Bücherhass?

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11 Antworten

Deine Phrasen erscheinen eher den Zweck erfüllen zu sollen, zu provozieren. Einen Vergleich zwischen Büchern und dem Internet aufstellen zu wollen, ist unsinnig, denn die Aufgabengebiete zwischen beiden gehen auseinander. Das Buch hat lediglich den Anspruch, den Leser mit seinem Inhalt zu unterhalten oder als Informationsquelle zu einem bestimmten Themenbereich zu dienen. Das Internet dagegen bietet zusätzlich die beidseitige Kommunikation und Verwaltung verschiedener Daten. Dennoch gehe ich einmal auf deine aufgestellten Thesen ein.

Inwiefern Bücher den "Mund halten", hängt vom Inhalt ab, denn sonst könntest du dein Bücher-sind-gut-für-Propaganda-Argument gleich wieder streichen. Auch ist der Autor/sind die Autoren nicht verpflichtet, seine/ihre eigene Meinung kundzutun, er kann/sie können auch sachlich über verschiedene Standpunkte schreiben. Beide Möglichkeiten (Subjektivität, Objektivität) kannst du (man staune) ebenso im Netz begegnen.

Des Weiteren wendest du deine These, Bücher wären gefährlich wiederum nicht auf das Internet an. Es gibt Seiten, wo Menschen ihre erdachten Geschichten präsentieren (ob als Kurzfilm, Hörspiel oder Fanfiktion, ...). Zeigt das damit, dass du als Internetnutzer, selbst leer und zwiegespalten bist? Was ist das überhaupt für eine Gedankengang, andere Menschen dafür zu verurteilen, weil sie sich von Geschichten aus Büchern unterhalten lassen? Das Erzählen von Geschichten stammt schon aus frühen Zeiten, ob Sagen über Götter oder im heutigen Leben Anekdoten über den tollpatschigen Arbeitskollegen auf der Baustelle. Für den Autor ist es eine Form der Kommunikation, um eigene Gedanken wieder- und weiterzugeben, gern auch kreativ verpackt in Hüllen der Fantasie. Für den Leser ist es Entspannung und Unterhaltung. Also nichts, wovor du dich wirklich fürchten müsstest.

Im Gegensatz zum Internet, wo wirklich jede dahergelaufene Person ihren Content präsentieren kann ("Video-Tutorials" auf Youtube, Blogartikel, ...), bieten Bücher zum einen wenigstens eine klare, ordentliche Rechtschreibung und verständliche Ausdrucksweise, zum anderen sind sie meist besser recherchiert als so manch andere Informationsquelle. Es gibt gar Themen, zu denen du im Internet nichts findest - in Büchern schon. 

Und natürlich kauft man sich zu einem Thema bei Bedarf mehrere Bücher, um das Themenfeld besser abdecken zu können. So wie es nicht reichen wird, sich für ein bestimmtes komplexes Thema nur eine Internetseite zu Gemüte zu führen.

Die Gefahr des Mediums ist auf beiden Seiten groß. Genauso wie jemand seine wirren Ideologien in einem Buch zusammenfassen kann, ist es möglich, soziale Plattformen für beleidigende Kommentare, Mobbing und Hetzkampagnen zu missbrauchen. Die Mobilisierung anderer ist sogar innerhalb von wenigen Minuten / Stunden möglich. Das schafft das Buch nicht.

Fazit:

Ich weiß nicht, wieso du wirklich so einen Hass auf Bücher besitzt. Vielleicht schlechte Erfahrungen, vielleicht das Unvermögen, eigene Fantasie zu nutzen (die Filme indes oft vorgeben), wer weiß. Doch solltest du in Zukunft etwas mehr nachdenken, bevor du urteilst und Vergleiche zwischen Objekten ziehst, die nicht direkt miteinander vergleichbar sind. Niemand zwingt dich, Bücher zu lesen (abgesehen von der Schule^^), aber die Toleranz leidenschaftlichen Lesern solltest du schon aufbringen können.

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Kommentar von schrauberking
30.05.2016, 12:11

Danke für alle Antworten.

Auch wenn ich mich damit unbeliebt mache.

Aber ich sehe hier, wie undistanziert doch einige Menschen zu dem Thema sind.

Es ist erschreckend, wie man sich in seiner eigenen Existenz bedroht fühlen kann, wenn man auf den pathologischen Übermaßkonsum in Büchern hinweist.

Es ist eben nicht so, dass Bücher ein Zeichen großen Intelekts sind. Vielmehr zeigen sie, dass man über diesen nicht verfügt und diesen extern sucht. Man will also eine zweckmäßige Kompensation erreichen, man identifiziert sich mit dem, was ein anderer Mensch geschrieben hat und versucht das auf sein eigenes Leben anzuwenden.

Ich glaube, gerade das ist ein Armutszeugnis und zeugt von innerer Leere.

Letzten Endes gilt auch hier, dass ein Übermaß an etwas nur negative Auswirkungen hat.

Und ich muss sagen, genau das sehe ich leider hier bei Menschen, die sich dergestalt abfällig über meine begründete Bücheraversion äußern.


Vielen Dank.


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Kommentar von ilprincipe
30.05.2016, 13:31

Es gibt unzählige Gründe warum und weshalb Menschen Bücher lesen, du implizierst dass Menschen lediglich aus "Kompensationsgründen" lesen. Deine Argumente sind schlichtweg unlogisch und basieren auf Unwissenheit und Denkfehlern. Das hat nichts mit deiner Bibliophobie zu tun. Ich bin übringens auch kein Bücher-Fan und werf nicht mit Scheinargumenten um ich nur weil ich Bücher nicht toll finde.

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Ich würde eher das Internet als gefährlich einstufen, da jeder sich eine Webseite erstellen kann und dort jeden möglichen Müll veröffentlichen kann, jeder kann irgendwelche Videos auf Youtube und Co. stellen usw. So ist es ein leichtes, Unwahrheiten und gefährliches Halb- und Unwissen zu verbreiten. Das Internet ist der Nährboden für bedenkliche und gefährliche Denkweisen. Schon Kinder haben leicht Zugriff auf das Internet und können so leicht, zu leicht, beeinflusst werden.

Was für Bücher meinst du? Sachbücher? Romane? Dass Romane Fiktion sind, ist klar, aber dient nicht auch das Internet zur Unterhaltung? Deine Behauptung könnte man genausogut auf das Internet anwenden.

PS.: Ich glaube, du hast die falschen Bücher gelesen. Ich lese lieber ein gutes Buch, als stundenlang vor einem Bildschrim rumzuhängen.

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Ich empfinde Mitleid für dich :-(

Es ist ein wahnsinnig kreativer Prozess sich ganz und gar in das gelesene hinein zu versetzen; die Gegebenheiten,Personen,Geschehnisse vorzustellen und mitzuerleben. 

Dieses Gefühl kann dir das Internet sowie Fernsehsendungen niemals geben.  

Dir entgeht was! 

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Ich kann deine these nicht unterschreiben, außer in einem punkt. Ea gibt mit Sicherheit sehr einsame Menschen, die sich mit büchern in eine andere welt flüchten. Was ich aber nicht schlimm finde. Ist es nicht besser sich durch Bücher in eine phantasievolle welt von freude, trauer, macht, krieg, helden, zauberei,... zu stürzen, als sich selbst zu bemitleiden? Ich denke so etwas kann halt geben und das ist nicht zu unterschätzen. Man fühlt mit, es fördert die Fantasie und die richtigen bücher geben einem einen sinn von recht und Ordnung.

Außerdem verbinden Bücher. Man kann mit anderen menschen darüber sprechen und zwar stundenlang.

Und bücher gab es vor dem Internet. Das bedeutet früher war es für menschen elementar wichtig, sich durch bücher Informationen einzuholen. Klar geht das heute durchs Internet schneller, aber so viel fachwissen wie in einem guten Sachbuch, findet man nicht mal eben in 3 minuten auf google.

Zum Abschluss nochmal ein paar argumente für ein gutes buch:

Es verbindet
Es fördert die Phantasie
Es kann vom langweiligen alltag ablenken
Es lehrt uns gewisse Werte
Es kann uns mut machen
Es macht glücklich
...

