Frage von serihatnefrage, 143

Buddhismus trotzdem Alkohol ect?

Hey. Die Frage klingt seltsam, aber ich bitte euch, sie ernst zu nehmen. Ich spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, zum Buddhismus zu wechseln, da ich mich beim Christentum fehl am Platz fühle. (Keine Vorurteile bitte) Ich habe mir auch die 5 Regeln des Buddhismus durchgelesen ect. Allerdings habe ich dazu ein paar Fragen.

Kann ich als Buddhist trotzdem Alkohl trinken? Wenn es sich in Grenzen hält? Ich muss seit ca. 5 Jahren Ritalin nehmen. Ist das ein Problem? Vegetarier oder nicht? Ich bin ein ziemlich gutmütiger Mensch und ich habe sehr schnell schlechtes Gewissen, deshalb bin ich sehr schlecht im Nein sagen und teile auch viel. Allerdings habe ich einen relativ bis ziemlich bösen Humor und bin auch nicht unbedingt  freundlich oder nett. Ich zeige meine Gefühle generell mehr durch mein Handeln als durch Worte. Ist das im Buddhismus "erlaubt"?

Nitte nur ernst gemeinte Antworten :)

Antwort
von ArbeitsFreude, 46

Also lieber serihatnefrage:

Enzylexikon: Hat Dir schon sehr gut und umfangreich geantwortet!

Beobachtung aus eigener "aufopferungsvoller" Erfahrung als Nichiren-Buddhist:)

1. Du darfst alles, musst es nur verantworten!

2. Natürlich darfst Du als Buddhist sogar viel zu viel Alkohol trinken - wirst ja schon selbst merken, was Du davon hast!:)

3. Es gibt die Erfahrung, dass buddh. Meditation - egal welcher Art genau - und Alkohol sich überhaupt nicht gut vertragen - Das merkst Du aber auch ganz leicht von selber, wenn Du's mal probierst:) - Es ist vollkommen ausreichend, das eine vom anderen ZEITLICH zu trennen:)

4. So wie Du Dich beschreibst, bist Du für (egal welche Form des) Buddhismus prädestiniert 

Lerne mal unterschiedliche buddhistische Gruppen in Deinem Umfeld kennen - Die freuen sich immer wenn jemand kommt (u.a. weil sich so wenige Leute für sie interessieren:) - Dann merkst Du sehr schnell, welche Richtung zu Dir passen würde.... - Vor allem lass' Deinen bösen Humor raus: Nicht alle Buddhisten können mit sowas umgehen - Ich selber habe wegen des meinigen auch immer mal wieder "Missverständnisse" mit einigen Ko-Buddhis (aber das müssen die abkönnen!)

Kommentar von serihatnefrage ,

Vielen Dank für deine Antwort ! :)


Antwort
von Dukkhanirodha, 21

Hallo Seri (?),
gute Fragen und danke für deine Offenheit. Ich möchte versuchen, basierend auf den Lehrreden des Buddha wie sie im Pali-Kanon zu finden sind (die historisch verlässlichsten Quellen der Lehren des Buddha), auf alle deine Fragen einzugehen, wobei es in den verschiedenen Ausprägungen des Buddhismus bezüglich der Beantwortung deiner Fragen, meines Wissens nach, wenig Unterschiede gibt. Ich möchte dir dazu zuerst den original Text der fünften Tugendregel in Pali geben (der Sprache in der der Pali-Kanon überliefert wurde) samt Übersetzung der entscheidenden Stellen, denn es klärt sich bereits einiges für den eigenen Ansatz, wenn die genaue Anweisung verstanden worden ist (etwas was nicht in allen Übersetzungen gegeben ist). Danach möchte ich darauf eingehen, welcher Wert dieser Regel in den Schriften, vom Buddha beigemessen worden ist und wie, folglich, der Praxisansatz aussieht, den der Buddha wahrscheinlich im Sinn hatte. Dazu möchte ich einige erklärende und kommentierende persönliche Zeilen mitteilen. Zuletzt gehe ich dann noch auf die übrigen Fragen in mehr oder weniger komprimierter Weise ein. Zitate setze ich kursiv. Allgemein wird die Antwort etwas länger ausfallen, da ich hoffe dir so einen besseren Überblick verschaffen zu können. Ich hoffe das dann zum Vorteil für dich. Allgemein erhebe ich kein Anspruch auf Fehlerfeiheit.


