Frage von mischkaetzchen, 24

Buddhismus Meditationen?

Hallo liebe Leute Ich meditieren seid ein paar Wochen doch jetzt möchte ich mir einen kleinen meditations Raum einrichten ich weiss nur leider nicht so genau was dort alles vorhanden sein muss
Also nun meine frage was sollte ich alles in diesem Raum haben ausser meinem Kissen und Kerzen ? Und was sind die Schwerpunkte des Buddhismus ? Was geht man für Pflichten ein ? Danke schonmal

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Buddhismus, 22

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab. :-)

Erst einmal kann ich dir folgendes versichern:

Um buddhistische Meditation zu üben, muss man kein Buddhist sein.

Ich habe schon mit Atheisten, Christen, Muslimen, Hindus, Neo-Paganisten und New Age Anhängern miteinander meditiert, ohne das es dabei um Religion ging.

Es ist also nicht erforderlich, sich buddhistische Glaubensinhalte zu eigen zu machen, oder irgendwelche religiösen Regeln zu befolgen, wenn es nur um die Meditation geht. :-)

Um buddhistische Meditation zu üben, benötigt man keinen Altar

Um Sitzmeditation zu üben, benötigt man nur eine passende Sitzmöglichkeit und ggf. eine Unterlage. Es wird empfohlen, im Lotossitz zu sitzen, da dies einige Vorteile mit sich bringt.

Dafür ist ein Meditationskissen (Zafu) hilfreich, es kann aber auch einfach eine zusammengelegte feste Decke sein. Sitzt man auf dem Boden, empfiehlt sich eine Sitzunterlage (Zabuton) zu verwenden, um die Knie zu schonen.

Das kann ein Meditationskissen sein, aber auch schon eine zusammengelegte Decke reicht eigentlich aus. Die Unterlage hilft beim Sitzen auf dem Boden dabei, die Knie auf dem Boden zu schonen.

Letztlich kann man aber auch auf einem Stuhl sitzen, wenn man dabei aufrecht bleibt und die Füße auf dem Boden behält.

Etwas Ritual, wie etwa das Entzünden von Kerzen oder Räucherstäbchen, die Verbeugung vor dem Sitzkissen usw. kann zwar die Achtsamkeit schulen, ist jedoch nicht erforderlich.

Meditation ist keine Technik

Letztlich ist Meditation aber gar keine Technik, mit der man sich "ruhig macht", oder ein "besserer Mensch" wird, sondern einfach ein Bewusstseinszustand entspannter Achtsamkeit. Ganz im gegenwärtigen Moment zu sein.

Die Sitzmeditation stellt die Grundlage für eine meditative Geisteshaltung dar, doch letztlich kann jede Handlung eine Form der Meditation sein.

Meditation ist daher nicht von äußeren Umständen, wie einem "Altarraum" oder "Tempel" abhängig. Ich meditiere auch auf Bahnhöfen, oder an Bushaltestellen, auf einer Parkbank usw....

Für buddhistische Hausaltäre in Japan (Butsudan) gibt es feste Regeln, die jedoch für die meisten Übenden buddhistischer Meditation ohne Bedeutung sein dürften.

Der Buddhismus ist eine umfangreiche Religion

Auch wenn alle Traditionen und Schulen des Buddhismus eine gemeinsame Grundlage haben - die vier edlen Wahrheiten, den edlen achtfachen Pfad und die fünf Sittlichkeitsregeln - haben sie sehr unterschiedliche Schwerpunkte.

Grundlagenwissen ist wichtig, insbesondere wenn man sich dazu entschließen will, Buddhist zu werden - denn man müsste zunächst einmal wissen, welcher Traditionslinie man folgen will.

Solltest du noch Fragen haben, helfe ich gerne weiter. :-)

Kommentar von mischkaetzchen ,

Vielen dank

Kommentar von Enzylexikon ,

Keine Ursache, ich helfe gerne, wenn ich kann. :-)

Antwort
von Gini1917, 24

Denke nicht, dass hier feste Vorschriften gibt. Doch ich denke, dass viele westliche Werte als störend empfunden werden können. 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten