Frage von davidbowie49, 31

Buddhismus? Was muss ich alles tun, wissen und können?

Hallo
Ich bin seit einiger Zeit sehr am Buddhismus interessiert und möchte dem Buddhismus auch eines Tages beitreten. Ich finde nun aber, dass ich dem zu wenig nachgehe. Was kann ich also tun um dem Buddhismus jetzt schon näher als zuvor kommen zu können? Ich würde gerne am Yoga Unterricht teilnehmen, nur leider ist der einzige Kurs zu weit weg. Ich meditiere auch oft, bin mir aber nicht schlüssig ob man das jeden Tag machen sollte?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus & Religion, 8

Ich bin Buddhist und helfe dir gerne weiter. :-)

Zunächst einmal solltest du natürlich Grundkenntnisse der buddhistischen Lehre und auch ein gewisses Verständnis haben.

Folgende Begriffe sollten dir ihrer Bedeutung nach bekannt sein:

  • vier edle Wahrheiten
  • edler achtfacher Pfad
  • Karma
  • Samsara
  • Theravada
  • Mahayana
  • Vajrayana
  • Zen

Wenn dir die Legende des Buddha und diese Begriffe in ihrer Bedeutung geläufig sind, hast du dir zumindest schon einmal die Grundlagen erarbeitet.

Was kann ich also tun um dem Buddhismus jetzt schon näher als zuvor kommen zu können?

Wenn du bereits weißt, welche Form des Buddhismus dich besonders anspricht, könntest du dich über buddhistische Gemeinschaften (Sanghas) und buddhistische Meditationszentren in deiner Gegend informieren.

Allerdings sollte man sich auch immer über die Tradition informieren, in der dort geübt wird, da es auch umstrittene Lehrer und zweifelhafte Gruppierungen gibt Google hilft da mit Suchbegriffen wie "Gruppe-XY Kritik" oder "Gruppe XY Sekte" ganz gut weiter.

Natürlich kannst du aber auch Bücher von Lehrern der jeweiligen buddhistischen Tradition lesen, die dich anspricht.

Ich würde gerne am Yoga Unterricht teilnehmen, nur leider ist der einzige Kurs zu weit weg

Zunächst einmal ist Yoga eine Lehre aus dem Hinduismus, hat also nicht die gleiche philosophische Grundlage. So geht man etwa im Hinduismus meist von einem göttlichen Wesenskern des Menschen aus, den Buddha verneinte.

Allerdings ist Hatha-Yoga gut für die körperliche Flexibilität und kann beispielsweise das Sitzen im Lotossitz erleichtern. Ich habe einige Buddhisten kennen gelernt, die Yoga somit als "Gesundheitsgymnastik" nutzen.

Man muss also zwischen "spirituellem Yoga" mit einer bestimmten, hinduistischen Lehre und rein körperlichen Übungen unterscheiden.

Ich meditiere auch oft, bin mir aber nicht schlüssig ob man das jeden Tag machen sollte?

Welche Art von meditativer Praxis übst du denn? Wie hast du sie erlernt?

Grundsätzlich halte ich tägliche Sitzmeditation für sinnvoll. Für mich selbst ist sie die Grundlage aller übrigen Handlungen. Die Achtsamkeit sollte allerdings auch in den Alltag übergehen, so dass man sich seiner Handlungen bewusst ist.

Meditation ist nach meinem Verständnis nämlich keine bestimmte Technik, sondern ein Zustand entspannter Achtsamkeit, der weder schläfrige Trance, noch angespannter Konzentration entspricht.

Man kann also auch im Alltag meditativ sein.

Mit der Sitzmeditation sollte man aber auch nicht übertreiben - das ist keine Kasteiung und niemand sollte sich verpflichtet fühlen, gleich von Anfang an volle 45 Minuten zu sitzen. 15 Minuten ist völlig ausreichend.

Falls du noch keine feste meditative Praxis hast, kann ich als Einführung dieses Video in eine Form der Achtsamkeitsmeditation empfehlen.

Theoretisch kannst du dich gleich entspannt mit einem Sitzkissen auf eine bequeme Unterlage, wie eine zusammengelegte dünne Decke setzen und mitmachen.

Das wars soweit. Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gerne weiter.

Antwort
von Pescatori, 4

Du schreibst, dass Du schon oft meditierst und auch gern einen Yogakurs besuchen würdest.

Motiviert Dich  der Wunsch, sich nicht ganz vom Alltagsstress gefangen nehmen zu lassen, zur Ruhe zu sich  kommen und sich mit sich selbst und der Mitwelt im Einklang zu fühlen?

Ich glaube, das regelmäßige Yogaübungen, die ja auch Meditation miteinschließen (Jede
Yogastellung ist ja eigentlich auch eine Meditationshaltung).  Dir dann hilfreich sein könnten.  Wenn Yogakurse zu weit weg sind, gibt es auch ganz gute Anleitungen im Internet.  z.B.:

 Ich meine, es ist sehr wichtig, dass die Übungen täglich gemacht werden. Gut zu bewältigen ist es aus meiner Erfahrung, wenn man täglich siebenmal den „Morgengruß“ übt.

Wenn ein Yogakurs für Dich schlecht erreichbar ist, ist es wahrscheinlich auch nicht leicht Dich einer buddhistischen Schule anzuschließen. Ich würde Dir raten, Dich über die verschiedenen Schule im Buddhismus erst einmal über Bücher oder über das
Internet zu informieren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schulen_und_Systeme_des_Buddhismus

Um eine zu Dir passende Praxis zu finden,wäre es sicher am besten, wenn Du Dich mit
Menschen austauschen kannst, die sich einer buddhistischen Schule angeschlossen
haben.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir ZEN-Meditation empfehlen. Es ist eine kontemplative Praxis, die auch von vielen Nichtbuddhisten praktiziert wird.

Wünsche Dir bewegende Erfahrungen auf Deinem Weg.

Antwort
von fricktorel, 5

Ist egal.

Das bleibt alles in der "Familie" (2.Kor.4,4; Offb.12,9).

Bis Jesu zurückkommt (Offb.14,1), welcher den "Gott dieser Welt" einsperrt (Offb.20,2).

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