Die fünfte Tugendregel
'Suramerayamajja pamadatthana veramani sikkhapadam samadiyami'.

Die Pali-Wörter 'Sura', 'meraya', 'majja' bezeichnen verschiedene Arten von alkoholischen Getränken (gebrannt, fermentiert), wobei 'majja' auch als generelles Rauschmittel übersetzt wurde. 'Pamadatthana' stammt von dem Wort 'Pamada'. 'Pamada' bedeutet 'Nachlässigkeit'. Die Übersetzung kann also korrekt lauten: "Ich nehme die Übungsregel (sikkhapada) auf mich, von gebrannten und fermentierten alkoholischen Getränken und berauschenden Substanzen abzustehen, welche zu Nachlässigkeit führen".


Bedeutung der Regel und Praxisansatz

Der Buddha lehrte das Einhalten der fünften Tugendregel u.a. als heilsam, weil ein Bruch dieser Regel (also der Konsum von berauschenden Substanzen), einen Bruch der übrigen vier begünstigt (wer berauscht ist, vergeht sich leichter). Anhand dieser Informationen kann man darauf schließen, dass ein mäßiger Konsum von berauschenden Substanzen (z.B. von Alkohol) unproblematisch und, wenn es nach dem Buddha geht, legitim ist. Wenn man jedoch verschiedene relevante Stellen aus den buddhistischen Schriften heranzieht, ergeben sich weitere, für die Praxis relevante Punkte, die es für eine korrekte Einschätzung zu berücksichtigen gilt (welche aus dem standardmäßigen Regelsatz nicht ersichtlich werden)und die ein anderes Licht auf die vermeintliche Legitimität werfen.

Allgemein: Der Buddha lehrte nicht, man solle sein persönliches Erleben durch Substanzen manipulieren (sprich angenehmer gestalten), vielmehr, basierend auf einem ethischen Verhalten, sein Glück durch Geistesruhe und Weisheit vermehren und dauerhaft festigen. Weitere relevante Einzelheiten: Der Buddha erwähnte, dass ein regelmäßiger Konsum von berauschenden Substanzen in Existenzebenen führt, die unterhalb des Menschentums liegen und leidhaft sind. Des Weiteren, dass bereits eine geringe Auswirkung eines Konsums von berauschenden Substanzen zu Geistesverstörung führt (Als Karma-Wirkung zu denken; der Kommentar: 'Geistesverwirrung oder geistige Stumpfheit'). Aus medizinischer Sicht mag der maßvolle Konsum von Alkohol gut für das Herz sein (nur bei Wein [?]), aber auf der anderen Seite jedoch schlecht für die Leber. Die Gefahr größere Mengen Rauschmittel zu konsumieren, schätze ich persönlich höher ein, wenn zuvor in geringen Mengen konsumiert wurde - dabei möchte ich mich aber nur auf das Potenzial beziehen.

Vor diesem Hintergrund wird es vielleicht besser verständlich, dass z.B. buddhistische Mönche und Nonnen (und die meisten der mir bekannten ernsthaften Laienjünger) ausnahmslos jeglichen Konsum von Alkohol und/oder Drogen meiden. Medizinisch notwendige, normalerweise unter die Rubrik 'berauschend' einzuordnenden Substanzen, stellen kein Problem dar, solange, so denke ich persönlich, es nicht über einen längeren Zeitraum geschieht und der Effekt auf den Geist gering ist, man sich mühelos unter Kontrolle hat.


Zu deinen restlichen Fragen


Zum Vegetarismus: Es findet sich in den Lehrreden des Buddha eine Stelle, in der ein Laienjünger des Buddha dafür kritisiert wurde, dass er Fleisch für den Buddha und/oder seine Jünger gekauft hatte. Dieser Laienjünger verteidigte sich damit, indem er sagte, sein Kauf sei ethisch rein, da dass Tier eines natürlichen Todes gestorben sei (etwa sinngemäß zitiert). Auch meinte der Buddha, dass der Handel mit Fleisch eine unheilsame Berufstätigkeit sei (ich schätze sobald ein Töten mit einbegriffen ist). Für mich persönlich: Ich bin am Handel beteiligt, wenn ich in einen Laden gehe und Fleisch kaufe - denn zum Handel gehören zwei (!). Der Buddha und seine Jünger haben zwar tierische Lebensmittel (Fleisch, Fisch etc.) angenommen, aber nur unter speziellen Bedingungen, wie z.B. der Gewissheit, dass das Tier nicht speziell für den Empfänger getötet worden ist. Ein Fleischverzehr bei einem spontanen Besuch bei den Großeltern dürfte, unter Berücksichtigung dessen, wohl unproblematisch sein, ein aktiver Einkauf meines Erachtens nach jedoch schon (wobei ich dazu heutzutage auch den Kauf von jeglichen tierischen Produkten zähle. Man denke z.B. nur an die Bedingungen in den Milchbetrieben, bei denen die jungen Kühe den Müttern entrissen (förmlich!) werden und künstlich ernährt werden, während wir die Milch der auf Hochleistung gezüchteten und getriebenen Mütter trinken, die eigentlich für ihre Jungtiere bestimmt sind. Die Kälber enden wohl nicht selten oder in der Regel als 'Kalbsfleisch-Delikatesse' - oft dann auch nebst dem Glas Milch der Mutter - auf dem Teller).