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Es ist immer ein stück weit die meinung des autors vertreten, ob im internet oder in Büchern... Deinen bücherhass würde ich auf die unliebsame schulzeit zurückführen, in der man bekanntermaßen des öfteren mit büchern in kontakt kommt

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Romane, Gedichte. Dafür sind Bücher auch. Und das ist eine schöne Beschäftigung. Es läd einen zum träumen ein und zeigt einem neue Welten. Es kann Augen öffnen.

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Meine Meinung ist die, dass Du Dir mit der Veröffentlichung Deiner Meinung soeben ein Armutszeugnis ausgestellt hast.

Es gibt ja sowas wie Literatur, auch viele Filme sind nach Romanvorlagen entstanden.

Nix Kultura, häh?

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Sind dann Filme nicht noch viel schlimmer? Ich mein Filme bieten auch nur die Sicht vom "Autor" und bieten dazu noch kein Raum für Kreativität, man konsumiert nur noch und hinterfragt nicht. Bücher bieten nur den Ablauf und kleine Details, alles andere passiert in deinem Kopf. 

Wenn Leute ein Film gucken haben sie diese Person in dem Film als Konsumelement. Wenn ich ein Buch lese kann ich dem Passierten meine eigene Vorstellung verleihen. ich bin nicht daran gebunden dass das Auto grün ist. Wenn ich lese und es mir vorstelle kann ich frei entscheiden, wie bestimmte Details aussehen.

Deine Theorie mag noch einige Lücken haben, denn somit könnte man jede Form vom Konsum hinterfragen. 

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Hallo Schrauberking,

interessante Einstellung. Ich habe nie darüber nachgedacht, dass Bücher gefährlich werden könnten, deren Konsum indiskutabel und schlecht ist.

Für mich sind Bücher und Geschichten (da ich selbst gern welche schreibe), hauptsächlich Zeitvertreib, so wie andere an Autos herumschrauben, Heimwerken, Nähen, Fußball spielen. 

In seiner Freizeit kann jeder machen, was er will, deshalb käme ich nicht auf die Idee, jemandem sein Hobby, so skurril es auch sein mag, schlecht zu reden. Gefährlich wird es meiner Erfahrung nach erst dann, wenn der Mensch kein Interesse mehr an irgendetwas hat, dann wird er in der Tat schizoid. 

Und wer sagt außerdem, dass andere Hobbys nicht gefährlich sind und zu merkwürdigen Dingen verleiten? 

Liebe Grüße

Leseratte87

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Ich nehme an, dass sich dein Text ausschließlich auf Sachbücher bezieht, denn im Bezug auf Romane würde er gar keinen Sinn ergeben.

Das im Internet geschriebene spiegelt genauso - wenn nicht noch mehr - die Gedanken das Autors wieder, als dies in einem gut durchdachten Buch der Fall ist.

Wer liest, ist nicht von innerer Leere durchdrungen, sondern strebt danach, sein Wissen (und somit sich selbst) zu verbessern/vergrößern.

Ich kaufe zu Themen, die mich interessieren, mehrere Bücher. Das ist doch logisch. Wer kauft sich schon für jedes komische Thema 1 Sachbuch? Sachbücher kauft man sich bloß für Themen, die einen wirklich interessieren und darum auch gleich mehrere.

Meiner Meinung nach sorgt das Internet eher für Verdummung als gut recherchierte Bücher. Wegen der teilweisen Unüberlegtheit der dort getätigten Aussagen sowie dem ignorieren von Rechtschreibfehlern.

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Kommentar von ilprincipe
30.05.2016, 01:36

Ich finde dass das Internet für Menschen mit Substanz ein Katalysator sein kann. Für Menschen, die lediglich aus Unterhaltungsgründen im Netz sind und Bildung in welcher Form auch immer vernachlässigen (Nonstopgaming, stupide Youtube-Videos, Serien etc.) ist es natürlich schädlich.

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Die Implikationen deiner Behauptungen sind dermaßen absurd, dass es sich nicht lohnt ausführlich zu antworten.

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