dass ihre Eltern vorerst nichts davon erfahren. Ich möchte, dass sie eine Therapie nimmt, sie sieht das mit geteilter Meinung. Jetzt ist meine Frage, ist eine Therapie, auch wenn meine Freundin behauptet diese zwei male wären Ausrutscher gewesen, nötig? Kann man auch eine Art Vorgespräch/Beratungsgespräch mit einem Therapeuten machen? Kostet so ein Vorgespräch etwas (vorgespräch keine Therapie)? Wenn ja wird soetwas von der Krankenkasse bezahlt? Ist es okay, wenn zuerst nur ich und meine Freundin dahingehn und ihre Eltern erst später vom Therapeuten dazugezogen werden würden?
Antworten (2)
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1Antwort von
WolpertingerWolpertinger
Also erst einmal zu Bulimie gehört noch viel mehr als nur das Essen wieder zu erbrechen.
Das ist ein kompliziertes Krankheitsbild, mit vielen vielen Symptomen.
Und es ist wie mit einer Sucht, ist man einmal Erkrankt ist man dies sein Leben lang.
So wie Alkoholiker immer Alkoholiker bleiben.
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Deine Freundin wird im Sommer 2009 doch wahrscheinlich eine Therapie gemacht haben.
Wahrscheinlich doch sogar Stationär.
An diesen Therapeuten kann, sollte sie sich wieder wenden.
Dieser wird abschätzen in weit sich wieder in alte Verhaltensmuster zurück gefallen ist.
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Um deine Fragen zu beantworten:
Ja, die Krankenkasse zahlt die Therapie
Ja, die Psychologen bieten Vorgespräche an.
Diese sind Kostenlos.
Jedoch ist es so, dass die Wartzeit auf so ein Gespräch sehr lang ist und dieser Weg deswegen eher ungeeignet ist.
Rhein Theoretisch kannst Du mit deiner Freundin zu solch einen Gespräch gehen.
Aber, ich würde dir davon Abraten.
Du trägst jetzt schon viel zu viel Verantwortung.
Bitte lerne dich von deiner Freundin abzugrenzen, sonst bist Du nachher auch Krank.
Du kannst ihr nicht helfen, helfen kann ihr nur der Therapeut.
Bitte wende dich an einen Erwachsen und hole dir Hilfe, gebe die Verantwortung die Du jetzt schon für deine Freundin trägst ab.
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Hier in diesem Forum kannst Du dich austauschen und deine Freundin kann sich dort auch Hilfe holen
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1Antwort von
SaliaSalia
Jeder Süchtige hat eine Ausrede oder eine Erklärung stets parat. So auch Deine Freundin. Du hast jetzt eigentlich die Aufgabe, ihre Eltern schnellstmöglichst in Kenntnis zu setzen, denn ich glaube ihr nicht das sie seid letzen Jahres nicht mehr den Finger in den Hals steckt. Sie hat hier irgendwo den Ernst der Lage angenommenund auch begriffen, sie macht auf sich aufmerksam und fordert unbewusst Deine Hilfe ein. Also, ganz wichtig: ELTERN INFORMIEREN und als nächster Schritt auf jeden Fall die KLINIK
Nee, eine Therapie hatte sie nicht gemacht. Sie meint auch jetzt, dass sie es alleine schaffen würde, aber sie wäre auch einverstanden wenigstens ein Vorgespräch zu machen.
Aber aufjedenfall danke für die Antwort.
Alleine schafft das keiner.
Bitter paße gut auf dich auf.
Lass dich nicht von deiner Freundin in ein Drama mit einbeziehen.
Gebe die Verantwortung an jemanden ab, der sie tragen kann.
Das ist nicht böse gemeint, bitte nicht falsch Verstehen.