Ich finde deine Eigenschaft - in deiner gutmütigen Natur - nicht 'Nein' sagen zu können, klingt sehr angenehm und im Einklang mit dem was der Buddha in vielen Bereichen lehrte (Liebe zu allen Wesen, ein mildes und demütiges Wesen, Großzügigkeit etc.). Solange du bei deiner Milde deinen Selbs-Respekt wahrst und deine eigenen Kapazitäten berücksichtigst, ist dies, so denke ich, sehr gut. Wenn ein Ausnutzen stattfinden sollte, dann wird niemand dabei glücklich und es empfiehlt sich, freundlich und milde, aber bestimmt, Grenzen zu setzten. Bezüglich der Freundlichkeit:  Der Buddha meinte, dass jemand, der freundlich ist, seiner Weisung gemäß handelt. Auch finden sich in den Standardbeschreibungen zu den fünf Tugendregeln auch Beschreibungen, die ein gütiges Herz zu den Lebewesen, die man vermeidet zu verletzen, betonen. Zum Abschluss noch ein Zitat des Buddha über die Freundlichkeit:

"Fünf Nachteile, ihr Mönche, erfährt der Unfreundliche. Welche fünf?Die Vertrauenslosen gewinnen kein Vertrauen; bei einigen Vertrauensvollen tritt eine Wandlung ein d es Meisters Weisung wird nicht erfüllt; sein Anhang folgt seinem Beispiel; und sein Herz erheitert sich nicht. Fünf Vorteile, ihr Mönche, erfährt der Freundliche.... (Umkehrung des Vorhergehenden.)" (Die Lehrreden des Buddha aus der Angereihten Sammlung, fünfer Buch, Lehrrede 218)

Ich hoffe ich konnte dir mit meiner Antwort behilflich sein - auch wenn nur ein wenig.

Herzlichst
Dukkhanirodha

Antwort
von Pferdenina, 40

Ich denke, dass wenn du die Religion liebst und ernst nimmst, veränderst du dich. Du wirst dies und das nicht mehr tun, weil du weißt, dass es dir die Religion vorschreibt und du dich (wenn möglich) an die Gesetze halten musst.

Soweit ich weiß ist das vegetarische Leben nur im Hinduismus erwünscht. Mit dem Buddhismus sieht man die Welt gelassen, man freut sich auf das Nirwana.

Glaub mir. Wenn du es mit der Religion ernstmeinst, hält man sich normalerweise auch an die Regeln. 

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 60

Ich selbst bin Buddhist und werde gerne versuchen, dir dabei weiterzuhelfen.

Die fünf Sittlichkeitsgelübde sind ja nun keine göttlichen Gebote, sondern Verpflichtungen, die man bewusst auf sich nimmt - so sind sie ja auch formuliert: "Ich nehme mich der Übungregel....an".

Es wird dich also kein Blitz treffen, oder du in die Hölle abwandern, nur weil es dir einmal nicht möglich ist, die Regeln einzuhalten.

Man sollte allerdings ernsthaft versuchen und nicht von vornherein sagen, dass man es mit bestimmten Dingen generell nicht so genau nimmt.

Diese Regeln betreffen in meiner favorisierten Formulierung

  • Kein Leben zu nehmen
  • Nicht gegebenes nicht zu nehmen
  • die Rede nicht zu missbrauchen
  • Die Sexualität nicht zu missbrauchen
  • Den Geist nicht zu betäuben


Buddhismus und Fleischkonsum

Ursprünglich lebten der Buddha und seine Schüler als Wandermönche und mussten alle Speisen annehmen, die sie bei ihren Bettelgängen als Almosen erhielten. Da die Menschen bald die Lehre kannten, wussten sie, das Fleisch vermieden werden sollte.

Die wirklich deutlichen Forderungen nach Vegetarismus wurden erst laut, als der Buddhismus nach China kam und man vermutet, dass diese Texte entweder dort entsprechend geändert, oder sogar erst dort verfasst wurden.

So gibt es in Schriften des Mahayana-Buddhismus teilweise extrem militante Aussagen, die Vegetarismus quasi vorschreiben.

Allerdings ist im Buddhismus letztlich alles eine Frage der eigenen Bewusstheit und ich kenne sowohl Buddhisten die Fleisch essen, als auch solche die Vegetarier sind (Ich bin Lacto-Vegetarier).

Meiner Ansicht nach ist Vegetarismus nichts, dass man sich religiös vorschreiben lassen sollte, sondern etwas, das man aus Mitgefühl, also eigener Überzeugung tut.

Wenn man sich denkt "tut mir ja leid um die Massentierhaltung - aber mein Steak will ich trotzdem haben" - warum sollte man dann falsches Mitgefühl heucheln, indem man gegen die eigenen Überzeugung zum Vegetarier wird.

Buddhismus und Drogen

Die Regel "den Geist nicht zu betäuben" bezog sich ursprünglich auf Alkohol und pflanzliche Rauschmittel, da damals nichts anderes bekannt war.

Heutzutage können jedoch auch unkontrollierter Medienkonsum oder das Mobiltelefon Dinge sein, mit denen man sich geistig betäubt.

Es geht also meiner Meinung nach bei dieser Regel nicht so sehr um eine Liste verbotener Substanzen, sondern um die geistige Verfassung.

Ich kenne einige Buddhisten, die zumindest zu Geburtstagen mal ein Gläschen trinken, oder sich nach einer harten Meditationsklausur in einem Kloster damit entspannen.

Zudem sind in vielen Speisen heute Alkohol enthalten, so dass zwar trockene Alkoholiker aufpassen müssen - so lange das Bewusstsein dadurch nicht getrübt wird, sind solche Speisen dagegen unbedenklich.

Auch hier ist es also eine Frage der eigenen Verantwortung. Wer seinen Alkoholkonsum nicht kontrollieren kann und zu viel trinkt, sollte es ganz sein lassen, da er ein Problem hat.

Ob man "social drinking" bei besonderen Anlässen nun für okay hält oder nicht, ist eine individuelle Entscheidung.

Wenn man, so wie du, regelmäßig Medikamente nimmt, sollte man schon aus gesundheitlichen Gründen lieber auf Alkohol verzichten.

Buddhismus und Medikamente

Der Buddhismus lehrt, dass man sowohl Körper als auch Geist pflegen und nicht verwahrlosen, oder schädigen sollte. Es geht nicht um Askese und Kasteiung.

Das bedeutet auch, dass man die notwendige medizinische Behandlung in Anspruch nimmt, die man für Körper oder Psyche benötigt.

Wenn dir also Ritalin verschrieben wurde und du es korrekt verwendest, dann spricht nichts dagegen. Der Buddhismus folgt in solchen Dingen einfach dem gesunden Menschenverstand.

Und ganz ehrlich: Wenn eine religiöse Regel mit verbieten würde, mir medizinisch helfen zu lassen - dann wäre mir dieses "Gebot" absolut egal.

Buddhismus und Gefühle

Gefühle sind etwas völlig normales und dazu gehören auch negative Emotionen. Das ist nichts, wofür man sich schämen müsste.

Tatsächlich sind mir Leute die ständig mild lächelnd durch die Gegend laufen und nie ein böses Wort sagen, sogar suspekt - denn auch "positives Denken" kann den Geist betäuben, wenn man dadurch die Realität nicht mehr wahrnimmt.

Es ist völlig in Ordnung gegen Ungerechtigkeiten zu protestieren, Fehler offen zu kritisieren und wenn nötig seinen Willen mit lauten Worten durchzusetzen - diese sollten jedoch niemanden emotional verletzen.

Zudem sollte man seine Gefühle soweit im Griff haben, dass man anderen Wesen kein Leiden zufügt und sich nicht zu sehr von ihnen mitreissen lässt.

Deine Gefühle zu zeigen ist also nicht falsch - wenn deine Reaktion auf einen blöden Spruch aber darin besteht, die Fäuste sprechen zu lassen, dann ist das auch aus buddhistischer Sicht nicht wünschenswert.

Es geht darum, das innere Gleichgewicht zu finden und Gefühle weder abzulehnen, noch zu sehr an ihnen zu haften.

Was "boshaften Humor" angeht, kann man geteilter Ansicht sein. Ich persönlich mag zwar bestimmte Formen bissiger Satire oder eine gewisse Spitzfindigkeit - Witze über Minderheiten finde ich dagegen geschmacklos.

Fazit

Je mehr man buddhistische Praxis übt, desto klarer wird meist, welchen Sinn die Lehren haben und auch das eigene Verhalten ändert sich mit der Zeit ebenfalls.

Antwort
von Psyllon, 40

Es ist alles vollkommen ok. Wenn du dich wirklich dem Buddhismus nähern willst und auch Interesse da ist und du dich viel damit beschäftigst wirst du bald selbst merken was falsch und was richtig ist. Strebe einfach nach Weisheit. Irgendwann werden dir deine Fehler selbst ins Auge fallen und du wirst dich ändern. Achte auf deinen Körper, er ist dein Tempel. Vergiss nicht zu lernen und das gelernte anzuwenden dadurch wirst du stetig wachsen und ein glückliches Leben führen. Buddhismus wird dich friedlich machen soweit du das willst.

Antwort
von MatthiasHerz, 37

Ich verstehe, wenn sich jemand im Christentum falsch fühlt.

Bist Du religiös und glaubst an "etwas", an eine Transzendenz, etwas Übernatürliches? Oder geht es Dir mehr darum, geistig irgendwo hinzugehören?

Warum willst Dich einem Glauben zuwenden, den bisher nicht durchdrungen hast?

Wenn es Dir damit tatsächlich ernst ist, suche einen buddhistischen Lehrer auf und lass Dir erklären, was sein darf und was nicht.

Kommentar von serihatnefrage ,

Ich  glaube mit 100% an die Wiedergeburt. Der Buddismus ist eine friedliche Religion (im Gegensatz zum Christentum zb) und ich brauche einfach etwas an das ich glauben kann, also eine Religion, bei der ich mich aber wohlfühlen kann und wegen der es keine Kriege gab.

Kommentar von Viktor1 ,

Und wenn Buddhisten Kriege führen, auch gegeneinander, dann liegt es natürlich nicht am Buddhismus, bei den Christen schon.
Die Botschaft Jesu fordert ja zu kriegerischen Handlungen auf.
Meine Gratulation zu deiner tiefen Kenntnis des Christentums.

ich brauche einfach etwas an das ich glauben 
kann

So wird's wohl sein. Wahrheit und Erkenntnis sind nix für dich und im Buddhismus muß man wirklich arg viel glauben

Kommentar von MatthiasHerz ,

Welch ein Irrtum!

"Im Namen des Buddhismus haben Zen-Lehrer ihre Anhänger jahrhundertelang dazu ermutigt, Nichtjapaner in einem „guten Krieg des Mitgefühls“ zu töten. Kriegerisches Töten galt als ein Ausdruck der Erleuchtung, und große Tempel stellten Soldaten, man gab Geld für Waffen und segnete Kanonen und militärische Unternehmen. Es gibt sogar Fälle, in denen Klöster gegeneinander Krieg führten, um ihre Macht auszudehnen."

Quelle: pravda-tv.com

Das hier solltest auch mal lesen:

http://studybuddhism.com/de/fortgeschrittene-studien/geschichte-und-kultur/buddh...

Kommentar von ArbeitsFreude ,

...ohja, lieber Serihatnefrage: und WENN Du einen buddh. Lehrer findest, der Dir erklärt, was sein darf und was nicht, dann bitte: MEIDE ihn wie der Teufel das Weihwasser:)!

Antwort
von dompfeifer, 43

Vegetarier wirst Du kaum bei Buddhisten finden. Die tummeln sich fast nur in christlichem Umfeld.

Kommentar von Liquidchild ,

Ich z.B kenne keinen Christen, der Vegetarier ist. Christen glauben oft, dass der Mensch sich an den Tieren bedienen kann wie er will, da er über den Tieren steht. Buddhisten dagegen praktizieren Gewaltfreiheit und viele sehen den Fleischkonsum als eine Unterstützung der Gewalt 

Kommentar von dompfeifer ,

Veganismus wirst Du bei Buddhisten aber äußerst selten finden. Schau Dich doch einmal um!

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